Die Sanierung der Grundschule am Weißen See verzögert sich erneut. Trotz Fortschritten bleibt der Termin für die Fertigstellung offen. Für Schüler, Eltern und Verwaltung bleibt die Lage angespannt.

© Titelbild: Wikimedia Commons, Bärbel Miemietz, CC BY 4.0

 

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Die Sanierung der Grundschule am Weißen See in Berlin-Pankow steht kurz vor dem Abschluss. Nach Angaben des Bezirksamts sind rund 98 Prozent der Bauleistungen erbracht. Dennoch bleibt ein verbindlicher Fertigstellungstermin weiterhin offen. Das Projekt verzögert sich erneut, eine Fertigstellung im laufenden Schuljahr ist ausgeschlossen.

  • Bezirk: Berlin-Pankow
  • Adresse: Amalienstraße (Weißensee)
  • Kosten: nicht abschließend beziffert
  • Baubeginn: 2018
  • Geplante Fertigstellung: Sommerferien 2026

Das denkmalgeschützte Schulgebäude in der Amalienstraße wird bereits seit 2018 saniert. Ursprünglich war eine Wiedereröffnung für 2021 vorgesehen. Dieser Termin konnte nicht gehalten werden, seither verschiebt sich der Zeitplan wiederholt. Auch eine Nutzung im laufenden Schuljahr ist inzwischen ausgeschlossen.

Deutlicher Baufortschritt an Grundschule am Weißen See – zentrales Problem gelöst

In den vergangenen Wochen wurden wesentliche Fortschritte erzielt. Ein zentrales technisches Problem, das den Bau verzögert hatte, gilt inzwischen als behoben: Die Ursache für eine Undichtigkeit im Bereich der Dachabdichtung und Regenentwässerung wurde identifiziert und fachgerecht beseitigt.

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Zudem ist die Finanzierung der noch ausstehenden Arbeiten gesichert. Die erforderliche zweite Ergänzungsunterlage wurde freigegeben, womit die haushalterische Grundlage vorliegt.

Das Gebäude der Grundschule am Weißen See in Pankow.

Seit Jahren wird die Grundschule am Weißen See in Pankow saniert. Jetzt soll sie auf der Zielgeraden sein. / © Foto: Wikimedia Commons, A.Savin, CC BY-SA 3.0

Verwaltungsverfahren bremsen bei Sanierung der Grundschule am Weißen See

Trotz des fortgeschrittenen Bauzustands verzögert sich die Fertigstellung weiterhin. Grund ist eine sogenannte baufachliche Sperre. Konkret bedeutet das: Nachtragsleistungen für einzelne Gewerke müssen jeweils separat bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen eingereicht und genehmigt werden. Erst danach können diese Arbeiten beauftragt werden.

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Dieses Verfahren verlangsamt die Schlussphase erheblich, da mehrere Einzelschritte nacheinander abgearbeitet werden müssen. Zusätzlich sind neue Anforderungen des zuständigen Schornsteinfegers umzusetzen. Auch diese führen zu weiteren Anpassungen im Bauablauf.

Fertigstellung der Grundschule am Weißen See in den Sommerferien 2026

Vor diesem Hintergrund nennt das Bezirksamt weiterhin keinen belastbaren Termin. Intern wird jedoch davon ausgegangen, dass die Fertigstellung spätestens in den Sommerferien 2026 erreicht werden kann.

Eine frühere Übergabe ist derzeit nicht absehbar. Auch eine Teilinbetriebnahme bleibt ausgeschlossen, da sicherheitsrelevante Anforderungen eine vollständige Fertigstellung voraussetzen.

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Grundschule am Weißen See: Langjährige Verzögerungen mit vielfältigen Ursachen

Die wiederholten Verzögerungen haben mehrere Gründe. Neben den aktuellen Abstimmungsprozessen wirkten sich in den vergangenen Jahren vor allem strukturelle Probleme aus. Dazu zählen komplexe Denkmalschutzauflagen, finanzielle Schwierigkeiten bei Bauunternehmen, Kündigungen von Verträgen und anschließende Neuausschreibungen, Materialengpässe bei zentralen Bauteilen, Personalmangel auf den Baustellen sowie Vandalismusschäden. Diese Faktoren haben den Bauablauf immer wieder unterbrochen oder verlangsamt.

Schulalltag in Pankow: Belastung für Schüler und Eltern bleibt hoch

Die Auswirkungen sind im Schulalltag deutlich spürbar. Rund 630 Kinder werden weiterhin in einem Ausweichstandort unterrichtet. Das Gebäude gilt als nur eingeschränkt geeignet, Teile dürfen aus Brandschutzgründen nicht genutzt werden.

Die ursprünglich als Übergang gedachte Lösung entwickelt sich damit zu einer langfristigen Belastung für die Schulgemeinschaft.

Projekt mit Signalwirkung für den Berliner Schulbau

Der Fall steht exemplarisch für die strukturellen Herausforderungen im Berliner Schulbau. Steigende Schülerzahlen treffen auf komplexe Bauverfahren, langwierige Genehmigungsprozesse und begrenzte Ressourcen.

Der zuständige Bezirksstadtrat Jörn Pasternack betont, man befinde sich zumindest bei der Grundschule am Weißen See nun aber „klar auf der Zielgeraden“. Ziel bleibe ein funktionales und dauerhaft sicheres Schulgebäude. Ob dieses Ziel wie geplant bis zum Sommer 2026 erreicht wird, hängt nun vor allem von der Geschwindigkeit der weiteren Genehmigungen ab.

Grundschule am Weißen See (Pankow)

Quellen: Tagesspiegel, Bezirksamt Pankow

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2 Kommentare

  1. a.t. 23. April 2026 at 14:06 - Reply

    Eure Stichpunktfakten nach den einleitenen Sätzen sind echt gut!

  2. KatMei 23. April 2026 at 18:53 - Reply

    Man sollte den Denkmalschutz aus so speziellen Gebäuden entfernen oder auf die weitgehende Erhaltung der Optik beschränken. Was muss der Denkmalschutz noch alles kaputtmachen bevor dieser Sinnlosigkeit Einhalt geboten wird?

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