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Ein unscheinbarer Bau in der Frankfurter Innenstadt wird grundlegend neu gedacht: Die Schäfergasse 33 soll sich zu einem sozialen und ökologischen Modellprojekt entwickeln, das Wohnen, Beratung und Nachhaltigkeit verbindet.
Ein Foto der Baustelle an der Schäfergasse 33 in Frankfurt. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

Die Bauarbeiten in der Schäfergasse 33 scheinen gut voran zu schreiten. „hausInvest“ baut hier gemeinsam mit der „Caritas“ 64 Wohneinheiten in ein altes Bürogebäude. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Mitten in der Frankfurter Innenstadt, unweit der Peterskirche, wird in der Schäfergasse 33 ein ehemaliges Bürogebäude umgebaut. Das Projekt verfolgt dabei einen besonderen Ansatz, bei dem soziale und ökologische Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen.

Die Caritas übernimmt als künftige Hauptmieterin eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und dem Fondsmanagement von hausInvest wurde ein Konzept entwickelt, das nicht nur neuen Wohnraum schaffen, sondern auch Beratungs- und Begegnungsangebote in die Innenstadt integrieren soll.

64 Wohneinheiten in der Schäfergasse: Kooperation von Caritas und hausInvest

Geplant sind 64 Wohnungen, von denen 13 barrierefrei und eine Wohngemeinschaft rollstuhlgerecht ausgebaut werden. Ein Café im Erdgeschoss soll als Begegnungsort dienen und gleichzeitig Arbeitsplätze für Menschen mit Einschränkungen schaffen. Damit will das Projekt soziale Infrastruktur mit integrativen Angeboten verbinden.

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Neben der sozialen Ausrichtung verfolgt die Caritas auch eine ökologische Strategie. Ein Projektteam entwickelt Maßnahmen, um Einrichtungen nachhaltiger zu betreiben. Dazu zählen Energieberatung für Haushalte mit geringem Einkommen sowie außerdem ein systematisches Umweltmanagement in allen Diensten.

Frankfurt Innenstadt: hausInvest setzt auf Photovoltaik und Solarfassade

Beim derzeit stattfindenden Umbau wird der Rohbau größtenteils erhalten, wodurch die im Gebäude gebundene „graue Energie“ gesichert bleibt. Ergänzt wird dies durch eine Solarfassade und Photovoltaikanlagen auf dem Dach, die in den kommenden zwei Jahrzehnten erhebliche Mengen CO2 einsparen sollen. Fassaden- und Dachbegrünungen sollen außerdem zusätzlich zu einem verbesserten Mikroklima beitragen.

Alle Materialien werden digital im Madaster-System erfasst, um ihre Wiederverwendbarkeit sicherzustellen. Darüber hinaus setzt das Projekt auf Building Information Modeling (BIM), wodurch Bauprozesse transparenter und nachhaltiger gestaltet werden. Ziel ist laut Projektverantwortlichen eine zirkuläre Bauweise, die Ressourcen schont und Abfall reduziert.

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Ausbau in der Schäfergasse ist Teil des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“

Das Projekt knüpft an das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ an, das bereits seit Ende der 1990er Jahre eine ganzheitliche Stadtteilentwicklung verfolgt. Neben baulichen Maßnahmen sollen dabei auch soziale Strukturen gestärkt und zivilgesellschaftliche Netzwerke gefördert werden.

hausInvest verfolgt mit dem Ansatz „Offen für Morgen“ zudem die Strategie, langfristig tragfähige Mieterstrukturen aufzubauen. Mit der Caritas als Partner soll ein Modell entstehen, das ökonomische Stabilität und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet.

Caritas & hausInvest Kooperation: Projekt „Schäfergasse“ gibt wichtige Impulse

Die Schäfergasse 33 zeigt, wie ein unscheinbares Bestandsgebäude zu einem Leuchtturmprojekt im Herzen Frankfurts werden kann. Ob der Anspruch, soziale und ökologische Ziele dauerhaft miteinander zu vereinen, gelingt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Für die Innenstadtentwicklung setzt das Projekt jedoch schon jetzt wichtige Impulse.

Ein Foto der Baustelle an der Schäfergasse 33 in Frankfurt. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

Neben den neuen, teilweise barrierefreien Wohnungen sollen in der Schäfergasse außerdem auch inklusive Beratungs- und Begegnungsflächen entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: hausInvest

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