Das „Haus der Künstler“ am Schöneberger Ufer in Berlin-Mitte wird seit 2023 umfassend saniert. Im Fokus stehen die Restaurierung der Fassade und der Ausbau des Dachgeschosses, das künftig Archiv- und Sammlungsräume aufnehmen soll. Die Bauarbeiten sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Das Haus der Künstler am Schöneberger Ufer 57 in Berlin-Mitte: Das spätklassizistische Gebäude von 1858 wird seit 2023 saniert. Geplant sind die Restaurierung der Fassade und der Ausbau des Dachgeschosses für Archiv- und Sammlungsräume. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Das Gebäude am Schöneberger Ufer 57 wurde im Jahr 1858 errichtet und ist ein Beispiel spätklassizistischer Architektur. Es gehört zu den wenigen noch erhaltenen Häusern der Erstbebauung rund um die Matthäuskirche. Der Verein Berliner Künstler erwarb das Haus im Jahr 1964 und nutzt es seitdem als Sitz und Galerie. Der Verein selbst existiert bereits seit 1841 und zählt damit zu den ältesten Künstlervereinigungen in Europa.
Über die Jahrzehnte hinweg wurde das Haus mit begrenzten Mitteln gepflegt und instand gehalten. Heute ist es als Kulturort anerkannt und gilt als wichtiger Bestandteil des Kunst- und Galerienquartiers zwischen Potsdamer Straße und Kulturforum. Die Lage gegenüber der Neuen Nationalgalerie unterstreicht die Bedeutung des Gebäudes im Berliner Stadtbild.
Umfang der Sanierung am Schöneberger Ufer: Restaurierung des Daches und Ausbau der oberen Geschosse
Im April 2023 begannen Arbeiten, die vor allem den stark geschädigten Dachstuhl und die Fassade betreffen. Ein Befall mit Hausschwamm machte eine umfassende Sanierung notwendig. Die Bauarbeiten umfassen den Austausch von Balken, die Erneuerung der Dachdeckung und die denkmalgerechte Restaurierung der Außenfassade. Gleichzeitig werden die oberen Geschosse modernisiert.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Dachgeschoss, das bisher kaum genutzt wurde. Dort sollen künftig ein Archiv und eine Kunstsammlung des Vereins Platz finden. Die Planungen sehen vor, die offene Struktur des Dachraums zu erhalten und die Fläche durch Glaswände und mobile Trennungen flexibel nutzbar zu machen.
Finanzierung und Unterstützung des Projekts: Fördermittel und Eigenleistungen für die Sanierung
Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch mehrere Partner. Neben Eigenmitteln des Vereins beteiligen sich die Stiftung Deutsche Klassenlotterie, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und das Landesdenkmalamt Berlin. Allein die Stiftung Denkmalschutz stellte im Jahr 2023 eine Fördersumme von 45.000 Euro bereit.
Darüber hinaus erhielt das Projekt Unterstützung durch zahlreiche Personen aus Politik, Kultur und Denkmalpflege. In Gutachten und Stellungnahmen wurde die kulturhistorische Bedeutung des Hauses hervorgehoben. Die ursprünglich für Mitte 2024 geplante Fertigstellung konnte bisher nicht eingehalten werden, weshalb die Arbeiten weiterhin andauern.
Nutzung der Räume während der Bauzeit: Fortführung des Galeriebetriebs trotz Bauarbeiten
Während die Sanierung im Vorderhaus läuft, bleibt die Galerie im Erdgeschoss geöffnet. Dort zeigt der Verein Berliner Künstler weiterhin Ausstellungen seiner Mitglieder und lädt regelmäßig Gäste ein. So bleibt das Haus auch in der Bauphase ein fester Bestandteil der Berliner Kunstszene.
Mit dem geplanten Ausbau des Dachgeschosses und der Restaurierung der Fassade soll die langfristige Nutzung des Hauses gesichert werden. Damit erhält der Verein Berliner Künstler zusätzliche Flächen für Archiv und Sammlung und gleichzeitig bleibt ein historisches Bauwerk im Stadtbild erhalten.

Blick auf die Fassade des Hauses der Künstler: Die Sanierung umfasst neben der denkmalgerechten Erneuerung der Dachkonstruktion auch die Instandsetzung der Außenansicht. Ziel ist es, die historische Erscheinung des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig neuen Nutzungen Raum zu geben. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: VEREIN BERLINER KÜNSTLER, BASD, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, kunstlebenberlin., art-in-berlin.de
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