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Auf dem ehemaligen Flughafen Tegel in Berlin-Reinickendorf wächst mit dem Schumacher Quartier ein völlig neues Stadtviertel für über 10.000 Menschen. Der Senat hat nun das Planungsrecht für einen Bildungscampus geschaffen, der Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen vereinen soll. Auch eine neue Hauptverkehrsstraße für das Quartier ist in Planung.

Berlin-Reinickendorf bereitet sich auf eines der größten Wohnungsbauprojekte der Stadt vor. Mit dem Schumacher Quartier entsteht in den kommenden Jahren ein Quartier, das Wohnen, Bildung, Freizeit und Grünflächen miteinander verbinden soll. Nun wurde Planungsrecht für die Bildungsinfrastruktur geschaffen. / © Visualisierung: Tegel Projekt GmbH

© Visualisierungen: Tegel Projekt GmbH

 

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Das Schumacher Quartier ist eines von drei Baufeldern, die auf dem einstigen Flughafengelände entwickelt werden sollen. Neben dem geplanten Wohnquartier wird mit der “Urban Tech Republic” ein Forschungs- und Industriepark entwickelt. Zudem soll ein großer Landschaftspark entstehen.

Am westlichen Rand des Kurt-Schumacher-Platzes soll nach Plänen des Berliner Senats ein völlig neues Wohnviertel entstehen. Auf dem östlichen Teil des ehemaligen Rollfelds des Flughafens (und darüber hinaus) plant die Tegel Projekt GmbH über 5.000 Wohnungen für mehr als 10.000 Menschen. Auch die dazugehörigen Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Sportanlagen und Einkaufsmöglichkeiten sollen geschaffen werden.

Tegel: Bebauungsplan für Bildungscampus im Schumacher Quartier beschlossen

Für die geplanten Bildungseinrichtungen hat der Berliner Senat nun die formellen Voraussetzungen geschaffen. So wurde in einer gestrigen Sitzung der entsprechende Bebauungsplanentwurf 12-62e beschlossen, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in einer offiziellen Mitteilung verkündet hat.

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Der Bebauungsplan schafft das Planungsrecht für eine Teilfläche im östlichen Abschnitt des neuen Schumacher Quartiers auf dem ehemaligen Flughafengelände Tegel. Da das Quartier nach der vollständigen Fertigstellung einmal über 10.000 Menschen beherbergen und damit einen erheblichen Bedarf an sozialer Infrastruktur auslösen soll, müssen die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden.

Planungen für eine Grundschule, eine Integrierte Sekundarschule sowie eine Kita auf ehemaligem Flugfeld

Da die bestehenden Einrichtungen im Umfeld nicht ausreichen, sieht der Bebauungsplan die Entwicklung eines Bildungscampus vor. Auf rund 3,4 Hektar Fläche sollen eine Grundschule mit Hort, eine Integrierte Sekundarschule, eine Kita sowie eine Jugendfreizeiteinrichtung entstehen. Auch Sportanlagen sind eingeplant. Weitere Kitas sollen zusätzlich in den einzelnen Wohnblöcken folgen.

Neben den Bildungseinrichtungen wird der Bebauungsplan auch eine öffentliche Parkanlage sowie Flächen für die Erschließung sichern, wie es heißt. Sie sind Teil des Grünflächenkonzepts und des autoarmen Mobilitätsansatzes des Quartiers.

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Reinickendorf: Bildungscampus soll über eine neue Hauptverkehrsstraße an übrige Quartiere angeschlossen werden

Die Anbindung an die umliegenden Reinickendorfer Wohngebiete erfolgt über eine neue geplante Hauptverkehrsstraße, die an die Meteorstraße anschließen soll. Ihre rechtliche Grundlage wird derzeit im parallel laufenden Verfahren für den Bebauungsplan 12-62c geschaffen.

Für die ersten fünf Wohnbaufelder mit mehr als 800 Wohnungen im Süden des Areals wurde bereits 2024 Planungsrecht erteilt. Unter anderem plant die GESOBAU hier den Bau von 330 landeseigenen Mietwohnungen. Ausschreibungen für die Bauleistungen sind nach Senatsangaben angelaufen, der erste Spatenstich ist für den Spätsommer 2026 vorgesehen.

Bausenator Christian Gaebler (SPD) erklärte, das Schumacher Quartier nehme zunehmend Gestalt an. Ab 2026 würden die ersten Tief- und Hochbaumaßnahmen starten. Er betonte, das Quartier solle nach einem integrierten Ansatz entwickelt werden: Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Erholung, Nahversorgung und Bildung würden zusammengedacht und ein lebendiges neues Stadtviertel schaffen.

© Visualisierung: Tegel Projekt GmbH

© Visualisierung: Tegel Projekt GmbH

Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Tegel Projekt GmbH, GESOBAU

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One Comment

  1. a.tirpitz 20. August 2025 at 19:07 - Reply

    Für die verkrauteten Fassaden der Renderings wird keiner Geld zur Unterhaltung später ausgeben wollen und können.

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