Die Schillingstraße in Berlin-Mitte soll in den kommenden Jahren grundlegend umgestaltet werden. Bevor die Jury über den freiraumplanerischen Wettbewerb entscheidet, können Anwohnerinnen und Anwohner am 27. August die zwölf eingereichten Entwürfe ansehen und kommentieren.

Die Grünflächen an der Schillingstraße sollen im Zuge der geplanten Neugestaltung der Schillingpromenade aufgewertet werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Boonekamp (ce: Gunter Haase), CC BY-SA 4.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Axel Mauruszat, CC BY-SA 3.0
Zwischen Jannowitzbrücke und dem U-Bahnhof Schillingstraße soll sich in den kommenden Jahren einiges verändern. Die Schillingstraße, ihre Promenade und zwei Spielplätze sollen neu gestaltet werden. Am 27. August bekommen Anwohnerinnen und Anwohner die Gelegenheit, die zwölf Entwürfe des dafür ausgelobten freiraumplanerischen Wettbewerbs kennenzulernen und Hinweise an die Jury weiterzugeben.
Die öffentliche Vorschau findet von 17.30 bis 20.30 Uhr im Standesamt Mitte in der Parochialstraße 3 statt. Eine Jury entscheidet am folgenden Tag über die eingereichten Arbeiten. Die Rückmeldungen aus der Veranstaltung werden zuvor von der Gebietsbetreuung gesammelt, dokumentiert und in die Beurteilung einbezogen.
Schillingstraße soll wieder stärker zum Quartier gehören
Die geplante Neugestaltung betrifft nicht nur einzelne Grünflächen. Die Schillingstraße wurde 1963 als eine der ersten Fußgängerpromenaden der DDR angelegt und sollte ursprünglich als Einkaufs- und Versorgungsachse des Quartiers dienen. Hochbeete, Baumreihen und eingeschossige Verkaufspavillons prägten den öffentlichen Raum.
Nach der Wiedervereinigung verlor die Promenade zunehmend an Bedeutung. Nun soll sie im Zuge der Städtebauförderung wieder aufgewertet werden. Neben einer besseren Aufenthaltsqualität geht es bei der Planung auch um Klimaanpassung, ökologische Aspekte, Mobilität und die künftige Nutzung der Grün- und Spielflächen.
Parallel zur Umgestaltung des öffentlichen Raums entstehen entlang der Schillingstraße bereits neue Gebäude. Unter anderem realisiert die Wohnungsbaugenossenschaft Solidarität eG mehrere Wohn- und Geschäftshäuser. Der erste Bauabschnitt mit rund 20 Wohnungen und Gewerbeflächen befindet sich derzeit im Bau. Die Neubauten sollen die Straße räumlich stärker fassen und sind Teil einer längerfristigen Entwicklung des Quartiers.

Die Schillingstraße wird zum Schauplatz eines neuen Wohnungsbauprojekts mit mehreren Bauphasen. Neben Wohnungen sind auch Gewerbeflächen vorgesehen, um das Quartier funktional zu ergänzen. / © Visualisierung: Wohnungsbaugenossenschaft Solidarität eG
Siegerentwurf soll ab September öffentlich diskutiert werden
Auch nach der Entscheidung der Jury bleibt das Verfahren für die Öffentlichkeit zugänglich. Vom 8. bis zum 29. September sollen sämtliche Wettbewerbsarbeiten im Rathaus Mitte ausgestellt werden. Der Siegerentwurf kann anschließend außerdem über das Beteiligungsportal mein.berlin.de kommentiert werden.
Bereits seit dem 17. August informiert eine Freiluftausstellung vor der Schillingstraße 1A über das Verfahren. Dort sind am 24. September von 16 bis 18 Uhr zudem Vertreter der Gebietsbetreuung für Fragen vor Ort.
Nach Abschluss des Wettbewerbs soll 2027 die weitere Planung beginnen. Die Umsetzung der Neugestaltung ist nach derzeitiger Planung ab etwa 2030 und schrittweise von Süden nach Norden vorgesehen. Für die Finanzierung stehen Mittel aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ zur Verfügung beziehungsweise wurden beantragt. Mit der weiteren Koordination der Planung und Bauprozesse soll die Grün Berlin GmbH beauftragt werden.
Schillingstraße
Quellen: Bezirksamt Mitte, KMA Mitte, Wohnungsbaugenossenschaft Solidarität eG, mein.Berlin, berlin.de
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