Im Frankfurter Europaviertel wächst mit dem Projekt „SEED“ ein neues Bürogebäude heran. Der Projektentwickler Strabag Real Estate setzt dabei auf flexible Flächenkonzepte und nachhaltige Technologien.
Ein Foto der Baustelle des Projekts "SEED" im Fankfurter Stadtteil Gallus. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

„Hier entstehen nachhaltige Büros direkt am Europagarten“, wirbt der Bauzaun für das Projekt „SEED“ im Frankfurter Stadtteil Gallus. Das Gebäude soll im ersten Quartal 2027 fertiggestellt werden, derzeit sind die Bauarbeiten in vollem Gange. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Das Bürogebäude „SEED“ entsteht auf dem ehemaligen Baufeld 44 in direkter Nachbarschaft zum FAZ-Tower. Der Projektentwickler Strabag Real Estate investiert rund 185 Millionen Euro in den Neubau, der sieben oberirdische Geschosse umfassen wird. Verantwortlich für den architektonischen Entwurf ist das Wiener Büro MHM Architects.

Strabag Real Estate schafft mit dem Projekt „SEED“ rund 18.000 Quadratmeter Bürofläche. Die flexibel aufteilbaren Einheiten reichen von 400 bis zu 3.200 Quadratmetern und richten sich an mittelgroße wie auch große Unternehmen. Jede Mieteinheit wird hochwertig ausgestattet und orientiert sich an modernen ökologischen Standards. Mit der Fertigstellung des Projekts ist im ersten Quartal 2027 zu rechnen.

Bürostandort Europaviertel: Rund die Hälfte der Flächen im „SEED“-Gebäude bereits vermietet

Das Konzept des Gebäudes folgt den Anforderungen neuer Arbeitsmodelle. Geplant sind Multi-Space-Bereiche, die freie Arbeitsplatzwahl, Teamarbeit und konzentriertes Arbeiten gleichermaßen ermöglichen. So soll eine Umgebung entstehen, die unterschiedliche Arbeitsformen unterstützt und auf den Wandel in den Bürokulturen reagiert.

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Auch die Vermarktung der Flächen schreitet voran. Nach Angaben von Strabag Real Estate sind zur Jahresmitte 2025 bereits rund 50 Prozent der Mietflächen vergeben. Die verbleibenden Einheiten werden weiterhin am Markt angeboten.

Geothermie und Photovoltaik im „SEED“: Nachhaltigkeit soll eine große Rolle spielen

Zentraler Bestandteil des Projekts ist das Thema Nachhaltigkeit. Das Gebäude wird mit Geothermie und Photovoltaik ausgestattet, um Wärme und Kälte unabhängig von fossilen Energien bereitzustellen. Ergänzend sorgt eine energieeffiziente Gebäudetechnik für die Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen.

Auch bei der Materialauswahl soll Nachhaltigkeit eine Rolle spielen, hierbei ist der Einsatz teils recycelter Baustoffe vorgesehen. Ziel ist es, ein Bürogebäude zu realisieren, das langfristig klimafreundliche Maßstäbe setzt.

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Bürogebäude „SEED“ in Frankfurt: Umfangreiche Begrünung geplant

Zum ökologischen Gesamtkonzept gehört die Begrünung von Innenhof, Balkonen und Terrassen. Ergänzend sind bepflanzte Wandflächen vorgesehen, die den städtischen Überhitzungseffekt abmildern sollen. Ein spezielles Regenwassermanagement mit Retentionsflächen und Schwamm-Beeten soll zusätzlich für eine lokale Kühlwirkung sorgen.

Wie stark diese Maßnahmen das Mikroklima tatsächlich beeinflussen können, bleibt abzuwarten. Erste Visualisierungen zeigen bislang lediglich einzelne begrünte Bereiche. Ob das Gebäude spürbar zur Verbesserung der Umgebung beiträgt, wird sich erst im Betrieb zeigen.

Projekt „SEED“: Sichtbarer Baufortschritt am Europagarten

Der Baufortschritt ist inzwischen deutlich sichtbar, das Projekt „SEED“ befindet sich mitten im Rohbau. Die ersten Strukturen des Gebäudes sind klar erkennbar, vor allem im Bereich des Untergeschosses. Betonteile und Stützen lassen die künftige Dimension des Projekts sichtbar werden. Auch die logistische Infrastruktur auf der Baustelle ist vollständig eingerichtet, vor Ort trifft man auf Baukräne, Materiallager, Container und gesicherte Zufahrten.

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Mit dem „SEED“ wird einer der letzten freien Standorte im Europaviertel bebaut. Die architektonische Qualität des Europaviertels ist allerdings seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. Kritiker bemängeln eine Atmosphäre der Uniformität und städtebaulichen Kälte. Ob das Projekt „SEED“ diesen Eindruck weiter verstärkt oder einen Kontrast setzt, bleibt Ansichtssache. Eine abschließende Einschätzung ist ohnehin erst nach der Fertigstellung möglich.

Ein Foto der Baustelle "SEED" im Frankfurter Gallus-Viertel. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

Bagger, Kräne, Baucountainer: Das lässt sich aktuell auf dem Baufeld nordöstlich des Europagartens finden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Ein Foto der Baustelle "SEED" im Frankfurter Gallus-Viertel. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

„Your space for growth“ lautet der Werbeslogan des Projekts „SEED“. Ob die üppig begrünten Fassaden später tatsächlich so aussehen wird sich zeigen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Ein Foto der Baustelle "SEED" im Frankfurter Gallus-Viertel. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

„SEED“ wirbt mit hohen Nachhaltigkeitsstandards. Neben der Ausstattung mit Geothermie und Photovoltaik sollen durch den Einbau einer energieeffizienten Gebäudetechnik CO₂-Emissionen reduziert werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Skyline Atlas, SEED, Strabag, Wikipedia

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