Die historische Bastion im Schillerpark in Wedding soll nach Jahren des Verfalls umfassend saniert werden. In diesem Jahr läuft die Schadensanalyse, ab 2027 sollen erste Bauarbeiten folgen.

Steinerne Treppe mit Bronzedenkmal, umgeben von Hecken, mit Graffiti an der Mauer und Unkraut zwischen den Stufen.

Die historische Bastion aus dem Jahr 1912 soll grundlegend saniert werden, denn Brandschäden und Verfall haben die Anlage stark beschädigt. Geplant sind die Sicherung der Kalksteinmauern, eine barrierearme Gestaltung sowie der Schutz des streng geschützten Mauerfarns. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
 

Die historische Bastion im Schillerpark in Berlin-Wedding, einem der bedeutenden Volksparks der Weimarer Republik und Teil des UNESCO-Welterbe-Ensembles der Berliner Moderne, soll nach jahrelangem Verfall umfassend saniert und dauerhaft gesichert werden. Die Bastion stammt aus dem Jahr 1912 und besteht aus Rüdersdorfer Kalkstein.

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In den vergangenen Jahren hat sich der Zustand der Anlage deutlich verschlechtert. Herausgebrochene Kalksteine, gerissene Fugen und unterspülte Wege prägen das Bild, und ein Brand im Jahr 2024 beschädigte zusätzlich einen Turm. Das Bezirksamt Mitte, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Grün Berlin GmbH beschlossen im Februar 2026 deshalb die umfassende Sanierung.

Sanierung der Bastion: Zeitplan steht, Bauarbeiten noch nicht gestartet

Kalksteinmauer der Bastion mit weiß-roten Graffiti, rundem Turm links und Arkadenbögen rechts, davor Bänke und ein Fahrrad.

Großflächige Graffiti in Weiß und Rot prägen die zentrale Mauer der Bastion, rechts schließen die Arkadenbögen an. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Für das Jahr 2026 sei zunächst eine systematische Erfassung aller Schäden vorgesehen, hatte der Bezirk zu Jahresbeginn erklärt. Daraus solle sich der konkrete Sanierungsbedarf ergeben. Erste bauvorbereitende Maßnahmen sollten ab 2027 folgen. Die Finanzierung solle zunächst über das Berliner Plätzeprogramm erfolgen, zudem werde eine ergänzende Förderung über das Programm „Nachhaltige Erneuerung Osloer Straße“ geprüft.

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Die Arbeiten sollen eng mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmt werden, weil der historische Charakter der Anlage erhalten bleiben soll. Geprüft wird außerdem, wie die Bastion künftig barrierearm gestaltet werden kann. Gleichzeitig müssen ökologische Vorgaben berücksichtigt werden, etwa der Schutz des streng geschützten Mauerfarns in den Mauerritzen. Wann die ersten sichtbaren Schritte vor Ort beginnen, bleibt vorerst abzuwarten.

Quellen: Bezirksamt Mitte, Berliner Morgenpost, Weddingweiser

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