Elif Eralp hält die bisherigen Ausgaben für Berlins Olympiabewerbung für Steuerverschwendung und sieht keinen Vorteil für die deutsche Hauptstadt. Ihre deutliche Absage kommt wenige Tage vor der DOSB-Entscheidung – und dürfte somit die jahrelange Arbeit zahlreicher Beteiligter zunichte gemacht haben. 

Die Visualisierung zeigt, wie das Brandenburger Tor im offiziellen Olympia-Konzept für Berlin genutzt werden soll.

Die Visualisierung zeigt, wie das Brandenburger Tor im offiziellen Olympia-Konzept für Berlin genutzt werden soll. Ohne die Unterstützung der künftigen Landesregierung wird die hier gezeigte Brücke jedoch nicht verwirklicht werden können. / © Visualisierung: Kulturprojekte Berlin

© Titelbild: IMAGO / Bernd Elmenthaler

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Nur wenige Tage vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes über den deutschen Kandidaten für Olympische und Paralympische Spiele hat Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp ihre Ablehnung der Berliner Bewerbung bekräftigt. Nach Angaben des RBB bezeichnete sie die bislang investierten sechs Millionen Euro als Steuerverschwendung und erklärte, keinen Vorteil für Berlin zu erkennen.

  • Elif Eralp bekräftigt ihre Ablehnung der Berliner Olympiabewerbung.
  • Der DOSB entscheidet bereits am 26. September über den deutschen Kandidaten.
  • Koalitionsbildung: Bis dahin wird noch keine neue Berliner Landesregierung feststehen.
  • Favorit München geht mit deutlich stärkerer politischer Rückendeckung ins Rennen.
  • Eralps Vorstoß schwächt Berlins Chancen erheblich und wird als unfair gegenüber den Beteiligten kritisiert.

„Deswegen haben wir uns dagegen entschieden, Olympia zu unterstützen. Und das sehe ich auch heute noch so“, sagte Eralp am Tag nach der Abgeordnetenhauswahl. Ihre Partei war nach dem vorläufigen Ergebnis mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Damit könnte Eralp erstmals Regierende Bürgermeisterin werden – entschieden ist dies allerdings noch nicht.

Olympia-Kandidat: DOSB entscheidet nur fünf Tage nach der Berlin-Wahl

Am 26. September stimmt die außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB in Baden-Baden darüber ab, ob Berlin, München oder die Region Rhein-Ruhr für Deutschland ins internationale Rennen gehen soll. Dass die Entscheidung lediglich fünf Tage nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl fällt, war für die Hauptstadt von Beginn an ein erheblicher Nachteil. Und dieser Nachteil schlägt nun voll ins Gewicht.

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Zum Zeitpunkt der DOSB-Abstimmung wird nicht feststehen, welche Parteien Berlin künftig regieren. Die Linke will erst in der kommenden Woche Sondierungsgespräche mit Grünen und SPD aufnehmen. Eine belastbare Position einer möglichen neuen Koalition zur Olympiabewerbung kann es bis zur Abstimmung daher kaum geben. Das öffentliche Statement zu einer Berliner Olympia-Bewerbung wollte sich Elif Eralp aber nicht verkneifen.

Die Visualisierung zeigt das geplante Berliner Olympiabad während eines Wettkampfs mit zehn Schwimmbahnen, gefüllten Tribünen, Videowürfel und olympischer Flamme.

So könnte das Berliner Olympiabad während möglicher Olympischer Spiele aussehen: Das Konzept sieht zehn Schwimmbahnen, zusätzliche Zuschauerplätze und eine Überdachung der Wettkampfstätte vor. Doch es wird wohl ein Luftschloss bleiben, denn die Linke lehnt eine Olympia-Bewerbung ab. / © Visualisierung: LYS Architekturvisualisierung / Ingo Erik Moltzen

München kann klare politische Unterstützung vorweisen

Damit gerät Berlin gegenüber München zusätzlich ins Hintertreffen. Während die bayerische Landeshauptstadt auf eine eindeutig formulierte Unterstützung ihrer politischen Führung verweisen kann, muss der DOSB bei Berlin mit einem Regierungswechsel und einer möglicherweise ablehnenden Haltung des künftigen Senats rechnen.

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Für die Delegierten stellt sich deshalb zwangsläufig die Frage, wie verlässlich eine Berliner Bewerbung überhaupt wäre. Es erscheint kaum vorstellbar, dass der DOSB seinen Kandidaten ausgerechnet an eine Stadt vergibt, deren wahrscheinlich stärkste Regierungspartei das Vorhaben öffentlich ablehnt. Eralps Äußerungen könnten damit die ohnehin schwierige Ausgangslage Berlins entscheidend verschlechtert haben.

Unfaires Spiel? Eralp greift einer politischen Entscheidung vor

Dass Eralp und ihre Partei Olympische Spiele in Berlin ablehnen, ist eine legitime politische Position. Problematisch erscheint jedoch der Zeitpunkt, zu dem sie diese Haltung mit solcher Deutlichkeit wiederholt.

Noch bevor Sondierungen begonnen haben, greift sie faktisch einer gemeinsamen Entscheidung möglicher Koalitionspartner vor. Gegenüber den zahlreichen Befürwortern der Olympia-Kampagne aus Sport, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die seit Jahren an der Bewerbung arbeiten, wirkt dieses Vorgehen unbedacht und unfair.

