Am Kienberg in Marzahn soll ein neues Kombibad mit Halle, Außenbecken und Liegewiese entstehen. Referenzbilder aus Stuttgart zeigen, wie ein modulares Schwimmbad von „POOL out of the BOX“ aussehen kann.

Die Holzfassade und die großen Fenster geben dem Beispielbad ein ruhiges, hochwertiges Aussehen. Für das Kombibad Kienberg ist die Architektur noch nicht entschieden. / © Foto: POOL out of the BOX / Joachim Maier
© Titelbild: POOL out of the BOX / Joachim Maier
Am Kienberg in Marzahn rückt das geplante Kombibad näher. Noch steht die endgültige Architektur nicht fest. Doch die Berliner Bäder-Betriebe prüfen derzeit Modelle, die zeigen, in welche Richtung das neue Schwimmbad gehen könnte.
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: Jelena-Šantić-Friedenspark am Kienberg
- Nutzung: Öffentlichkeit, Familien, Schulschwimmen, Vereine
- Budget: 35,4 Millionen Euro
- Baubeginn: voraussichtlich 2027
- Fertigstellung: angestrebt für das 1. Quartal 2030
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Konzept von „POOL out of the BOX“. Beispielbilder aus Stuttgart zeigen ein modulares Hallenbad mit Holzbauweise, klarer Fassade, großen Fensterflächen und einem hellen Innenraum. Für Marzahn ist das noch keine Entscheidung, aber ein möglicher Hinweis darauf, wie modern und hochwertig das Kombibad am Kienberg aussehen könnte.

Die Schwimmhalle wirkt hell und klar gestaltet. Holz, große Fenster und farbige Deckenelemente prägen das Aussehen. / © Foto: POOL out of the BOX / Joachim Maier
„Kombibad am Kienberg“: Halle und Außenbecken für Marzahn
Das neue „Kombibad am Kienberg“ soll mehr sein als ein klassisches Hallenbad. Geplant sind eine Schwimmhalle, ein Außenbecken, Liegeflächen und ein Gastronomiebereich. Damit soll der Standort ganzjährig funktionieren. Die Halle dient dem Schwimmen im Alltag, dem Schulschwimmen und dem Vereinssport. Das Außenbecken ergänzt das Angebot in der Freibadsaison.
Für die Halle nennen die Planungen ein Sportbecken mit 25 Metern Länge und sechs Bahnen. Zusätzlich soll ein Lehrschwimm- und Kursbecken entstehen. Die Außenanlage soll als freiere Poollandschaft gedacht werden. Final entschieden ist die Gestaltung aber noch nicht.

Innen zeigt das Modulbad helle Holzflächen, farbige Elemente und einen langen Flur mit Schließfächern. / © Foto: POOL out of the BOX / Joachim Maier
„POOL out of the BOX“: So könnte Marzahns neues Schwimmbad aussehen
Die Beispielbilder aus Stuttgart zeigen, wie ein modulares Schwimmbad wirken kann. Außen bestimmen klare Linien, dunkle Holzfassaden, graue Fassadenteile und große Fenster das Bild. Das Gebäude sieht sachlich, kompakt und hochwertig aus. Es wirkt wie ein bewusst gestalteter öffentlicher Bau.
Innen prägen Holzflächen, helle Beckenräume und farbige Deckenelemente das Erscheinungsbild. Das Stuttgarter Beispiel nutzt ein 25-Meter-Edelstahlbecken mit fünf Bahnen, einen Teilhubboden, 312,5 Quadratmeter Wasserfläche und eine Photovoltaikanlage mit 129,9 kWp. Diese Daten zeigen, welches technische Niveau solche Modulbäder erreichen können.

Auch technische Details und robuste Materialien gehören zum modularen Konzept von POOL out of the BOX. / © Foto: POOL out of the BOX / Joachim Maier
Modulares „Kombibad am Kienberg“: Warum diese Bauweise interessant ist
„POOL out of the BOX“ beschreibt sein Konzept als Hallenbad in Holzmodulbauweise. Viele Bauteile entstehen im Werk. Innenausbau, Möbel und technische Ausstattung können bereits vor der Montage vorbereitet werden. Dadurch sinkt die Bauzeit vor Ort. Laut Anbieter erreicht das System einen Vorfertigungsgrad von bis zu 90 Prozent.
Für Marzahn ist wichtig: Die Berliner Bäder-Betriebe haben noch keine Vergabeentscheidung getroffen. „POOL out of the BOX“ wurde als mögliches Beispiel aus dem Markt vorgestellt. Auch andere Anbieter kommen infrage. Am Ende sei es auch eine Frage des Preises.

Der Jelena-Šantić-Friedenspark am Kienberg ist der geplante Standort des „Kombibads Kienberg“. Der Bebauungsplan sieht auf Teilen der Grünfläche ein neues Hallenbad mit Außenbecken vor. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Bäder-Chef setzt auf schnelle Umsetzung und flexible Planung
Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der Berliner Bäder-Betriebe, Dr. Johannes Kleinsorg, soll das Kombibad am Kienberg möglichst ohne unnötige Verzögerungen realisiert werden. Deshalb verfolgt das Unternehmen das Ziel, Planung und Bau über einen sogenannten Totalunternehmer zu vergeben. Ein Unternehmen würde damit nach Abschluss der Vorarbeiten sowohl die Ausführungsplanung als auch die Errichtung übernehmen. Die Berliner Bäder-Betriebe versprechen sich davon kürzere Abstimmungswege und einen zügigeren Bauablauf.
Gleichzeitig betonte der Bäder-Chef, dass die Machbarkeitsstudie bewusst mehrere Varianten untersuche. Neben der Architektur gehe es dabei auch um die optimale Anordnung von Schwimmhalle, Außenbecken, Freiflächen, Erschließung und Betriebsabläufen. Erst nach Abschluss dieser Untersuchung soll feststehen, welches Konzept ausgeschrieben wird. Ziel bleibe jedoch, den Bau 2027 zu beginnen und das Kombibad im ersten Quartal 2030 für die Öffentlichkeit zu eröffnen – vorbehaltlich eines planmäßigen Vergabe- und Bauverlaufs.

Der rot markierte Geltungsbereich des Bebauungsplans 10-118 umfasst die Flächen für das Kombibad „Multifunktionsbad Kienberg“ in Marzahn-Hellersdorf. / © Grafik: BA Marzahn-Hellersdorf
Quellen: POOL out of the BOX, Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Berliner Bäder Betrieb
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