Mit dem Learning Center erhält die Science City Hamburg Bahrenfeld einen weiteren zentralen Baustein. Der nun entschiedene Architekturwettbewerb setzt auf die Umnutzung bestehender Gebäude und schafft einen neuen Treffpunkt für Studierende, Forschung und Lehre.
Albert-Einstein-Ring 17–21
© Titelbild: Schmidt Hammer Lassen Architects K/S, Kopenhagen (DK) mit DFZ Architekten GmbH, Hamburg
Die Science City Hamburg Bahrenfeld wächst Schritt für Schritt weiter. Nach der Entscheidung über das künftige Hörsaalzentrum im vergangenen Herbst steht nun auch der Sieger des Architekturwettbewerbs für das geplante Learning Center fest. Das neue Gebäude soll künftig den Mittelpunkt des studentischen Lebens auf dem Campus bilden und gleichzeitig eine wichtige Verbindung zwischen den bestehenden Einrichtungen der Universität Hamburg und den neu entstehenden Quartieren schaffen.
Aus einem zweistufigen Wettbewerb, an dem acht internationale Planungsteams teilnahmen, ging das Büro Schmidt Hammer Lassen Architects aus Kopenhagen gemeinsam mit der Hamburger DFZ-Architekten GmbH als Gewinner hervor. Ausschreiber des Verfahrens war der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). Das Preisgericht lobte insbesondere die klare räumliche Konzeption sowie den sensiblen Umgang mit dem vorhandenen Gebäudebestand.
Learning Center entsteht durch Umbau bestehender Gebäude
Im Gegensatz zu einem klassischen Neubau setzt das Projekt auf die Weiterentwicklung der Bestandsgebäude am Albert-Einstein-Ring 17 bis 21. Aus dem bisherigen Gebäudekomplex soll ein moderner Lern- und Aufenthaltsort entstehen, der unterschiedliche Funktionen unter einem Dach bündelt. Geplant sind zentrale Lern- und Lehrflächen, Angebote zur Informationsversorgung sowie verschiedene Serviceeinrichtungen für Studierende.
Das Learning Center ist für rund 5.500 Studierende der Universität Hamburg vorgesehen, die künftig in der Science City Hamburg Bahrenfeld studieren werden. Gemeinsam mit dem bereits vorgestellten Hörsaalzentrum soll es die beiden künftigen Campusbereiche westlich und östlich des Geländes miteinander verbinden. Damit entsteht eine zentrale Achse zwischen dem Forschungszentrum DESY, den bestehenden Universitätseinrichtungen und den neuen Entwicklungsflächen der Science City.

Das geplante Hörsaalzentrum bildet gemeinsam mit dem Learning Center einen zentralen Baustein des neuen Universitätscampus in der Science City Hamburg Bahrenfeld. / © Visualisierung: Büro Luchterhandt & Partner
Science City Bahrenfeld: Nachhaltige Transformation als Leitgedanke
Ein wesentlicher Aspekt des Siegerentwurfs ist die konsequente Nutzung der vorhandenen Bausubstanz. Statt eines vollständigen Neubaus wird der Gebäudekomplex umfassend umgebaut und weiterentwickelt. Dieser Ansatz spielte auch für das Preisgericht eine wichtige Rolle, das den Entwurf für seine hohe räumliche Qualität und den behutsamen Umgang mit dem Bestand auszeichnete.
Auch aus Sicht der Stadtentwicklung gilt das Projekt als Beispiel für den Wandel im Umgang mit bestehenden Gebäuden. Die Umnutzung vorhandener Strukturen soll Ressourcen schonen und gleichzeitig den Anforderungen eines modernen Hochschulstandorts gerecht werden. Das Learning Center wird dabei nicht nur als universitärer Lernort verstanden, sondern auch als Bindeglied zwischen Campus und künftigem Stadtquartier.
Weiterer Baustein für die Science City Hamburg Bahrenfeld
Bereits im vergangenen Jahr war der Architekturwettbewerb für das neue Hörsaalzentrum entschieden worden. Mit der Auswahl des Entwurfs für das Learning Center nimmt die bauliche Entwicklung der Science City nun den nächsten wichtigen Schritt. Auch mit dem Forschungsneubau „Hamburg Fundamental Interactions Laboratory“ (HAFUN) entsteht ein weiterer zentraler Baustein des Wissenschaftsstandorts.
Die Science City Hamburg Bahrenfeld zählt zu den größten Stadtentwicklungsprojekten der Hansestadt. Bis in die 2040er Jahre entsteht auf rund 125 Hektar ein Wissenschafts- und Innovationsstandort, an dem Einrichtungen wie DESY, European XFEL, die Universität Hamburg sowie Institute der Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft zusammenkommen. Ergänzt wird das Quartier durch neue Wohngebiete, Flächen für Unternehmen sowie öffentliche Infrastruktur und soll Forschung, Wohnen und Arbeiten künftig eng miteinander verbinden.

Das Forschungsgebäude HAFUN soll künftig rund 200 Forschenden des Exzellenzclusters Quantum Universe moderne Labor- und Arbeitsflächen bieten und die Spitzenforschung in der Science City Hamburg Bahrenfeld stärken. / © Visualisierung: Sprinkenhof GmbH, C.F. Møller Architects
Quellen: Pressestelle der Finanzbehörde Hamburg, C.F. Møller Architects, Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hamburg, Science City Bahrenfeld, Universität Hamburg, Institut für Experimentalphysik, Sprinkenhof GmbH
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