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Der traditionsreiche Schinkel-Wettbewerb widmet sich der Stadt Luckenwalde und sucht mutige Ideen für ein Modellquartier im Wandel. Junge Planerinnen und Planer sind eingeladen, Zukunftsvisionen für Architektur, Stadtentwicklung und Mobilität zu entwerfen.

Luckenwalde wird zum Stadtlabor: Der Schinkel-Wettbewerb fordert junge Talente heraus, innovative Konzepte für Wohnen, Arbeiten, Kultur und Mobilität zu entwickeln. Ein traditionsreicher Wettbewerb trifft auf eine Stadt im Umbruch. / © Foto: Wikimedia Commons, Clemensfranz

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Hans Parnitzke

 

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Der traditionsreiche Schinkel-Wettbewerb, einer der ältesten und renommiertesten Nachwuchswettbewerbe Deutschlands, widmet sich im Jahr 2026 der brandenburgischen Stadt Luckenwalde. Junge Talente aus den Bereichen Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Ingenieurbau, Mobilität und Freie Kunst sind eingeladen, visionäre Konzepte für ein Modellquartier zu entwickeln, das Antworten auf die Herausforderungen einer Stadt im Wandel geben soll.

Schinkel-Wettbewerb 2026: AIV Berlin-Brandenburg als Ausrichter

Organisiert wird der Wettbewerb vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV), einer Institution mit über 200-jähriger Geschichte. Der AIV versteht sich als unabhängiges Forum für Fragen der Baukultur und Stadtentwicklung in der Metropolregion Berlin/Brandenburg.

Mit Vorträgen, Publikationen und Diskussionen begleitet er seit Jahrzehnten zentrale Debatten und nimmt Einfluss auf die Stadtentwicklungspolitik. Seit mehr als 160 Jahren verantwortet der Verein den Schinkel-Wettbewerb, der sich an junge Planerinnen und Planer bis 35 Jahre richtet.

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Luckenwalde als Stadtlabor: Industriegeschichte und Strukturwandel südlich von Berlin

Für die kommende Wettbewerbsrunde hat der AIV die Kreisstadt Luckenwalde in den Fokus gerückt, rund 50 Kilometer südlich von Berlin. Die Stadt blickt auf eine reiche Industriegeschichte zurück, die im 20. Jahrhundert mit Deindustrialisierung und Strukturwandel einschneidende Brüche erlebte.

Mit dem EU-Förderprogramm URBAN II wurden bereits in den frühen 2000er-Jahren erste Ansätze zur Revitalisierung erprobt. Heute steht die Stadt erneut vor der Aufgabe, Leerstände, Brachflächen und städtebauliche Brüche in eine zukunftsfähige Gesamtentwicklung einzubinden.

Im Zentrum der Wettbewerbsaufgabe steht das Areal „Karree“, ein innerstädtischer Bereich zwischen Bahnhof, ehemaliger Burg und Innenstadt. Hier treffen brachliegende Industrieflächen, aufgelöste Blockstrukturen und landschaftliche Potenziale aufeinander. Gesucht werden Leitbilder für ein Modellquartier, das nicht nur strukturelle Defizite ausgleicht, sondern neue Impulse für Wohnen, Arbeiten, Kultur und Mobilität in Luckenwalde gibt.

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Schinkel-Wettbewerb für Luckenwalde: Fachübergreifende Konzepte gefragt

Die Aufgabenstellungen des Wettbewerbs sind breit gefächert und reichen von Architektur über Städtebau und Landschaftsplanung bis hin zu Mobilitätskonzepten. Vorgesehen ist beispielsweise die Entwicklung multifunktionaler Konzepte zur Aktivierung von Brachflächen, die Gestaltung neuer Freiraumstrukturen, ein ganzheitliches Mobilitätskonzept oder die Wieder- und Umnutzung vorhandener Bausubstanz durch Urban Mining.

Auch eine temporär nutzbare Festivalhalle und künstlerische Beiträge zum Thema Stadtwandel sind Teil der Ausschreibung. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur Einzelprojekte entwerfen, sondern ganzheitliche Konzepte entwickeln, die den Wandel der Stadt in seiner Vielschichtigkeit abbilden. Der AIV betont, dass gerade die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen zu innovativen und übertragbaren Lösungsansätzen führen könne.

Traditionsreicher Schinkel-Wettbewerb: Nachwuchsförderung mit Strahlkraft

Der Schinkel-Wettbewerb zeichnet sich seit jeher dadurch aus, dass er jungen Planerinnen und Planern Freiräume für kreative, experimentelle Ideen bietet. Mit einem Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro und einer begleitenden Ausstellung in Berlin erhalten die besten Entwürfe hohe Sichtbarkeit.

Die Termine für den Wettbewerb sind bereits festgelegt: Das Rückfragenkolloquium findet am 7. November 2025 statt, die Abgabe der Arbeiten am 9. Februar 2026. Die Preisverleihung mit dem traditionellen Schinkel-Fest ist für den 13. März 2026 in Berlin geplant.

Damit setzt der Wettbewerb nicht nur die lange Tradition seines Namensgebers Karl Friedrich Schinkel fort, sondern zeigt zugleich auf, wie sogenannte „Mittelstädte“ wie Luckenwalde durch innovative Ideen in den Fokus der Stadtentwicklungsdiskussion rücken können.

Quellen: Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V., Stadt Luckenwalde, Wikipedia, Wikimedia Commons

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One Comment

  1. M.Hillen 6. September 2025 at 11:53 - Reply

    „Labor für Stadtentwicklung“… was für ein hohles Geschwätz… Was soll das bitteschön sein: „Labor für Stadtentwicklung“??? Wer mir das in wenigen Sätzen plausibel erklären kann…der ist mein Held!

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