Der Umbau des Frankfurter Zoos geht in die nächste Phase. Während die Planungen für die Serengeti-Savanne anlaufen, zeichnet sich zunehmend ab, wie sich das Areal in den kommenden Jahren verändern soll. Der Masterplan umfasst dabei deutlich mehr als nur einzelne Neubauten.

Zoo Frankfurt 3-D-Ansicht

Auf den elf Hektar des Frankfurter Zoos mitten in der Stadt sollen Modernisierungsmaßnahmen bis 2039 sowohl artgerechte Tierhaltung als auch intensive Tierbegegnungen schaffen. / © Visualisierung: Dan Pearlman Erlebnisarchitektur GmbH

© Titelbild: Dan Pearlman Erlebnisarchitektur GmbH
Der Frankfurter Zoo befindet sich in einem langfristig angelegten Umbauprozess. Mit dem Entwicklungsprogramm „Zookunft 2030+“ soll das Areal in den kommenden Jahren grundlegend neu strukturiert werden. Ziel ist es, bestehende Anlagen schrittweise zu ersetzen und stärker an heutigen Anforderungen von Tierhaltung, Bildung und Naturschutz auszurichten.

Die Planungen gehen dabei über einzelne Bauprojekte hinaus. Vielmehr handelt es sich um eine umfassende Transformation des gesamten Zoogeländes. Ein erheblicher Teil der bestehenden Strukturen soll langfristig verändert oder neu geordnet werden.

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Drei große Themenräume prägen die Zukunft des Frankfurter Zoos

Kern des Masterplans ist die Gliederung des Zoos in mehrere großräumige Lebenswelten. Vorgesehen sind unter anderem ein afrikanisches Savannenareal, ein Regenwaldbereich sowie eine südamerikanische Landschaft. Diese Bereiche sollen die bisher eher kleinteilige Struktur des Zoos ablösen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Darstellung ganzer Ökosysteme. Künftig sollen mehrere Tierarten, soweit möglich, in gemeinsamen Anlagen gehalten werden. Gleichzeitig wird auch die Wegeführung für Besucher neu gedacht, um ökologische Zusammenhänge stärker erlebbar zu machen.

Fertigstellung 2033: Serengeti-Savanne als erstes großes Teilprojekt

Ein zentrales Vorhaben innerhalb dieses Umbaus ist die geplante Serengeti-Savanne. Für dieses Projekt hat der Zoo Ende April die nächste Phase eingeleitet. Nach Angaben der Einrichtung hat die konkrete Bauplanung begonnen. In einem ersten Schritt wurden entsprechende Planungsleistungen vergeben, sodass nun architektonische und technische Details ausgearbeitet werden.

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Die Anlage soll sich an ostafrikanischen Savannenlandschaften orientieren und mehrere Hektar umfassen. Vorgesehen ist, verschiedene Tierarten in einer gemeinsamen Umgebung zu halten. Ein konkreter Baubeginn ist bislang noch nicht terminiert, die Fertigstellung ist für 2033 geplant. Anschließend folgen die Lomami-Anlage und das Manú-Areal; der Zoobetrieb läuft dabei weiter.

Lageplan der zukünftigen Serengeti-Savannenanlage im Zoo Frankfurt mit Darstellung der Flächenaufteilung und Wegeführung innerhalb des Planungsgebiets.

Lageplan der geplanten Serengeti-Savannenanlage im Zoo Frankfurt. / © Visualisierung: Dan Pearlman Erlebnisarchitektur GmbH

Neue Konzepte für Aufenthaltsbereiche im Zoo Frankfurt

Gleichzeitig werden auch Aufenthaltsbereiche für Besucher neu gedacht. Dazu gehört unter anderem die Weiterentwicklung gastronomischer Angebote. In diesem Zusammenhang wurde im Unteren Atzemer kürzlich die bestehende Zoowand auf einer Länge von rund 35 Metern abgebrochen und ein älteres Gebäude zurückgebaut, um Platz für neue bauliche Entwicklungen zu schaffen.

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Das künftige Restaurantgebäude ist laut Bauschild von der MMZ GmbH Architekten aus Offenbach geplant.

Baustelle im Zoo Frankfurt auf dem Gelände eines rückgebauten Bestandsgebäudes, das für neue gastronomische und infrastrukturelle Nutzungen im Zuge des Masterplans umgestaltet wird.

Im Unteren Atzemer ist eine Baustelle deutlich zu sehen, nachdem dort eine Zoowand abgebrochen und ein älteres Gebäude zurückgebaut wurde. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Zoogelände wird integrierter Campus für Natur, Wissenschaft und Kultur

Weitere Entwicklungsprojekte rund um den Frankfurter Zoo zeigen, dass das Areal zunehmend zu einem vernetzten Standort für Bildung, Forschung und Kultur ausgebaut wird. Im sanierten Zoogesellschaftshaus sollen künftig eine Zooschule sowie ein Kinder- und Jugendtheater entstehen, wodurch ein neuer Ort für kulturelle Bildung im Zusammenspiel mit dem Zoo geschaffen wird.

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Parallel dazu nimmt mit dem Frankfurt Conservation Center im Ostend ein internationales Naturschutzzentrum konkrete Formen an: Der Siegerentwurf sieht ein modernes Forschungs- und Kommunikationsgebäude vor, das Wissenschaft, Naturschutz und Öffentlichkeit bündelt und den Zoo stärker als Akteur im globalen Artenschutz positioniert.

Eine Visualisierung des FCC-Neubaus in Frankfurt

Im östlichen Teil des Frankfurter Zoos soll das Frankfurt Conservation Center (FCC) entstehen. / © Visualisierung: haascookzemmrich STUDIO 2050 / ZGF

Masterplan „Zookunft 2030+“: Langfristiger Umbau bis 2039

Der Umbau des Zoos ist auf mehrere Jahre angelegt und wird in verschiedenen Bauabschnitten umgesetzt. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist derzeit bis 2039 vorgesehen.

Mit dem Start der Bauplanung für die Serengeti-Savanne wird nun sichtbar, dass sich der Masterplan zunehmend in konkreten Projekten niederschlägt. Auch wenn viele Schritte noch bevorstehen, zeichnet sich bereits ab, wie sich der Zoo Frankfurt in den kommenden Jahren räumlich und konzeptionell verändern wird.

Zoo Frankfurt

Quellen: Zoo Frankfurt, Wikipedia, Deutsches Architekturforum

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