In Johannisthal hat der Bau des neuen Segelflieger Quartiers offiziell begonnen. Mit dem ersten Spatenstich startete die BAUWERT AG den Bau der beiden Wohnhäuser „Arthur“ und „Thekla“. Bis 2030 soll auf dem historischen Flugfeld ein neues Stadtquartier mit rund 1.800 Wohnungen und großen Gewerbeflächen entstehen.

Der dreigeschossige Neubau „Thekla“ wurde von gmp Architekten entworfen. Er zeigt eine klar gegliederte Fassade mit vorgelagerten Loggien. Zusammen mit der denkmalgeschützten Fliegervilla entsteht so ein markantes Ensemble im Herzen des Segelflieger Quartiers. Große Fensterflächen lassen viel Licht hinein, während helle Materialien eine offene und einladende Wirkung erzeugen. Moderne Architektur trifft hier auf historische Bausubstanz. / © Visualisierung: BAUWERT AG
© Visualisierungen: BAUWERT AG
Mit einem symbolischen Spatenstich ist in Johannisthal der offizielle Startschuss für das Segelflieger Quartier gefallen. Die BAUWERT AG beginnt damit den Bau der beiden ersten Wohngebäude „Arthur“ und „Thekla“. Auf dem rund 21 Hektar großen Areal, das bis 2030 entwickelt werden soll, entstehen insgesamt rund 1.800 Wohnungen. Ein Viertel davon wird gefördert, hinzu kommen eine Kita, ein Stadtteilzentrum und rund 153.000 Quadratmeter Gewerbefläche.
Das Quartier ist Teil einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, die in Kooperation zwischen Land Berlin, der WISTA.Plan GmbH, der degewo AG und der BAUWERT AG umgesetzt wird. Ziel ist es, Wohnen, Arbeiten und soziale Infrastruktur auf engem Raum miteinander zu verbinden und den südöstlichen Stadtraum nachhaltig zu stärken.
Segelflieger Quartier in Treptow-Köpenick: Politik betont Bedeutung für Wohnungsbau und Stadtentwicklung
An der Zeremonie nahmen neben dem Vorstand der BAUWERT AG auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler und Bezirksbürgermeister Oliver Igel teil. Wegner erklärte, das Projekt sei ein wichtiger Beitrag für den dringend benötigten Wohnungsbau in Berlin und zugleich ein Signal für moderne Stadtentwicklung.
Gaebler verwies darauf, dass im Südosten ein gemischtes Viertel mit Wohnungen, Arbeitsplätzen und sozialer Infrastruktur entstehe. Auch Bezirksbürgermeister Igel betonte die Chancen für den Bezirk, da mit dem Quartier nicht nur neue Wohnungen, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen würden.
Johannisthal: Unterschiedliche Architekturkonzepte prägen die ersten Wohngebäude
Die beiden ersten Gebäude setzen unterschiedliche architektonische Konzepte um. „Arthur“, entworfen von Stefan Forster Architekten, umfasst 146 Wohnungen und zeichnet sich durch Photovoltaik, Dachbegrünung und barrierefreie Zugänge aus.
„Thekla“, geplant von gmp Architekten, bietet 36 Wohnungen und bildet gemeinsam mit der denkmalgeschützten Fliegervilla ein markantes Ensemble. Beide Gebäude streben das DGNB-Zertifikat in Gold an, das hohe Nachhaltigkeitsstandards belegt.
Treptow-Köpenick: Aus Luftfahrtgeschichte entsteht ein neues Quartier der kurzen Wege
Das Segelflieger Quartier entsteht auf einem Areal mit bewegter Vergangenheit. Wo Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten motorisierten Flugzeuge starteten und später Kühlschränke produziert wurden, soll nun ein modernes Stadtquartier wachsen.
Projektpartner wie die degewo und die WISTA.Plan GmbH arbeiten mit der BAUWERT AG daran, den ehemaligen Industriestandort in ein neues Wohn- und Arbeitsumfeld zu transformieren. Vorgesehen ist ein Quartier der kurzen Wege, das Wohnen, Arbeiten, Nahversorgung und Freizeit verbindet.
Segelflieger Quartier Berlin: Fertigstellung bis 2030 geplant
Die ersten beiden Neubauten sollen bis Ende 2027 fertiggestellt werden. Bis 2030 soll das gesamte Quartier mit seinen Wohnungen, Grünflächen und Gewerbeeinheiten realisiert sein und Raum für rund 3.500 Menschen bieten.
Das Projekt gilt als eines der größten Bauvorhaben Berlins und wird die Entwicklung im Südosten der Stadt nachhaltig prägen. Ob es gelingt, die ambitionierten Ziele für bezahlbaren Wohnraum, soziale Vielfalt und nachhaltige Stadtentwicklung zu erfüllen, wird sich jedoch erst in den kommenden Jahren zeigen.

Erster symbolischer Spatenstich des Segelflieger Quartiers in Berlin. V.l.n.r.: Stefan Forster (Architekt Stefan Forster GmbH), Michael Staudinger (Vorstand BAUWERT AG), Reg. Bürgermeister Berlin Kai Wegner, Dr. Jürgen Leibfried (Gründer und Vorstand BAUWERT AG), Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler, Daniel J. Herrmann (Vorstand BAUWERT AG), Bezirksbürgermeister Oliver Igel, Hans Joachim Paap (Architekt und Partner gmp International GmbH) / © Foto: Harry Schnitger Fotografie / BAUWERT AG

Der fünfgeschossige Neubau „Arthur“ wurde von Stefan Forster Architekten entworfen. Er wirkt klar und modern. Die gegliederte Fassade mit Balkonen und Loggien macht das Gebäude offen und einladend. Außerdem lassen große Fenster viel Tageslicht in die Wohnungen. Begrünte Bereiche und Aufenthaltsflächen im Außenraum verstärken den wohnlichen Charakter des Ensembles./ © Visualisierung: BAUWERT AG
Quellen: BAUWERT AG, WISTA Management GmbH, degewo, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, WISTA.Plan GmbH, Berlin vis à vis, Bloomimages GmbH
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Die architektonische Qualität der gezeigten Entwürfe ist außergewöhnlich hoch. Auch erstaunt der Nutzungsmix. Es beweist wie einfach es wäre: Ein wenig Liebe beim Detail und lebendige Erdgeschosse, wenigstens an den Ecken. Hoffentlich entsteht hier insgesamt ein lebendiges, attraktives Quartier. Berlin hat es bitter nötig.