In der Silbersteinstraße 80 in Berlin-Neukölln entsteht derzeit ein gemeinschaftlich organisiertes Wohnprojekt. Die Baugemeinschaft Si80 entwickelt dort zwei Gebäude mit insgesamt 16 Wohnungen und vier kleinen Gewerbeeinheiten. Der Bau ist bereits weit fortgeschritten.

Der zukünftige Gemeinschaftshof zwischen Vorder- und Gartenhaus: Auf rund 230 Quadratmetern wird ein grüner Treffpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
In der Silbersteinstraße 80, unweit des S- und U-Bahnhofs Hermannstraße, entwickelt die Baugemeinschaft Si80 ein Bauprojekt mit insgesamt 16 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten. Das Bauvorhaben umfasst ein Vorderhaus zur Straße hin und ein zurückliegendes Gartenhaus. Die Gebäude stehen auf einem 790 Quadratmeter großen Grundstück, das südlich durch die Silbersteinstraße und nördlich durch die Hermannstraße 114 begrenzt ist. Dort liegt ein denkmalgeschütztes Nachbargebäude, dessen unmittelbare Umgebung derzeit umgestaltet wird.
Der Bau schreitet sichtbar voran. Die Fassadenstruktur und Gerüste sind bereits gut zu erkennen, sodass deutlich wird, wie das Projekt künftig in die Umgebungsbebauung eingebunden sein wird. Im Inneren der Gebäude entstehen Räume für verschiedene Wohnformen und gewerbliche Nutzungen.
Wohnungen in der Silbersteinstraße 80: Zehn kompakte Wohnungen im Vorderhaus
Im Vorderhaus sind zehn Wohnungen mit Flächen von etwa 45 bis 102 Quadratmetern vorgesehen. Die Einheiten sollen flexibel nutzbar sein, was durch die geplante Skelettbauweise ermöglicht wird. Diese Bauweise erlaubt eine variable Grundrissgestaltung, sodass sowohl Einzelpersonen als auch Familien passende Wohnräume finden können. Die Wohnküchen sind zur Straße hin ausgerichtet, während die Schlafzimmer zum ruhigen Innenhof liegen. Große Fensterfronten lassen viel Tageslicht in die Räume, was die Aufenthaltsqualität verbessert.
Alle Wohnungen im Vorderhaus erhalten Balkone oder Austritte, die in Kombination mit der Raumhöhe von rund 2,90 Metern ein großzügiges Wohngefühl schaffen. Ergänzt wird das Angebot durch barrierefreie Einheiten sowie Gewerberäume im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Diese Flächen eignen sich laut Projektträger für kleine Büros, Praxen oder Einzelhandel.
Grundstücksfläche wird maximal ausgenutzt: Das Gartenhaus mit sechs individuellen Einheiten
Das Gartenhaus liegt geschützt im hinteren Teil des Grundstücks und bietet Raum für sechs Wohnungen mit Flächen zwischen 60 und 155 Quadratmetern. Die Grundrisse unterscheiden sich deutlich voneinander. Drei der Wohnungen sind als Maisonetten angelegt, die sich über zwei Etagen erstrecken. Diese Einheiten verfügen über eigene kleine Gartenflächen. Die darüberliegenden Wohnungen erhalten große Terrassen, sodass auch dort ein Außenbezug gewährleistet ist. Die höchste Einheit ist ebenfalls als Maisonette geplant, wobei sich ein zentraler Bereich über zwei Geschosse hinweg erstreckt.
Die Wohnräume im Gartenhaus sind mindestens 2,60 Meter hoch. Auch hier legt die Planung Wert auf Individualität und Privatheit. Jede Wohnung ist anders geschnitten und bietet durch die versetzte Bauweise unterschiedliche Blickachsen in den Hof und auf angrenzende Grünflächen.
Gemeinsame Hoffläche als zentraler Treffpunkt in Neukölln: Gestaltung mit Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner
Zwischen Vorder- und Gartenhaus entsteht ein 230 Quadratmeter großer Hof, der gemeinschaftlich genutzt werden soll. Die Freifläche wird durch ein Landschaftsarchitekturbüro in enger Abstimmung mit der Baugemeinschaft geplant. Ziel ist es, möglichst viele Fassadenflächen zu begrünen und einen größeren Baum als zentrales Element zu integrieren. Zusätzlich werden Fahrradstellplätze geschaffen. Der Müllbereich befindet sich in einem eigenen Raum im Erdgeschoss, sodass der Hof frei nutzbar bleibt.
Auch im Untergeschoss des Vorderhauses ist Platz für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle vorgesehen. Der Zugang erfolgt entweder über eine Treppe mit Rampe im Hof oder bequem per Aufzug. Alle Wohnungen und Gewerbeeinheiten erhalten eigene Kellerabteile.
Urbanes Wohnen mit Kiezanschluss: Zentrale Lage und gute Infrastruktur im Süden Neuköllns
Die Lage des Projekts gilt als besonders verkehrsgünstig. Der Bahnhof Hermannstraße bietet Zugang zum S- und U-Bahnnetz, außerdem ist die Autobahn A100 schnell erreichbar. In der Umgebung finden sich zahlreiche Geschäfte, Schulen, Kitas und Freizeitangebote. Auch das Tempelhofer Feld ist fußläufig erreichbar, wodurch sich das Projekt sowohl für Familien als auch für Berufstätige eignet, die zentrumsnah wohnen möchten.
Die Baugemeinschaft hebt hervor, dass das Projekt nicht nur Wohnraum schafft, sondern auch soziale Begegnungen fördern soll. Die Kombination aus privatem Wohnen, gemeinschaftlich genutztem Garten und kleinteiligem Gewerbeangebot soll den nachbarschaftlichen Zusammenhalt im Quartier stärken.
Quellen: Büro Schindler Friede, Architektur-Urbanistik Berlin, CoHousing-Berlin
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
One Comment
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.




Wohnungsbewerbung
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit bewerbe ich mich um die von Ihnen angebotene Wohnung. Ich bin alleinerziehende Mutter mit einem 4-jährigen Kind und suche ein sicheres, familienfreundliches Zuhause.
Ich bin eine ruhige, zuverlässige Mieterin und lege großen Wert auf ein ordentliches Wohnumfeld sowie ein gutes Miteinander in der Nachbarschaft.
Über eine positive Rückmeldung und die Möglichkeit einer Besichtigung würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Samah Taan