Die Schlichtallee in Rummelsburg bleibt nach einem Wasserrohrbruch weiter gesperrt. Die Verzögerungen treffen Autofahrer, Buslinien und Anwohner bis Anfang Juli.
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
In Rummelsburg bleibt eine wichtige Verbindung weiter unterbrochen. Die Schlichtallee ist nach einem Wasserrohrbruch seit März gesperrt. Nun steht fest: Die Arbeiten werden auch im Juni nicht abgeschlossen.
- Bezirk: Lichtenberg
- Straße: Schlichtallee
- Abschnitt: zwischen Hauptstraße und Zobtener Straße
- Fertigstellung: Anfang Juli 2026
Die Schlichtallee in Rummelsburg, an der derzeit auch 158 Wohnungen entstehen, bleibt weiter ein Nadelöhr im Osten Berlins. Seit dem Wasserrohrbruch am 21. März 2026 ist die Straße für den motorisierten Verkehr in beide Richtungen gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Hauptstraße und Zobtener Straße. Für Autofahrer bedeutet das seit Wochen Umwege über umliegende Straßen.

Die Schlichtallee in Rummelsburg bleibt nach einem Wasserrohrbruch weiter gesperrt und sorgt für Umwege im Verkehr. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Schlichtallee in Rummelsburg bleibt bis Anfang Juli gesperrt
Nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe sind die Arbeiten an den Rohren inzwischen abgeschlossen. Die Verkehrsfreigabe hängt jedoch nicht allein vom Abschluss dieser Arbeiten ab. Das Straßen- und Grünflächenamt Lichtenberg führt im Bereich der Schadstelle weitere Straßen- und Wegearbeiten aus. Diese sollen nach aktuellem Stand spätestens am 2. Juli 2026 abgeschlossen sein. Damit wird die Schlichtallee auch im laufenden Monat nicht wieder vollständig befahrbar.
Die Verzögerungen hängen nach bisherigen Angaben auch mit Grundwasserproblemen zusammen. Dadurch verschob sich der ursprüngliche Zeitplan mehrfach. Für den Verkehr bleibt die Lage angespannt, weil die Schlichtallee eine direkte Verbindung zwischen Lichtenberg und der Rummelsburger Bucht bildet. Der Umleitungsverkehr belastet vor allem den Bereich rund um das Ostkreuz, die Hauptstraße und die Nöldnerstraße.
Schlichtallee: Sperrung betrifft auch Buslinien 194 und 240
Die Sperrung wirkt sich nicht nur auf Autofahrer aus. Auch der BVG-Busverkehr ist betroffen, vor allem die Linien 194 und 240. Fußgänger und Radfahrer können den Bereich dagegen weiterhin passieren. Für den Alltagsverkehr bleibt die Baustelle trotzdem ein Problem, weil die Schlichtallee im lokalen Netz eine wichtige Querung bildet.
Die Berliner Wasserbetriebe verweisen grundsätzlich darauf, dass sie jedes Jahr an rund 600 bis 800 Standorten in Berlin Kanäle und Rohre reparieren oder erneuern. Solche Arbeiten sichern die Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur, führen aber oft zu Eingriffen in den Straßenverkehr. Im Fall der Schlichtallee kam hinzu, dass der Rohrbruch die Straße beschädigte und weitere Arbeiten an der Oberfläche nötig machte.
Langfristige Umbaupläne für die Schlichtallee ruhen
Die aktuelle Baustelle trifft auf eine Straße, die schon länger als problematisch gilt. Im Bereich der Bahnunterführung kam es in der Vergangenheit bei Starkregen wiederholt zu Unterspülungen. Deshalb standen für 2026/27 umfassende Umbaupläne im Raum. Geplant waren unter anderem neue Gehwege und Radwege auf beiden Seiten. Diese Pläne ruhen derzeit.
Für Rummelsburg bedeutet das: Die akute Sperrung endet voraussichtlich Anfang Juli, doch die strukturellen Probleme an der Schlichtallee bleiben ein Thema. Bis zur Verkehrsfreigabe müssen Anwohner, Pendler und Busfahrgäste weiter mit Umwegen rechnen.
Wasserrohrbruch Schlichtallee
Quellen: Berliner Kurier, VIZ Berlin, rbb24, Berliner Wasserbetriebe
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