Seit mehr als 20 Jahren steht das sogenannte Geisterhaus in Friedenau leer und verfällt. Jetzt hat der Bezirk Geld für die Untersuchung des Gebäudes und die Planung einer Sanierung erhalten. Auch über den Einsatz eines Treuhänders wird weiter beraten.

Fassade des leerstehenden Hauses an der Ecke Odenwaldstraße und Stubenrauchstraße in Berlin-Friedenau.

Für das Geisterhaus in Friedenau ist die Finanzierung für eine Untersuchung und weitere Planung gesichert. / © Foto: Wikimedia Commons, Leonhard Lenz, CC0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Leonhard Lenz, CC0

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Seit mehr als 20 Jahren steht das ehemalige Jugendstilhaus „Flora“ an der Ecke Odenwaldstraße und Stubenrauchstraße in Berlin-Friedenau leer. Nun kommt Bewegung in das Verfahren: Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat die Finanzierung für die Untersuchung des Gebäudes und die Planung der notwendigen Sanierung gesichert.

  • Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
  • Adresse: Odenwaldstraße 1 / Stubenrauchstraße 69
  • Baujahr: um 1904/1905
  • Leerstand: seit über 20 Jahren
  • Status: Finanzierung für Begutachtung und Sanierungsplanung gesichert; Vorbereitung der Ersatzvornahme läuft, parallel wird weiterhin der Einsatz eines Treuhänders vorbereitet

Geisterhaus in Friedenau: Finanzierung für Begutachtung ist gesichert

Für das sogenannte Geisterhaus gab es bereits zu Jahresbeginn eine offizielle Anordnung des Bezirks. Die Eigentümerseite wurde darin aufgefordert, den Zustand des Gebäudes untersuchen zu lassen und eine Planung für die notwendigen Reparaturen vorzulegen. Die dafür gesetzte Frist bis Ende Mai 2026 verstrich jedoch, ohne dass die geforderten Unterlagen vorgelegt wurden. Deshalb kann der Bezirk nun selbst die nächsten Schritte vorbereiten.

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„Endlich ist der Knoten geplatzt! Wir können mit den ersten Schritten zur Instandsetzung loslegen“, verkündet Eva Majewski Sparacino, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Facility Management. Der Bezirk kann die erforderlichen Untersuchungen und Planungen nun im Rahmen einer sogenannten Ersatzvornahme selbst beauftragen. Die dafür benötigten zusätzlichen Mittel hat die Senatsverwaltung für Finanzen inzwischen freigegeben.

Leerstehendes historisches Eckhaus an der Odenwaldstraße und Stubenrauchstraße in Berlin-Friedenau.

Das Geisterhaus in Friedenau steht seit Jahrzehnten leer – nun soll sein Zustand genauer untersucht werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Leonhard Lenz, CC0

Odenwaldstraße/Stubenrauchstraße: Wie schlecht ist der Zustand des Hauses?

Zunächst soll ein Ingenieurbüro den Zustand des Gebäudes untersuchen. Dabei werden unter anderem die Standsicherheit und die Schäden am Haus geprüft. Auf dieser Grundlage soll anschließend festgelegt werden, welche Sanierungsarbeiten notwendig sind und welche Kosten dafür entstehen.

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Für die Untersuchung und die anschließende Planung rechnet der Bezirk mit mindestens 112.000 Euro. In dieser Summe sind das Gutachten, die ersten Planungen für die Sanierung und eine Berechnung der voraussichtlichen Baukosten enthalten.

Lost Place in Friedenau: Treuhänder weiterhin im Gespräch

Parallel arbeitet das Bezirksamt weiter an der möglichen Einsetzung eines Treuhänders. Dabei könnte eine städtische Wohnungsbaugesellschaft die Verantwortung für bestimmte Maßnahmen am Gebäude übernehmen. Das Modell wird auch bei anderen problematischen Immobilien in Berlin geprüft.

Wann die Sanierung des Geisterhauses tatsächlich beginnen kann, ist damit zwar noch offen. Für die Initiativen und Anwohnenden, die sich seit Jahren für den Erhalt der „Flora“ einsetzen, gibt es nun jedoch erstmals seit Langem konkrete Fortschritte im Verfahren.

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Odenwaldstraße 1 / Stubenrauchstraße 69

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Berliner Mieterverein e.V., FLORA retten – Leerstand beenden, Wohnraum schaffen!

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