Das Fahrradparkhaus in Schöneweide hat die Auszeichnung „Berliner Klimaschutzpartner des Jahres 2026“ erhalten. Am Bahnhof entstehen bis 2027 rund 1.100 Stellplätze.

Als Modell für zukünftige Fahrradabstellanlagen unterstützt das Fahrradparkhaus Schöneweide Berlin auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dafür gab es die Auszeichnung „Berliner Klima­schutz­partner des Jahres 2026“.

Als Modell für zukünftige Fahrradabstellanlagen unterstützt das Fahrradparkhaus Schöneweide Berlin auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dafür gab es die Auszeichnung „Berliner Klima­schutz­partner des Jahres 2026“. / © Foto: GB infraVelo GmbH

© Titelbild: xoio und Leitplan im Auftrag von infraVelo

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Am Bahnhof Schöneweide entsteht Berlins erstes öffentliches Fahrradparkhaus. Das Projekt von infraVelo hat die Auszeichnung „Berliner Klimaschutzpartner des Jahres 2026“ in der Kategorie „Projekte öffentlicher Einrichtungen“ erhalten. Die Jury würdigte das Fahrradparkhaus als Beispiel für klimaschonende Infrastruktur, ressourcensparendes Bauen und die Verbindung von Fahrrad, Bahn und öffentlichem Nahverkehr.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Adresse: Michael-Brückner-Straße / Ecksteinweg
  • Bauherr: GB infraVelo GmbH
  • Stellplätze: rund 1.100
  • Kosten: rund 5,45 Millionen Euro
  • Fertigstellung: 2027

Am Bahnhof Schöneweide laufen seit Frühjahr 2026 die Bauarbeiten. Auf dem Vorplatz entsteht ein zweigeschossiges Fahrradparkhaus, zusätzlich baut infraVelo am Ecksteinweg eine überdachte Abstellanlage. Beide Anlagen sollen zusammen rund 1.100 Stellplätze bieten. Rund 800 Plätze entstehen im Parkhaus, etwa 300 weitere am Ecksteinweg. Während der Bauphase bleiben der Durchgang zum Sterndamm sowie bestehende Fahrradständer und die gesicherte Abstellanlage nutzbar.

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Im Vordergrund stehen viele Fahrräder, während im Hintergrund die Baustelle für das Fahrrad-Parkhaus am Bahnhof Schöneweide abgesperrt ist.

Zahlreiche Fahrräder stehen vor der abgesperrten Baustelle, auf der das Fahrradparkhaus am Bahnhof Schöneweide entsteht. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Fahrradparkhaus Schöneweide verbindet Rad und Bahn

Der Bahnhof Schöneweide zählt zu den wichtigen Verkehrsknoten im Südosten Berlins. Täglich steigen dort mehr als 48.000 Fahrgäste um. S-Bahn, Regionalbahn, Straßenbahn und Buslinien treffen dort zusammen. Das Fahrradparkhaus soll den Wechsel zwischen Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr erleichtern und sichere Abstellmöglichkeiten schaffen.

Ein Teil der Stellplätze wird gesichert angeboten. infraVelo nennt bis zu 350 gesicherte Stellplätze. Die Nutzung erfolgt über das System „ParkYourBike“, ein Buchungs-, Zugangs- und Abrechnungssystem für gesicherte Fahrradabstellanlagen in Berlin und Brandenburg. Zusätzlich sind Stellplätze für Lastenräder und Kinderanhänger geplant. Zwei Selfservicestationen mit Luftpumpen und Werkzeug sowie eine Fahrradwerkstatt mit Radvermietung ergänzen das Angebot.

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Am Regional- und S-Bahnhof Schöneweide werden ein Fahrradparkhaus und eine Abstellanlage mit mehr als 1.100 freien und gesicherten Stellplätzen gebaut.

Am Regional- und S-Bahnhof Schöneweide werden ein Fahrradparkhaus und eine Abstellanlage mit mehr als 1.100 freien und gesicherten Stellplätzen gebaut. / © Visualisierung: xoio und Leitplan im Auftrag von infraVelo

Fahrradparkhaus in Schöneweide: Auszeichnung für nachhaltige Bauweise

Das Fahrradparkhaus in Schöneweide entsteht als Holzbau. Die Gebäude erhalten Gründächer, Photovoltaikmodule und Anlagen zur Regenwasserspeicherung nach dem Schwammstadtprinzip. Das Parkhaus bekommt außerdem eine begrünte Südfassade. Sie soll die Biodiversität fördern und zur Luftreinhaltung beitragen.

Die Preisverleihung für die Auszeichnung zum „Berliner Klimaschutzpartner des Jahres 2026“ fand am 5. Mai 2026 im Rahmen der Berliner Energietage bei der IHK Berlin statt. Der Wettbewerb prämiert seit 25 Jahren innovative und nachhaltige Klimaschutzprojekte in Berlin.

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Fahrradparkhaus (Schöneweide)

Quellen: infraVelo; Entwicklungsstadt, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Grün Berlin GmbH

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One Comment

  1. Martina 8. Mai 2026 at 08:00 - Reply

    Das Fahrradparkhaus wird dringend gebraucht.

    Sie sind generell eine gute Idee an Bahnhöfen und auch in Innenstädte. Die Fahrräder stehen dort sicherer und vor allem trocken.

    Die klimagerechte Ausgestaltung sorgt für einen doppelten Nutzen und ist sehr zu begrüßen. Gründlicher mit PV Anlage und Versickerung mit Hinblick auf Schwammstadt sollte eigentlich jedes Gebäude haben.

    Persönlich bevorzuge ich gut beleuchtete mit beschränktem Zugang und Videoüberwachung als Frau. Dann ist die Nutzung auch zu kruseligen Zeiten okay.

    In einer anderen Stadt war das von mir genutzte Fahrradparkhaus direkt am Zugang zu den Gleisen, innen hell, mit Zugangsbeschränkung, Sicherheitsvideoüberwachung und hatte direkt im Gebäude einen Reparatur- und Wartungsservice ansässig. So konnte man morgens sein Fahrrad in einer bestimmten Region des Parkhäuser abstellen (sehr früh am Tag) und nachmittags (nach Zahlung) das fertige Rad wieder direkt nutzen. Das war echt praktisch.
    Buchbar waren dort monatliche Abos als auch „10er Karten „. Für etwas mehr Geld konnten für teurere Fahrräder besser gesicherte Boxen mit kleinen Ablagen drin gemietet werden.
    Das Angebot habe ich immer gerne genutzt. Wegen kurzen Wegen und Homeoffice nutze ich heute nur noch selten das Fahrrad (nach Umzug).

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