In Johannisthal läuft die Beteiligung zum „Segelflieger Quartier“. Gesucht werden Ideen für Spielplätze, Grünflächen, Wege und Aufenthaltsorte.

In Johannisthal laufen erste vorbereitende Maßnahmen für das „Segelflieger Quartier“/ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Für das „Segelflieger Quartier“ in Johannisthal sammelt Berlin Ideen für neue öffentliche Freiräume. Die Beteiligung soll zeigen, welche Spiel-, Grün- und Aufenthaltsflächen die künftigen Nutzerinnen und Nutzer brauchen.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Projekt: „Segelflieger Quartier“
- Geplant: Zwei Spielplätze, eine Grünverbindung und eine Gemeinbedarfsfreifläche
- Online-Beteiligung: bis 26. Juni 2026, 23:59 Uhr
Im Norden des Wissenschafts- und Technologieparks Adlershof entsteht mit dem „Segelflieger Quartier“ eines der größeren neuen Stadtquartiere im Südosten Berlins. Das Gebiet liegt im Entwicklungsbereich Berlin-Johannisthal, westlich der S-Bahnhöfe Johannisthal und Adlershof und in Nähe zum Landschaftspark Johannisthal.

Eine Visualisierung zeigt das geplante Kiezzentrum im „Segelflieger Quartier“ in Adlershof mit öffentlichen Aufenthaltsflächen, Gastronomie, Einzelhandel und kulturellen Angeboten. / © Visualisierung: BAUWERT
1.800 Wohnungen im „Segelflieger Quartier“ geplant
Bis 2030 sollen im „Segelflieger Quartier“ rund 1.800 Wohnungen, Gewerbeflächen, soziale Infrastruktur, Kita-Angebote und ein neues Kiezzentrum entstehen. Die landeseigene degewo plant auf einem eigenen Baufeld 546 Wohnungen, darunter 440 geförderte Einheiten.
Das Areal hat eine besondere Geschichte: 1909 entstand hier der erste deutsche Motorflugplatz Johannisthal; später prägten Fabrikhallen des Flugzeugbaus und industrielle Nutzungen den Standort.
Beteiligung zum „Segelflieger Quartier“ bereitet Wettbewerb vor
Nun rückt die Gestaltung der öffentlichen Freiräume in den Fokus. Berlin bereitet dafür einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb vor. Vier Orte stehen im Mittelpunkt: ein Spielplatz im „Segelflieger Quartier“, eine Grünverbindung am Segelfliegerdamm, eine Freifläche für das geplante Kiezzentrum und ein weiterer Spielplatz „K21“ am nordöstlichen Rand des Landschaftsparks Johannisthal.
Diese Flächen sollen nicht isoliert entstehen, sondern als zusammenhängendes Freiraumsystem funktionieren. Sie sollen Wege ordnen, Treffpunkte schaffen, Spiel ermöglichen und das neue Quartier besser mit dem Landschaftspark verbinden.

In Johannisthal entsteht bis 2030 das „Segelflieger Quartier“ mit mehreren hundert Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Beteiligung beim „Segelflieger Quartier“: So macht man mit
Die Beteiligung fragt deshalb nach konkreten Alltagserwartungen. Welche Wege brauchen gute Orientierung? Wo sollen Kinder spielen? Welche Orte eignen sich für Jugendliche? Wo braucht es Schatten, Sitzgelegenheiten, robuste Materialien oder mehr Begrünung? Auch Hinweise zu Ruhe, Bewegung, Sicherheit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität sollen in die weitere Planung einfließen.
Beim Termin vor Ort – am 6. Juni 2026, 10 bis 14 Uhr, im Rathaus Johannisthal – können Besucherinnen und Besucher ihre Ideen einbringen, Orte auf einem Luftbild markieren und mit Fachleuten über Spiel, Aufenthalt, Begrünung, Wegeführung und Nutzung sprechen. Kinder und Jugendliche dürfen und sollen ausdrücklich mitmachen.

Banner am Bauzaun weisen auf das „Segelflieger Quartier“ in Johannisthal hin. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Online-Beteiligung zum „Segelflieger Quartier“ läuft bis Ende Juni
Parallel läuft auf mein.berlin.de eine Online-Umfrage. Sie ist bis zum 26. Juni 2026 um 23:59 Uhr aktiv. Dort können Bürgerinnen und Bürger beantworten, was ihnen für die künftigen Freiräume im „Segelflieger Quartier“ wichtig ist. Am Ende des Fragebogens gibt es Raum für eigene Kommentare. Die Beteiligung ersetzt nicht die fachliche Planung und auch nicht die Entscheidung der Jury. Sie soll aber die Aufgabenstellung für die Landschaftsarchitekturbüros schärfen.
Die Rahmenbedingungen stehen dabei teilweise fest. Lage und Größe der Flächen, Natur- und Denkmalschutz, technische Anforderungen, Pflege, Kosten und Zeitplan setzen Grenzen. Innerhalb dieses Rahmens können die Beiträge jedoch beeinflussen, welche Qualitäten die Planungsteams besonders beachten sollen.
In einer zweiten Beteiligungsphase sollen die eingereichten Wettbewerbsarbeiten vor der Jurysitzung öffentlich vorgestellt und kommentiert werden. Danach wählt die Jury den besten Entwurf aus. Anschließend folgt die weitere Planung bis zur späteren Umsetzung der Freianlagen im „Segelflieger Quartier“.
„Segelflieger Quartier“ (Johannisthal)
Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, mein.berlin.de, degewo
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