Am Safe-Hub in der Ruheplatzstraße in Wedding wird bereits Fußball gespielt und mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Das ursprünglich für 2022 angekündigte Bildungszentrum ist dagegen noch nicht gebaut.

Der Standort ist bereits sportlich nutzbar – auf das geplante Bildungszentrum müssen die Kinder und Jugendlichen jedoch noch warten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Auf dem Gelände an der Ruheplatzstraße 12 in Berlin-Wedding wird bereits Fußball gespielt. Der Kunstrasenplatz des geplanten Safe-Hubs ist fertig, erste Angebote für Kinder und Jugendliche laufen. Das eigentliche Bildungs- und Multifunktionszentrum, das dem Projekt seinen Namen gibt, lässt dagegen weiter auf sich warten.
Erstes Safe-Hub Europas: Oliver Kahns Stiftung unterstützt das Projekt
Hinter dem Safe-Hub steht die Organisation Amandla, die das Konzept gemeinsam mit Partnern auch nach Berlin bringt. Zu den Unterstützern gehört die Oliver-Kahn-Stiftung. Der frühere Fußball-Nationaltorwart hatte die Stiftung 2011 gegründet. Sie setzt sich unter anderem für die Förderung von Kindern und Jugendlichen in strukturell benachteiligten Gebieten ein.
Das Prinzip der Safe-Hubs verbindet Fußball und andere Sportangebote mit Bildung und sozialer Arbeit. Kinder und Jugendliche sollen an den Standorten nicht nur Sport treiben, sondern auch Unterstützung bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung erhalten. In Südafrika wurden bereits mehrere solcher Zentren aufgebaut. Mit dem Standort in Berlin soll erstmals ein Safe-Hub in Europa entstehen.

Das Baustellenschild kündigt das geplante Safe-Hub bereits seit Jahren an – auf das eigentliche Gebäude müssen Kinder und Jugendliche im Kiez weiterhin warten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Fußballplatz und Container an der Ruheplatzstraße bereits fertig
In Wedding ist von diesem Konzept inzwischen ein erster Teil sichtbar. Der Kunstrasenplatz auf dem Grundstück wurde bereits Ende 2023 fertiggestellt und ist inzwischen regulär nutzbar. Die rund 44 mal 45 Meter große Anlage kann in mehrere Kleinfelder aufgeteilt werden und verfügt über eine Flutlichtanlage. Sie steht neben den Angeboten von Amandla auch anderen Vereinen und Initiativen zur Verfügung.
Auch ein mehrzweckfähiger Container gehört mittlerweile zum Standort. Er kann von gemeinnützigen Organisationen und lokalen Initiativen kostenfrei für Workshops, Treffen oder andere Nachbarschaftsangebote genutzt werden. Damit wird das Grundstück bereits genutzt, obwohl das ursprünglich geplante Gebäude noch fehlt.

Noch fehlt das eigentliche Bildungszentrum: Auf dem Gelände ist bislang keine Bebauung entsprechend der ursprünglichen Pläne entstanden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Bildungszentrum-Neubau soll ab 2027 entstehen
Das Gebäude war ursprünglich deutlich früher angekündigt worden. Frühere Planungen sahen einen Bau mit zwei Obergeschossen vor, später wurde das Konzept überarbeitet und um ein weiteres Geschoss ergänzt. Vorgesehen sind unter anderem Bildungs- und Beratungsräume, ein Bewegungsraum, Büros sowie weitere Angebote für Kinder und Jugendliche. Auch eine Kita war zwischenzeitlich als mögliche Nutzung für das zusätzliche Geschoss im Gespräch.
Nach einem Bericht des „Kicker“ soll der Bau des Bildungszentrums nun ab 2027 beginnen. Damit liegt das Projekt weiterhin deutlich hinter den ursprünglichen Zeitplänen. Ob der neue Zeitplan diesmal Bestand hat, muss sich angesichts der bisherigen Verzögerungen erst zeigen. Einen konkreten Termin für die Fertigstellung gibt es bislang nicht.
Ruheplatzstraße 12
Quellen: Quartiersmanagement Pankstraße, Safe Hub Berlin, Architektur Urbanistik, Kicker, Quartiersmanagement Berlin, OK Foundation
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