Das ALEXA gehört seit fast zwei Jahrzehnten zu den auffälligsten Gebäuden rund um den Alexanderplatz. Nun erreicht das Berliner Einkaufszentrum in einem bundesweiten Branchenranking eine seiner bislang besten Platzierungen. Dabei begann die Geschichte des rosaroten Komplexes durchaus kontrovers.

Das ALEXA am Alexanderplatz in Berlin-Mitte ist von der Dircksenstraße aus zu sehen; davor liegen Grünflächen, Bäume und zahlreiche Fahrradstellplätze.

Das ALEXA am Alexanderplatz gehört laut Shoppingcenter Performance Report 2026 zu den drei bestplatzierten Einkaufszentren Deutschlands. In Berlin belegt das Shoppingcenter erneut den ersten Platz. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ALEXA / Sonae Sierra

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Das ALEXA am Alexanderplatz hat sich vom umstrittenen Großprojekt zu einem der wirtschaftlich erfolgreichsten Shoppingcenter Deutschlands entwickelt. Der aktuelle Shoppingcenter Performance Report 2026 setzt das Haus bundesweit auf Platz drei. In Berlin führt das ALEXA das Ranking bereits zum fünften Mal an.

  • Bezirk: Berlin-Mitte
  • Adresse: Grunerstraße 20, 10179 Berlin
  • Bauzeit: 2004 bis 2007
  • Investition: rund 290 Millionen Euro

Das Ergebnis des Rankings ist bemerkenswert, weil das ALEXA gegenüber dem Vorjahr deutlich nach vorn gerückt ist. 2025 hatte das Center deutschlandweit noch Rang sieben erreicht. Nun liegt es auf Platz drei unter 400 bewerteten Einkaufszentren.

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Der Report des Wiesbadener Beratungsunternehmens Ecostra misst dabei nicht direkt die Beliebtheit bei Kunden. Grundlage sind Bewertungen von Einzelhändlern, Gastronomen und Dienstleistern. Befragt werden unter anderem Vertriebs- und Expansionsverantwortliche zu ihrer Zufriedenheit mit den Umsätzen ihrer Standorte.

ALEXA am Alexanderplatz: 2025 stiegen Besucherzahlen und Umsätze

Dass das ALEXA im Ranking weit vorn liegt, passt zur jüngsten Geschäftsentwicklung. Ende 2025 waren 99 Prozent der Flächen vermietet. Die Besucherfrequenz stieg im Jahresvergleich um 2,5 Prozent, die Umsätze der Mieter legten um 4,3 Prozent zu. Insgesamt verzeichnete das Center 19 neue Mietverträge und Erweiterungen sowie 27 Vertragsverlängerungen.

Zugleich kamen neue Marken hinzu. Pop Mart eröffnete 2025 einen Standort, U.S. Polo Assn. startete im ALEXA mit seinem ersten Geschäft in Deutschland. Only & Sons und Miniso eröffneten dort ihre ersten Berliner Filialen. Außerdem zog ein Fanshop des 1. FC Union Berlin ein. Thalia modernisierte seine größte Berliner Filiale, während Bershka nach einem Umbau auf einer fast doppelt so großen Fläche wieder öffnete.

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Vom Großprojekt der 2000er-Jahre zum Einkaufszentrum ALEXA Berlin

Die Geschichte des Centers reicht dabei bis in die Phase zurück, in der Berlin den Alexanderplatz nach der Wiedervereinigung grundlegend neu ordnen wollte. Der erste Spatenstich erfolgte am 29. Oktober 2004. Sonae Sierra und Foncière Euris investierten nach Angaben des ALEXA rund 290 Millionen Euro.

Am 12. September 2007 öffnete das ALEXA. Schon zwei Wochen später zählte das Center nach eigenen Angaben den millionsten Besucher. Auffällig war von Anfang an die Gestaltung mit rosa-roter Fassade, Rundbögen, goldfarbenen Elementen und Anklängen an das Art déco. Die Architektur löste allerdings erhebliche Kritik aus. Auch die städtebauliche Einbindung blieb lange ein Thema.

Das ALEXA am Alexanderplatz in Berlin-Mitte steht direkt neben einem modernen Wohngebäude; zu sehen ist die markante rosafarbene Seitenfassade des Einkaufszentrums.

Die Umgebung des ALEXA hat sich seit der Eröffnung 2007 deutlich verdichtet. Neue Wohn- und Geschäftsbauten rücken heute unmittelbar an das Einkaufszentrum am Alexanderplatz heran. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Alexanderplatz in Berlin: Das Umfeld des ALEXA hat sich stark verändert

Vor allem östlich und südlich des Einkaufszentrums lagen nach der Eröffnung lange Brachflächen und wenig entwickelte Stadträume. Erst mit Projekten wie dem Wohnhochhaus Grandaire und dem Bürokomplex VoltAir erhielt das ALEXA neue bauliche Nachbarn. Dadurch wirken die zuvor besonders dominanten Seitenfassaden heute deutlich stärker in ein geschlossenes Stadtgefüge eingebunden.

Ganz abgeschlossen ist die Entwicklung rund um das Center weiterhin nicht. Unmittelbar neben dem ALEXA liegt die Baustelle des seit Jahren stockenden Hochhausprojekts „Monarch Tower“. Mit dem Turm war auch ein neuer Eingang für das Einkaufszentrum nach Plänen von Ortner & Ortner verbunden. Weil das Hochhausprojekt nicht vorankommt, wartet jedoch auch dieser Umbau weiter auf seine Umsetzung.

ALEXA Berlin am Alexanderplatz
Das ALEXA am Alexanderplatz ist ein Einkaufs- und Freizeitcenter in Berlin-Mitte und belegt im Shoppingcenter Performance Report 2026 bundesweit Platz drei.

 

Quellen: Sonae Sierra, ALEXA, Ecostra, B.C. Neumann PR, O&O Baukunst

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