Frankfurt stärkt seine Kulturlandschaft und möchte die „Schirn Kunsthalle“ fit für die Zukunft machen. Nun erhält die Stadt Förderung über zwei Millionen Euro für die energetische Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes.

Die „Schirn Kunsthalle“ in der Frankfurter Altstadt soll bis zum Jahr 2028 umfassend saniert werden. Nun konnte sich die Stadt Fördergelder in Höhe von rund zwei Millionen Euro sichern. / © Foto: Wikimedia Commons, PantaRhei, CC BY-SA 4.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Dontworry, CC BY-SA 3.0
Frankfurt investiert weiter gezielt in seine Kulturlandschaft und setzt damit ein deutliches Signal für die Zukunft wichtiger Einrichtungen. Für die energetische Sanierung der „Schirn Kunsthalle“ am Römerberg erhält die Stadt 2.020.000 Euro von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Zuschuss stammt aus dem KfW-Programm „BEG Kommunen / Effizienzgebäude Denkmal“ und unterstützt die Modernisierung des denkmalgeschützten Gebäudes, das sich Mitten in der Frankfurter Innenstadt befindet.
Im Fokus der bereits laufenden Umbauarbeiten liegt klar die energetische Sanierung des postmodernen Gebäudes aus dem Jahr 1986. Ziel der nun bereitgestellten Investitionssumme soll sein, den Energieverbrauch nach Abschluss der Maßnahmen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die historische Substanz zu erhalten.
Denkmalgeschützt und energieeffizient? 2 Mio. Förderung für „Schirn Kunsthalle“ am Römerberg
Die Förderung des KfW-Programms ist an strenge Bedingungen gebunden: Um den Zuschuss zu erhalten, musste die Stadt nachweisen, dass das Gebäude nach der Sanierung effizienter arbeitet und der Primärenergieverbrauch nicht mehr als 60 Prozent über dem eines vergleichbaren, nicht denkmalgeschützten Gebäudes liegt.
Im Rahmen des Antrags legte die Stadt umfangreiche Unterlagen und Berechnungen zu den geplanten Maßnahmen vor und konnte die Anforderungen erfolgreich erfüllen. Kulturdezernentin Ina Hartwig betont, dass Förderanträge aufwendig sind, sich aber lohnen, da sie den städtischen Haushalt entlasten und große Projekte ermöglichen.
Bauarbeiten bis 2028: Sanierung der „Schirn Kunsthalle“ kostet 35,6 Millionen Euro
Mit der KfW-Förderung werden konkrete Teilmaßnahmen der Sanierung unterstützt. Dazu zählen die energetische Erneuerung der Fassaden, der Austausch der Lichtkuppeln, die Sanierung bestimmter Dachbereiche sowie die Erneuerung von Teilen der Anlagentechnik. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Sanierung der „Schirn Kunsthalle“ laut Beschluss der Stadtverordnetenversammlung auf 35,6 Millionen Euro. Während der Bauarbeiten, voraussichtlich bis 2028 abgeschlossen werden sollen, zieht die „Schirn“ vorübergehend in die ehemalige Dondorf Druckerei nach Bockenheim.
Die gezielte Förderung ermöglicht es laut Angaben der Stadt Frankfurt, den geplanten Umbau der „Schirn“ nicht nur effizient, sondern auch zukunftsorientiert umzusetzen. Durch die Maßnahmen soll die baulichen Strukturen optimiert werden, während gleichzeitig die historische Substanz des denkmalgeschützten Gebäudes erhalten bleibt.
Kulturlandschaft stärken: Sanierung soll Kunsthalle zukunftsfähig machen
Die aktuelle KfW-Förderung ist der zweite größere Zuschuss für Projekte des Dezernats Kultur und Wissenschaft in kurzer Zeit. Im vergangenen Jahr erhielt die Stadt bereits Mittel für die barrierefreie Umgestaltung der Alten Oper Frankfurt.
Für Kulturdezernentin Hartwig zeigt diese Unterstützung, dass die Stadt große Projekte im Kulturbereich erfolgreich finanzieren kann. Die energetische Sanierung der „Schirn Kunsthalle“ soll nicht nur die Zukunftsfähigkeit des Gebäudes stärken, sondern setzt auch ein Signal für die Frankfurter Kulturlandschaft setzen. Inwiefern dabei auch der geplante Zeit- und Kostenrahmen eingehalten werden kann, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Während der Bauzeit zieht die Schirn vorübergehend in die ehemalige Dondorf Druckerei nach Bockenheim. Dort wird bereits seit September 2025 das Ausstellungsprogramm fortgesetzt. / © Foto: Schirn Kunsthalle Frankfurt 2025, Bernd Güßbacher
Quellen: Stadt Frankfurt, SCHIRN, Journal Frankfurt
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