Das Schwimmbad St. Pauli in Hamburg wird umfassend modernisiert und erweitert. Mit einem Investitionsvolumen von rund 14,4 Millionen Euro entsteht ein energetisch erneuerter Standort mit zusätzlicher Trainingshalle und erweitertem Fokus auf Schwimmausbildung.

Die Neugestaltung des Schwimmbads St. Pauli umfasst eine umfassende energetische Sanierung des Bestands sowie den Bau einer zusätzlichen Trainingshalle, um die Kapazitäten für Schul-, Vereins- und Kursbetrieb deutlich zu erweitern. / © Visualisierung BS2 Architekten
© Visualisierung Titelbild: BS2 Architekten
In Hamburg-St. Pauli hat die umfassende Modernisierung des gleichnamigen Schwimmbads begonnen. Das von Bäderland Hamburg betriebene Bad wird für rund 14,4 Millionen Euro grundlegend erneuert und erweitert. Ziel ist es, die Sportinfrastruktur im Stadtteil zu stärken und zugleich die energetische Bilanz des Standorts deutlich zu verbessern.
Der Betrieb wurde am 1. Februar eingestellt, die Angebote sind seither auf umliegende Bäder verteilt worden. Die Bauzeit ist auf mehrere Jahre angelegt, eine Wiedereröffnung ist für die zweite Jahreshälfte 2028 vorgesehen.
Bauarbeiten bis 2028: Erweiterung für Schwimmausbildung und Vereinssport
Kern des Projekts ist neben der Sanierung des Bestandsgebäudes der Bau einer zusätzlichen Trainingsschwimmhalle. Die rund 100 Quadratmeter große Halle soll vor allem dem Schul- und Vereinsschwimmen sowie Kursangeboten dienen. Ein variabler Hubboden ermöglicht flexible Wasserstände und damit unterschiedliche Nutzungen.
Die Maßnahme soll auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Wasserzeiten in der Hansestadt reagieren. Bereits vor Beginn der Bauarbeiten war das Bad zunehmend auf Kurse und Trainingsbetrieb ausgerichtet worden, während öffentliche Schwimmzeiten reduziert wurden.

Die Erweiterung soll der anhaltend hohen Nachfrage nach Schwimmzeiten für Schulen, Kurse und Vereine in Hamburg gerecht werden. / © Foto depositphotos.com
Energieeffizienz und klimaneutrale Perspektive: Das ist geplant
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der energetischen Modernisierung. Die technische Gebäudeausrüstung wird vollständig erneuert, darunter Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung sowie die Umstellung von Gas auf Fernwärme. Ergänzt wird dies durch LED-Beleuchtung und eine Photovoltaikanlage. Insgesamt soll der Energieverbrauch um etwa 20 bis 25 Prozent sinken.
Langfristig ist ein klimaneutraler Betrieb des Standorts vorgesehen. Auch der Erhalt der Bausubstanz spielt dabei eine Rolle, da er sogenannte graue Energie einspart.
Schwimmbad St. Pauli: Nachhaltigkeit im Stadtraum und politische Einordnung
Zusätzlich sind Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünung sowie der Einsatz von Recyclingbeton und Holz geplant. Auch die Barrierefreiheit wird verbessert, insbesondere im Bereich der Zuwegung.
Hamburgs Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft Katharina Fegebank betonte die Bedeutung des Projekts für die Klimaziele der Stadt. Finanzsenator Dr. Andreas Dressel verwies zugleich auf die laufenden Investitionen in die Sportinfrastruktur. Bäderland-Geschäftsführerin Susan Zetzmann sieht in der Modernisierung eine Verbindung aus Sportförderung und nachhaltigem Bauen. Auch Kooperationen mit Umweltinitiativen wie dem NABU Hamburg sind Teil der Standortentwicklung.
Bäderland Hamburg
Quellen: Bäderland Hamburg, Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), Behörde für Finanzen und Bezirke, NDR
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