In Siemensstadt verändern Kräne, Baugruben und neue Rohbauten derzeit das Bild eines traditionsreichen Industriestandorts. Auf dem Gelände von Siemensstadt Square laufen die Arbeiten inzwischen sichtbar auf Hochtouren. 

Mehrgeschossiger Rohbau mit Baugerüsten und Kränen auf einer Großbaustelle in Berlin-Spandau. Im Vordergrund befinden sich Absperrungen und Baustellenflächen, daneben stehen weitere Gebäude im Bau.

Rund um Siemensstadt verändern mehrere Neubauten derzeit das Stadtbild im Berliner Nordwesten. Die Aufnahme zeigt laufende Hochbauarbeiten auf dem historischen Siemens-Gelände in Spandau. / © ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Auf dem Gelände von Siemensstadt Square in Spandau laufen die Bauarbeiten inzwischen deutlich sichtbar voran. Rund um Rohrdamm und Nonnendammallee prägen Kräne, Bauzäune und erste Rohbauten den historischen Siemens-Standort. Besonders im Bereich des künftigen Eingangsplatzes entsteht derzeit die erste größere Hochbauphase des neuen Stadtquartiers.

Dort werden ein Atriumgebäude, ein Informationspavillon sowie ein rund 60 Meter hohes Hochhaus realisiert. Nach Angaben von Siemens sollen die ersten Gebäude des sogenannten Innovationscampus bis 2027 fertiggestellt werden. Parallel dazu entwickeln sich weitere Teilflächen des insgesamt rund 76 Hektar großen Areals.

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Die Visualisierung zeigt, wie das "Siemensstadt Square" in Spandau einmal aussehen soll.

Rund 3.750 Wohnungen sollen im „Siemensstadt Square“ in Spandau entstehen. / © Visualisierung: Siemens AG, Greenbox Landschaftsarchitekten Schäfer + Pieper

Siemensstadt Square: Wohnen, Arbeiten und Forschung in Spandau

Siemensstadt Square gehört zu den größten Stadtentwicklungsprojekten Berlins. Auf dem ehemaligen Industrieareal soll bis in die 2030er-Jahre ein gemischt genutztes Quartier entstehen. Geplant sind Wohnungen, Büro- und Forschungsflächen, Produktionsstandorte sowie soziale Infrastruktur und öffentliche Freiräume.

Der Berliner Senat hat den Rahmenplan für das Gebiet zuletzt angepasst. Demnach sollen künftig rund 3.750 Wohnungen entstehen, deutlich mehr als ursprünglich vorgesehen. Etwa 30 Prozent davon sind als geförderter Wohnraum geplant. Gleichzeitig wird der Anteil klassischer Büroflächen reduziert und stärker auf einen zentralen Innovationscampus konzentriert.

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Eingangsbereich der Baustelle von Siemensstadt Square in Berlin-Spandau. Hinter Bauzäunen und Absperrungen sind Gerüste, Rohbauten und Bauarbeiten auf dem ehemaligen Siemens-Gelände zu sehen

Der Zugang zu Siemensstadt Square ist derzeit noch vollständig von Bauzäunen und Absperrungen geprägt. Hinter dem Eingangsbereich entstehen auf dem ehemaligen Siemens-Gelände neue Gebäude für Wohnen, Forschung und Arbeitsplätze. / © ENTWICKLUNGSSTADT

Siemensbahn und Infrastruktur: Ausbau bis in die 2030er-Jahre

Auch neue Bildungs- und Verkehrsinfrastruktur spielt für die Entwicklung eine wichtige Rolle. Geplant sind unter anderem eine Grundschule, zwei Kitas sowie die Reaktivierung der Siemensbahn. Die S-Bahn-Strecke soll den Standort künftig wieder direkt mit der Berliner Innenstadt verbinden. Nach aktuellen Planungen könnte die Siemensbahn Ende 2029 in Betrieb gehen.

Siemensstadt entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als großer Industrie- und Produktionsstandort des Siemens-Konzerns. Teile des Areals werden weiterhin industriell genutzt, gleichzeitig verändert sich das Gebiet zunehmend zu einem gemischt genutzten Stadtquartier. Das bislang vor allem industriell geprägte Gelände wird dabei schrittweise um neue Wohn-, Arbeits- und Forschungsstandorte ergänzt. Der neue Stadtteil befindet sich derzeit noch weitgehend hinter Bauzäunen und ist in großen Teilen nicht öffentlich zugänglich. Mit dem weiteren Ausbau dürften jedoch auch Fragen nach Verkehr, Freiraum und bezahlbarem Wohnraum an Bedeutung gewinnen.

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Siemensstadt Square

Quellen: Siemens AG, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, rbb24

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