Im Potsdamer Patrizierweg ist ein neues Wohnangebot für Menschen in schwierigen Lebenssituationen fertiggestellt worden. Die ProPotsdam hat 35 Wohnungen an die soziale Wohnhilfe der Landeshauptstadt übergeben. 

Visualisierung Wohnungsneubau Patrizierweg, Potsdam

Die beiden Gebäude am Patrizierweg sind klar gegliedert und verbinden eine kompakte Bauweise mit begrünten Außenbereichen, Gemeinschaftsflächen und einer funktionalen Gestaltung für den sozialen Wohnverbund. / © Visualisierung: B&O Bau und Gebäudetechnik GmbH & Co. KG _ Holzer Kobler Architekten Berlin GmbH

© Titelbild: Philipp Schultze / Filmreif

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Im Potsdamer Wohngebiet Am Stern ist ein neues Kapitel für die kommunale Wohnhilfe aufgeschlagen worden: Nach rund zwei Jahren Bauzeit hat die ProPotsdam einen neuen Wohnverbund am Patrizierweg fertiggestellt und an die Landeshauptstadt übergeben. Die 35 Wohnungen sollen künftig Menschen und Familien aufnehmen, die sich in besonderen oder prekären Lebenssituationen befinden und vorübergehend auf Unterstützung angewiesen sind.

Die symbolische Schlüsselübergabe erfolgte durch die Geschäftsführer der ProPotsdam, Jörn-Michael Westphal und Bert Nicke, an Potsdams Sozialbeigeordnete Brigitte Meier. Betrieben wird die Einrichtung künftig von der Sozialen Stadt ProPotsdam gGmbH, die für die soziale Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner verantwortlich ist.

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„Die Wohnungen sind ein wichtiger Baustein zur Wohnraumversorgung in Potsdam“, erklärte Brigitte Meier bei der Übergabe. Ziel sei es, Menschen nicht nur kurzfristig unterzubringen, sondern ihnen Perspektiven für den Weg zurück in ein stabiles Leben zu ermöglichen.

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe übergaben die Geschäftsführer der ProPotsdam den neuen Wohnverbund am Patrizierweg an die Sozialbeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam, Brigitte Meier.

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe übergaben die Geschäftsführer der ProPotsdam den neuen Wohnverbund am Patrizierweg an die Sozialbeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam, Brigitte Meier. / © Foto: Philipp Schultze / Filmreif

Potsdam: Zwei Neubauten in Holzhybridbauweise am Stern

Das Projekt entstand auf einem rund 3.700 Quadratmeter großen Grundstück am Patrizierweg, das zuvor als Garagenstandort genutzt wurde. Die ProPotsdam errichtete dort zwei Gebäude mit insgesamt knapp 3.400 Quadratmetern Wohn- und Gemeinschaftsfläche. Entstanden sind vor allem größere Wohnungen mit vier bis sechs Zimmern, die insbesondere für Familien geeignet sind.

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Die beiden Neubauten wurden in Holzhybridbauweise errichtet und entsprechen dem Effizienzhausstandard EH40. Neben den Wohnungen entstanden auch Räume für Beratungsangebote und Gemeinschaftsaktivitäten. Im Außenbereich wurden Spiel- und Aufenthaltsflächen angelegt, die künftig das Wohnumfeld ergänzen sollen.

Soziale Betreuung als zentraler Bestandteil des Projekts

Mit der Fertigstellung endet nicht nur ein Bauprojekt, sondern beginnt zugleich die soziale Arbeit am neuen Standort. Die Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH wird die Bewohnerinnen und Bewohner künftig im Alltag unterstützen – etwa bei Behördengängen, Fragen zu Sozialleistungen oder familiären Herausforderungen.

Darüber hinaus sind Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsangebote geplant. Besonders Kinder und Jugendliche sollen durch die Vernetzung mit Schulen, Kitas, Beratungsstellen und weiteren Einrichtungen im Stadtteil unterstützt werden. Ziel ist es, den Wohnverbund in das bestehende Quartier einzubinden.

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Die Baukosten belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro. Das Land Brandenburg unterstützte das Vorhaben im Rahmen der Wohnraumförderung mit vergünstigten Darlehen von mehr als 8,6 Millionen Euro sowie Zuschüssen von knapp 2,5 Millionen Euro. Der Neubau ist Teil der kommunalen Strategie, zusätzlichen sozialen Wohnraum in Potsdam zu schaffen und den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten.

Quellen: ProPotsdam

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