In der Soorstraße 80-82 in Berlin-Westend prüft der Senat weiter alternative Nutzungen. Neben der Flüchtlingsunterkunft stehen Azubi-Wohnen und studentisches Wohnen im Raum.

Soorstraße 80-82

© Titelbild: Wikimedia Commons, Gerd Fahrenhorst, CC BY 4.0

 

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In Westend steht ein großes Bürogebäude vor einer offenen Zukunft. Die Soorstraße 80-82 war lange klar als Flüchtlingsunterkunft eingeplant. Doch inzwischen prüft der Berliner Senat auch andere Wege. Im Raum stehen studentisches Wohnen und Azubi-Wohnen. Eine Entscheidung liegt bislang nicht vor.

Die Soorstraße 80-82 gehört zu den umstrittensten Unterkunftsprojekten in Westend. Nach aktueller Senatsantwort soll der Standort weiter als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete vorbereitet werden. Zugleich läuft eine Prüfung, ob das Gebäude anders oder teilweise anders genutzt werden kann. Konkret nennt der Senat Azubi-Wohnen und studentisches Wohnen.

Soorstraße 80-82: Nutzung in Westend weiter offen

Nach Angaben des Senats wurden diese beiden Varianten bereits geprüft. Weitere Nutzungsprüfungen stehen aber noch aus. Deshalb kann der Senat derzeit nicht sagen, wann die Prüfung abgeschlossen wird oder wann das Ergebnis vorgestellt werden kann. Auch neue rechtliche Instrumente wie der Bau-Turbo oder das Einfach-Bauen-Gesetz fließen in diese Prüfung ein.

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Falls keine alternative Nutzung möglich wird und der Senat keine andere Entscheidung trifft, soll die Flüchtlingsunterkunft Soorstraße 80-82 im Laufe des ersten Quartals 2027 in Betrieb gehen. Den Betrieb soll der Landesbetrieb für Gebäudewirtschaft, Betriebsteil B, übernehmen. Eine Ausschreibung der Betriebsleistung wäre damit nicht nötig.

Flüchtlingsunterkunft in Westend mit sozialer Infrastruktur

Für den Standort sind rund 950 Plätze vorgesehen. Das Bürogebäude umfasst laut Bezirksangaben eine Hauptmietfläche von 25.210 Quadratmetern vom Erdgeschoss bis zum sechsten Obergeschoss. Hinzu kommen 3.634 Quadratmeter Zusatzflächen im Untergeschoss und rund 449 Autostellplätze.

Der Bezirk hatte vor allem auf soziale Infrastruktur gedrängt. In Workshops mit BIM, Senatsverwaltungen, Bezirk und LFU wurden Flächen für Willkommensklassen und integrative Angebote identifiziert. Vorgesehen waren rund 1.300 Quadratmeter für Willkommensbeschulung, rund 390 Quadratmeter für „Frühe Bildung vor Ort“ sowie rund 350 Quadratmeter für weitere integrative Angebote des Bezirks.

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Soorstraße 80-82: Azubi-Wohnen und studentisches Wohnen als Alternative

Doch der Fokus hat sich nun verschoben. Es geht nicht mehr nur um die Frage, ob Westend eine weitere Flüchtlingsunterkunft bekommt. Es geht auch darum, ob ein großes Bestandsgebäude kurzfristig für andere Wohnbedarfe genutzt werden kann. Gerade bei Azubi-Wohnen und studentischem Wohnen ist der Bedarf ebenfalls hoch.

Offen bleibt auch, was mit Gebäudeteil A geschieht. Nach Angaben des Senats nutzt das Land Berlin nur noch Gebäudeteil B. Die Planung für Gebäudeteil A habe der Eigentümer selbstständig und ohne Einbeziehung des Landes vorgenommen. Dem Senat seien dazu weder Planungen noch mögliche Ergebnisse bekannt.

 

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Quellen: Schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/26344, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

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