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Die Visualisierung zeigt, wie es bei den Olympischen Spielen in Berlin auf dem Tempelhofer Feld aussehen könnte.

Ist nicht erwünscht, jedenfalls wenn es nach Elif Eralp geht: Eine Visualisierung zeigt, wie es bei den Olympischen Spielen in Berlin auf dem Tempelhofer Feld aussehen könnte. / © Visualisierung: Kulturprojekte Berlin

Warum konnte Elif Eralp die Entscheidung des DOSB nicht abwarten?

Eralp hätte zumindest die DOSB-Abstimmung abwarten können, ohne ihre grundsätzliche Haltung aufzugeben. Ob sie tatsächlich Regierende Bürgermeisterin wird, entscheidet sich erst in den kommenden Wochen.

Einen möglicherweise folgenreichen Effekt hat ihre Wortmeldung jedoch schon jetzt: Berlin geht mit erheblichen politischen Zweifeln in die entscheidende Abstimmung, während München auf eine geschlossene Unterstützung verweisen kann. Berlins Chancen auf einen Zuschlag durch den DOSB dürften bei null liegen.

Olympiapark, Berlin

Quellen: RBB, Berliner Morgenpost, Die Linke, DOSB

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2 Kommentare

  1. Löwe 21. September 2026 at 22:44 - Reply

    Was kostet uns Olympia? Der ultimative Guide zur Rechnung mit den Ringen https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2026/05/berlin-olympiabewerbung-kosten-analyse.html

    Zitat:“Elif Eralp hält die bisherigen Ausgaben für Berlins Olympiabewerbung für Steuerverschwendung und sieht keinen Vorteil für die deutsche Hauptstadt.“

    Das sehe ich auch so, anstatt in Prestige Events zu investieren sollte erstmal mehr dafür getan werden das Menschen genug bezahlbaren Wohnraum finden, die Lebensqualität erhöht wird, und Stadträume im Sommer besser zu kühlen, und Energien erneuerbar und autark zu stellen. Wenn wir das schaffen-wenn Grundbedürfnisse und Sicherheit stehen-abgedeckt sind, dann können wir uns auch gerne für Olympia bewerben.

    • M.Hillen 23. September 2026 at 13:25 - Reply

      Nein, was kostet uns die Einwanderung aus dem Orient ? – so lautet die Frage!
      Antwort:
      1. Olympia
      2. eine vernünftige Regierung in Berlin

      Denn es ist doch klar, dass die Linke ihren Wahlsieg in Berlin überwiegend und entscheidend den eingebürgerten Migranten aus dem Orient zu verdanken hat. Die Linke ist somit politischer Anwalt von hauptsächlich Muslimen und Transferempfängern. Damit ist klar, wofür das Geld in Zukunft verstärkt ausgegeben werden soll: Für eine noch schnellere Einwanderung bzw Einbürgerung in die Sozialsysteme, die noch stärker als ohnehin schon den Haushalt belasten wird – logisch, dass dann für Olympia kein Spielraum mehr vorhanden ist.
      Für Leistungsträger und arbeitende Steuerzahler wird Berlin und Deutschland insgesamt also noch unattraktiver. „Armut für alle“ ist seit jeher das Program der Sozialisten – weil sie von Wirtschaft nichts verstehen und bisher noch jede Volkswirtschaft erfolgreich ruiniert haben. Bezahlen müssen diesen Wahnsinn diejenigen, die leistungsbereit sind. Folglich werden diese Berlin und Deutschland verlassen, sollte dieser IslamoSozialismus auch in westdeutschen Bundesländern um sich greifen.
      Die DDR hat sich ja übrigens genau deshalb 1961 selbst eingemauert: um all die leistungsbereiten und freiheitsliebenden Menschen an der Flucht aus dem sozialistischen Elend zu hindern! Bis zum Bau der Mauer waren das ca. 3 Millionen leistungsbereite und freiheitsliebende Deutsche!

      Wer also hat die Linke denn nun gewählt?
      1. Sozialisten (faule Menschen, die gerne vom Geld anderer leben).
      2. Menschen, die keine Ahnung von Geschichte haben und dumm genug sind zu glauben, dass man mit Enteignung neue und bezahlbare Wohnungen erhalten kann (Pisa lässt grüßen; Jungwähler sind besonders „ahnungslos“)
      3. Eingebürgerte Migranten (Islamisten, ClanKriminelle und sonstige Kriminelle, Transferempfänger), die mit Deutschland nichts am Hut haben und die es toll finden, dass sie nun mit der Linken eine politische Interessenvertretung erfolgreich gekapert haben, die ihnen Macht und Einfluss sichert.
      4. Frauen. Ein offensichtlicher Stockholmsyndrom bei Frauen, die sich der demographischen Machtverschiebung zugunsten des Muslims bewusst sind und mit Opportunismus und Unterwerfungsbereitschaft darauf reagieren – in Berlin jedenfalls ist die Linke im Vorfeld dieser Wahl ganz klar als IslamoPartei erkennbar gewesen. Unwissenheit oder Ahnungslosigkeit lass ich da nicht gelten.

      Fazit: Mit der Linken wird es wohl kein Olympia in Berlin geben. Aber Steuerverschwendung durch das weitere und beschleunigte Aufblähen konsumtiver Ausgaben wird es mit der Linken mit Sicherheit geben. Und zwar zum Schaden der Stadt und ihres Wohlergehens.

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