In Eberswalde-Finow entsteht der größte Schulneubau des Landkreises Barnim. Mit dem Schulcampus sollen rund 1.200 Schülerinnen und Schüler eine moderne Bildungsumgebung erhalten. Der Campus verbindet Oberschule, Gymnasium und Volkshochschule und setzt zugleich städtebauliche Akzente für den Stadtteil.

Am Montag, den 8. September, wurde der Auftrag für den Neubau des Schulcampus Eberswalde-Finow öffentlich bekanntgegeben. Bei der Vertragsunterzeichnung waren unter anderem Bürgermeister Götz Herrmann, Landrat Daniel Kurth, Goldbeck-Niederlassungsleiter Thomas Kolley sowie die Schulleiterin und der Schulleiter anwesend. / © Fotos: Sven Darmer
© Fotos: Sven Darmer
Der Landkreis Barnim hat den Auftrag für den Neubau des Schulcampus Eberswalde-Finow an das Bauunternehmen Goldbeck vergeben. In einem europaweiten Verfahren setzte sich das Unternehmen mit seinem Entwurf durch. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Kreistages, der Stadt Eberswalde und des beauftragten Büros wurde die Vergabe am 8. September 2025 offiziell bekannt gegeben. Landrat Daniel Kurth sprach von einem wichtigen Meilenstein, der das Bildungs- und Stadtentwicklungsprojekt auf den Weg bringe.
Bürgermeister Götz Herrmann erklärte, dass aus dem ehemaligen Finanz- und Arbeitsamt ein moderner Bildungsstandort entstehe. Er betonte, der Campus stehe sinnbildlich für den Wandel Eberswaldes und werde Verbindung zwischen Menschen, Generationen und Ortsteilen schaffen. Auch Goldbeck-Niederlassungsleiter Thomas Kolley hob die Bedeutung des Projekts hervor. Er verwies auf die systematisierte Bauweise, die eine Umsetzung in hoher Qualität und vergleichsweise kurzer Zeit ermögliche.
Neuer Schulcampus in Eberswalde-Finow vereint Oberschule, Gymnasium und Volkshochschule
Der neue Campus entsteht auf einem 49.000 Quadratmeter großen Grundstück im Stadtteil Finow. Vorgesehen sind rund 15.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, darunter 13.600 Quadratmeter für Oberschule, Berufliches Gymnasium und Kreisvolkshochschule. Ergänzt wird das Angebot durch eine Dreifeldsporthalle, eine Aula mit 200 Plätzen, eine moderne Mensa und großzügige Außenanlagen.
Die Oberschule Eberswalde, die derzeit in einem modularen Interimsbau untergebracht ist, wird in den neuen Campus umziehen. Auch das Gymnasium Finow und die Volkshochschule erhalten dort zusätzliche Räume. Damit sollen steigende Schülerzahlen aufgefangen und andere Standorte entlastet werden.
Schulbauoffensive im Barnim: Campus Eberswalde-Finow als Teil einer langfristigen Bildungsstrategie
Der Neubau ist Teil der Bildungsstrategie des Landkreises Barnim, der in den vergangenen Jahren bereits massiv in Schulbauten investiert hat. Neue Projekte in Wandlitz und Bernau ergänzen das Vorhaben in Eberswalde. Ziel ist es, steigenden Bedarfen gerecht zu werden und qualitativ hochwertige Lernorte zu schaffen.
Landrat Kurth stellte klar, dass der Schulcampus weit mehr sei als ein Bauvorhaben. Vielmehr handele es sich um eine Investition in die Zukunft des Landkreises, die den Bildungsstandort Barnim langfristig stärken werde.
Nachhaltiger Schulcampus in Eberswalde-Finow setzt städtebauliche Impulse mit begrünten Dächern und Photovoltaikanlagen
Mit dem Abriss der alten Verwaltungsgebäude an der Eberswalder Straße beginnt eine grundlegende Neugestaltung des Quartiers. Der neue Campus soll nicht nur funktional, sondern auch architektonisch überzeugen. Geplant sind begrünte Dächer, Regenwasserrückhalt und Photovoltaikanlagen. Diese Maßnahmen sollen das Mikroklima verbessern und erneuerbare Energie bereitstellen.
Bürgermeister Herrmann sprach von einem Projekt mit Signalwirkung für die gesamte Stadtentwicklung. Der Campus sei ein sichtbares Beispiel dafür, wie brachliegende Flächen in moderne, nachhaltige und gemeinschaftlich genutzte Orte verwandelt werden könnten.
Baustart 2026: Schulcampus Eberswalde-Finow soll bis 2028 fertiggestellt werden
Der offizielle Baustart ist für Mitte 2026 vorgesehen. Nach aktuellem Planungsstand soll die Fertigstellung 2028 gefeiert werden. Goldbeck kündigte an, die systematisierte Bauweise erlaube eine Umsetzung innerhalb von zwei Jahren nach Beginn der Bauarbeiten.
Damit setzt der Landkreis Barnim ein deutliches Zeichen: Mit dem Schulcampus Eberswalde-Finow entsteht nicht nur der größte Neubau seiner Art in der Region, sondern auch ein Projekt, das Bildung, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung verbindet.
Quellen: Goldbeck
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