In der Schlüterstraße in Charlottenburg wächst der Neubau eines Bürokomplexes. Auf dem Grundstück entstehen Gewerbeflächen, wo zuvor ein Mietshaus stand.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Neubau Schlüterstraße 44 in Charlottenburg mit heller Klinkerfassade, großen Fensterflächen, begrünten Terrassen, auskragenden Erkern sowie Büro- und Gewerbeflächen in zentraler Lage nahe dem Kurfürstendamm.

Die Visualisierung zeigt die geplante Straßenfassade des Büro- und Geschäftshauses Schlüterstraße 44 in Charlottenburg. / © Visualisierung: christoph ingenhoven und ingenhoven associates

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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In der Schlüterstraße 44 in Charlottenburg entsteht derzeit ein neuer Bürokomplex. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Vorgeschichte: Für den Neubau wurde ein Wohnhaus abgerissen – in einer Zeit, in der Berlin an vielen Stellen über zusätzlichen Wohnraum und die Umnutzung leerstehender Büros diskutiert.

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Adresse: Schlüterstraße 44, 10707 Berlin
  • Projekt: Büro- und Geschäftshaus
  • Geschosse: sieben oberirdische Geschosse
  • Untergeschosse: zwei Ebenen mit Parkbereichen
  • Geplante Fertigstellung: November 2026

An der Schlüterstraße zeigt sich der Bau inzwischen klar im Straßenraum. Das Gebäude ist über fast die gesamte Front eingerüstet. Dichte Schutznetze liegen vor der Fassade, dahinter zeichnen sich die sieben oberirdischen Geschosse und die vertikale Gliederung des Neubaus ab.

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Baufortschritt an der Schlüterstraße 44 in Charlottenburg sichtbar

Auf der rechten Seite ist eine offenere Gerüstzone zu sehen, an der die künftige Fassadenstruktur bereits stärker ablesbar wird. Baustellencontainer, Materiallager, Absperrgitter und große Silos von Knauf und quick-mix prägen den Gehwegbereich.

Der Hochbau an der Schlüterstraße 44 läuft seit Anfang 2025. Nach außen wirkt die Baustelle inzwischen nicht mehr wie eine frühe Rohbauphase. Die Arbeiten konzentrieren sich sichtbar auf Fassade, Ausbau und technische Folgearbeiten. An mehreren Stellen stehen Arbeitsplattformen und Gerüstanlagen eng vor der Gebäudehülle. Die Straße ist durch Bauzäune, Betonbarrieren und temporäre Halteverbote stark vom Baugeschehen geprägt.

Auf dem Foto ist der Baufortschritt an der Schlüterstraße 44 in Charlottenburg zu sehen, mit Gerüst, Schutznetz, Baustellenzäunen und Silos für den Büro-Neubau.

Baustellenzäune, Silos und Gerüste prägen den Baufortschritt am Projekt Schlüterstraße 44 in Charlottenburg. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Das ist beim Bürokomplex in der Schlüterstraße geplant

Geplant ist ein siebengeschossiges Büro- und Geschäftshaus mit zwei Untergeschossen. Vom Erdgeschoss bis zum sechsten Obergeschoss sollen hochwertige Büro- und Gewerbeflächen entstehen. Der Fassadenauftrag umfasst unter anderem Pfosten-Riegel-Konstruktionen im Erdgeschoss, Aluminium-Glas-Fenster in den Obergeschossen sowie Stahlkonstruktionen für Erker und Elemente am Attikageschoss.

Das Projekt bleibt unterdessen weiter umstritten. Auf dem Grundstück stand zuvor ein Wohnhaus aus den 1960er-Jahren. Es wurde nach dem Auszug der letzten Mietparteien vollständig abgerissen. Das Bezirksamt stellte für das Gebäude ein sogenanntes Negativattest aus. Damit galt das Haus rechtlich nicht als geschützter Wohnraum im Sinne der Berliner Zweckentfremdungsvorschriften. Eine Verpflichtung zum Ersatz von Wohnungen bestand daher nicht.

Das Bild zeigt den fast vollständig eingerüsteten Neubau Schlüterstraße 44 in Charlottenburg, wo Büros und Gewerbeflächen statt Wohnungen entstehen.

Der Neubau Schlüterstraße 44 erreicht im Straßenraum von Charlottenburg bereits eine deutliche Präsenz. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Büros statt Wohnungen: Warum die Schlüterstraße 44 auffällt

Der Fall steht quer zur sonstigen Entwicklung in Berlin. Während vielerorts leerstehende Büroflächen als potenzielle Wohnstandorte diskutiert werden, entsteht an der Schlüterstraße zusätzlicher Büroraum auf einer früheren Wohnfläche. Solche Fälle sind in Berlin inzwischen eher die Ausnahme. Fest steht: In direkter Nähe zum Kurfürstendamm stärkt der Neubau künftig die gewerbliche Nutzung in Charlottenburg.

Büro-Neubau Schlüterstraße

Quellen: Medicke GmbH, Berliner Mieterverein, Berliner Zeitung

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One Comment

  1. 41er 6. Juni 2026 at 08:36 - Reply

    Cool, nochmehr leerstehende Gewerbefläche. Spart man damit eigentlich Steuern oder warum wird das überall in Berlin gemacht, statt Wohnraum?

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