In Spandau entstehen zwei Tiny Forests als Miniwälder für Klimaanpassung und Biodiversität. Das Projekt bringt neue Grünflächen direkt in Berliner Wohnquartiere.

Ein Tiny Forest hilf, Berlin grüner zu machen.

In Spandau werden zwei neue Tiny Forests gepflanzt. (Symbolbild) / © Foto: Wikimedia Commons, Cultureel Gelderland, CC0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Wango, CC BY-SA 4.0

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In Spandau entstehen zwei sogenannte Tiny Forests. Die „Kiesteich Oase“ an der Falkenseer Chaussee 201 sowie das „Bogenwäldchen“ Am Bogen 15 sollen in Miniwälder verwandelt werden. Das Projekt wird von der KARUNA eG gemeinsam mit dem Wohnungsunternehmen Vonovia umgesetzt. Es handelt sich um eines der ersten Projekte dieser Größenordnung innerhalb eines großen Berliner Wohnungsbestands.

Tiny Forests in Spandau: Nutzung und Wirkung der Miniwälder

Die beiden Tiny Forests umfassen jeweils etwa 300 Quadratmeter. Sie werden nach der sogenannten Miyawaki-Methode bepflanzt. Dabei kommen standortgerechte, heimische Arten zum Einsatz, die dicht und mehrschichtig gesetzt werden. Ziel ist die Entwicklung stabiler, sich selbst erhaltender Ökosysteme innerhalb weniger Jahre.

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Nach Angaben der Projektbeteiligten verbessern die Miniwälder das Mikroklima, speichern Wasser und fördern die Biodiversität. Gleichzeitig entstehen Aufenthaltsbereiche für die Nachbarschaft. Die Flächen werden so gestaltet, dass sie im Alltag genutzt werden können und als wohnortnahe Grünräume dienen.

Im April sind Anwohner und Freiwillige eingeladen, sich an den Pflanzaktionen zu beteiligen.

Mitte April sind Anwohner und Freiwillige eingeladen, sich an den Pflanzaktionen zu beteiligen. / © Foto: depositphotos.com

Berliner Projekt „Tiny Forests – Miniwälder“ als gemeinschaftliche Aktionen

Die Pflanzungen sind als gemeinschaftliche Aktionen konzipiert. Am 13. und 14. April 2026 entstehen die Tiny Forests. Jeweils zwischen 10 und 15 Uhr sind Anwohner und Freiwillige eingeladen, sich an den Pflanzaktionen zu beteiligen.

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Insgesamt werden rund 1.800 Bäume und Sträucher gesetzt. Neben Anwohnern nehmen auch Kinder, Freiwillige sowie Mitarbeitende der beteiligten Organisationen teil. Ziel ist es, die Bewohner direkt in die Gestaltung ihres Umfelds einzubinden.

Die Tiny Forests in Spandau sind Teil des Berliner Projekts „Tiny Forests – Miniwälder“. Finanziert wird es durch den Right Now Climate Fund von Amazon, der mehrere Tiny Forests in Berlin ermöglicht. Zusätzlich wird das Vorhaben von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unterstützt und ist Teil der Umsetzungsallianz Nachhaltiges Berlin.

Tiny Forest (Spandau)
Tiny Forest (Spandau)

Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, KARUNA eG

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2 Kommentare

  1. M.Pätsch 9. April 2026 at 15:27 - Reply

    Tiny Forests super.
    Wo und wann allerdings gibt es endlich die Möglichkeit in Berlin mein Tiny House aufzustellen um dort zu wohnen?
    Hier ist Berlin total rückständig!
    Hauptsache immer mehr Berlin zubetonieren um Drecks Einfamilienhäuser darauf zu setzen.
    SCHANDE!!!!!!!!!!

  2. Anonym 9. April 2026 at 17:28 - Reply

    Tolle Initiative! Gibt’s eine Pflanzliste zu den heimischen Bäumen und Sträuchern, die gepflanzt wurden? Das wäre sehr interessant auch als Inspiration für den eigenen Garten.

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