Auf der Elisabeth-Aue in Berlin-Blankenfelde soll ein neues Stadtquartier mit rund 5.000 Wohnungen entstehen. Mit dem Wohnungsbau verknüpft das Land die Planung neuer Schulstandorte. Während die Integrierte Sekundarschule im ersten Bauabschnitt konkret vorbereitet wird, steht die Ausgestaltung der Grundschule noch am Anfang.

Einer der Entwürfe für die Elisabeth-Aue: Die Konzepte folgten ähnlichen Grundzügen mit rund 5.000 Wohnungen ohne Hochpunkte, niedriger Bebauung an den Rändern, höherer Dichte im Inneren sowie Freiräumen, Schwammstadt-Prinzip und autoarmem Verkehrskonzept. / © Entwurf: Hosoya Schaefer Architects AG, Agence Ter.de GmbH Landschaftsarchitekten
© Titelbild: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Dirk Laubner
Im Norden des Bezirks Pankow plant das Land Berlin auf einer rund 73 Hektar großen Fläche das neue Stadtquartier Elisabeth-Aue. Die bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche soll schrittweise entwickelt werden. Vorgesehen sind etwa 5.000 Wohnungen sowie ergänzende Nutzungen wie Einzelhandel, Dienstleistungen und soziale Einrichtungen. Von Beginn an berücksichtigt die Planung auch den Bedarf an Schulen, denn mit dem erwarteten Zuzug wächst der Druck auf die bestehende Infrastruktur.
Im Bebauungsplan schafft die Senatsverwaltung die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das erste Teilprojekt. Dort entstehen rund 830 Wohnungen sowie öffentliche Grün- und Straßenflächen. Gleichzeitig sichert der Bebauungsplan Flächen für eine weiterführende Schule mit Sportanlagen. Damit koppelt die Stadtentwicklung den Wohnungsbau frühzeitig an die Bildungsplanung.
Geplante Integrierte Sekundarschule in Pankow: 625 Plätze und Bau ab 2027 vorgesehen
Im Mittelpunkt steht eine Integrierte Sekundarschule mit 625 Plätzen. Der Bebauungsplan setzt für diesen Standort eine Gemeinbedarfsfläche fest und verankert ihn verbindlich. So schafft das Land die Grundlage, damit die Schule parallel zur Quartiersentwicklung entstehen kann.
Die Planer wollen das Gebäude in Holz-Compartment-Bauweise errichten. Diese Bauweise ermöglicht eine serielle Umsetzung und soll zugleich ökologische Ziele unterstützen. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen laufen die Planungen bereits. Der Baubeginn ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Damit erhält der Oberschulstandort einen klaren zeitlichen Rahmen.
Grundschulstandort in der Elisabeth-Aue: Vertiefte Prüfung im nächsten Planungsschritt
Neben der Sekundarschule sieht das Konzept auch einen Grundschulstandort vor. Dessen konkrete Lage und bauliche Ausgestaltung hängen jedoch vom ausgewählten städtebaulichen Entwurf ab. Sobald ein bevorzugtes Konzept feststeht, untersuchen die Verantwortlichen den Standort im Rahmen- und Masterplan vertieft.
Der Senat prüft zudem, ob statt einer klassischen Grundschule eine Gemeinschaftsschule entstehen könnte. Aussagen zu Baubeginn oder Eröffnung sind derzeit noch nicht möglich. Damit bleibt offen, in welchem zeitlichen Abstand zur Sekundarschule zusätzliche Grundschulplätze bereitstehen werden.
Beteiligungsverfahren und weitere Planungsschritte für das Quartier: Werkstattprozess begleitet das Projekt
Parallel zur formalen Bauleitplanung führte die Senatsverwaltung ein kooperatives Werkstattverfahren durch. Eine offene Werkstatt informierte über die Entwürfe und nahm Hinweise aus der Öffentlichkeit auf. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr öffentlich vorgestellt werden.
Für die weitere Entwicklung erarbeitet die Verwaltung auf Grundlage des ausgewählten Entwurfs ein Mobilitätskonzept, das voraussichtlich Mitte 2027 vorliegt. Gleichzeitig integriert eine funktionale Masterplanung die soziale, verkehrliche und technische Infrastruktur in das Gesamtprojekt. Ob Schulbau und Wohnungsbau zeitlich abgestimmt voranschreiten, wird damit zu einer zentralen Frage für die Akzeptanz des neuen Quartiers.
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Abgeordnetenhaus Berlin
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