Die „Schöneberger Linse“ entwickelt sich zwischen Südkreuz und S-Bahnhof Schöneberg zu einem neuen Quartier mit Wohnungen, Büros, sozialer Infrastruktur und neuen Straßenräumen.

Bahnhof Südkreuz
Ella-Barowsky-Straße
Sachsendamm
Gotenstraße

 © Titelbild / Visualisierung: Tchoban Voss Architekten

Die „Schöneberger Linse“ zählt zu den wichtigsten Stadtentwicklungsgebieten in Tempelhof-Schöneberg. Das Areal zwischen Bahnhof Südkreuz und S-Bahnhof Schöneberg hat sich zunehmend zu einem gemischten Quartier mit Wohnungen, Büros, Gewerbe, Bildungseinrichtungen, Kita-Angeboten und neuen öffentlichen Räumen entwickelt – und die Bauarbeiten gehen weiter.

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  • Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
  • Lage: zwischen Bahnhof Südkreuz und S-Bahnhof Schöneberg
  • Zentrale Straßen: Ella-Barowsky-Straße, Sachsendamm, Gotenstraße
  • Nutzung: Wohnungen, Büro, Dienstleistung, Gewerbe, Bildung, Kultur, Kita

Was ist im neuen Quartier „Schöneberger Linse“ geplant?

Die „Schöneberger Linse“ soll ein urbanes Quartier mit klassischer Berliner Blockrandbebauung werden. Die Planungen  reichen bis in das Jahr 2016 zurück. Für das linsenförmige Areal zwischen den Ringbahngleisen der Berliner S-Bahn und der Stadtautobahn A100 entstand damals ein städtebauliches Gesamtkonzept.

Entlang der heutigen Ella-Barowsky-Straße entstehen Wohnungen, Büroflächen, Einzelhandel, Gastronomie sowie soziale Infrastruktur. Gleichzeitig baut der Bezirk den Straßenraum um und stärkt Fuß- und Radverkehr. Mehrere Plätze und Aufenthaltsbereiche sollen das neue Quartier ergänzen.

Ein Blick auf den Sachsendamm in Berlin-Schöneberg, links befindet sich das Baufeld 9, im Hintergrund ist ein Möbelhaus zu sehen.

Am Sachsendamm entsteht in der „Schöneberger Linse“ zwischen Südkreuz und Schöneberg ein neues Quartier direkt an A100 und S-Bahn. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Wie viele Menschen werden in der „Schöneberger Linse“ leben?

Eine frühere Untersuchung nennt für die „Schöneberger Linse“ rund 1.850 Wohnungen und etwa 3.700 Einwohner als realistisch. Außerdem entstehen etliche neue Arbeitsplätze: Allein in der neuen BSR-Zentrale sollen künftig rund 1.000 Beschäftigte arbeiten. Dazu kommen Büroflächen im 17-geschossigen berlinovo-Hochhaus sowie weitere Gewerbe- und Dienstleistungsflächen.

Ein Teil der „Schöneberger Linse“ ist bereits fertiggestellt. Dabei entstanden auch zahlreiche Wohnungen, wie etwa die 211 Wohnungen der Gewobag am Sachsendamm 63, 64 und in der Ella-Barowsky-Straße 29, 29A–J.

Was passiert aktuell bei der „Schöneberger Linse“?

Aktuell laufen mehrere Vorhaben parallel. Beim Neubauquartier „B’Ella“ an der Ella-Barowsky-Straße haben die Bauarbeiten nach einer Pause wieder Fahrt aufgenommen. Dort entstehen rund 300 Wohnungen, davon etwa 30 Prozent gefördert, außerdem Gewerbe und eine Kita.

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Gleichzeitig schreitet der Umbau der Ella-Barowsky-Straße voran. Der erste Abschnitt zwischen Hedwig-Dohm-Straße und Gotenstraße ist weit fortgeschritten. Nun laufen auch die Bauarbeiten am Charlotte-Wolff-Platz. Er soll Sitzbereiche, Bäume, versickerungsfähige Oberflächen und Regenwassermulden erhalten.

Auch die neue BSR-Zentrale und das berlinovo-Hochhaus sind derzeit im Bau.

So soll das geplante Hochhaus am Südkreuz und die BSR-Zentrale mal aussehen.

So sollen das geplante Hochhaus am Südkreuz und die BSR-Zentrale mal aussehen. / © Visualisierung: BSR / BERLINOVO

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Wie geht es weiter mit der „Schöneberger Linse“?

Weitere Projekte befinden sich in Planung oder Umsetzung. Auf Baufeld 9 prüft der Bezirk das Projekt „ELLA“ als Ergänzung des Bildungscampus. Vorgesehen sind Räume für Jugend, Kultur, Bildung, Ausstellungen sowie eine barrierefreie Inklusionssporthalle. Am Sachsendamm 90 läuft zudem die Planung für ein Bürogebäude mit acht bis zehn Geschossen.

Zu sehen ist die SHELL Tankstelle am Sachsendamm in Berlin-Schöneberg. Hier könnte bald ein Hochhaus entstehen.

Am Sachsendamm ist im Rahmen der „Schöneberger Linse“ ein acht- bis zehnstöckiges Bürohochhaus als Teil der Quartiersentwicklung geplant. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Mit dem Masterplan „Schöneberger Linse 2.0“ erweiterte der Bezirk den Blick auf die Entwicklung des Quartiers. Neben Wohnungen und Gewerbe rücken soziale, kulturelle und öffentliche Angebote stärker in den Mittelpunkt. Ziel ist es, den Bahnhof Schöneberg besser an die „Schöneberger Linse“ anzubinden, neue Grünverbindungen zu schaffen und Wege für Fuß- und Radverkehr auszubauen.

Geplant sind unter anderem ein neuer Vorplatz am Bahnhof Schöneberg, Verbesserungen entlang des Werdauer Wegs sowie zusätzliche soziale und kulturelle Nutzungen rund um den Bildungscampus auf dem sogenannten Baufeld 9.

Wie ist der Zeitplan für das Quartier „Schöneberger Linse“?

Der Zeitplan verteilt sich auf mehrere Einzelprojekte. „B’Ella“ soll nach aktueller Planung bis 2028 fertig werden. Die neue BSR-Zentrale und das berlinovo-Hochhaus sind für 2029 vorgesehen. Der Charlotte-Wolff-Platz soll nach dem ersten Bauabschnitt der Ella-Barowsky-Straße folgen; der dritte Straßenabschnitt könnte bei planmäßigem Verlauf ebenfalls 2026 starten. Für die Gesamtfertigstellung für das Quartier „Schöneberger Linse“ gibt es keinen Termin.

 

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Gewobag, Berlin.de, Züblin, Masterplan „Schöneberger Linse 2.0“

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