In der Beuckestraße entsteht ein umfassendes Schulbauprojekt. Zwei denkmalgeschützte Gebäude werden saniert und durch einen Neubau mit Mensa und Sporthalle ergänzt. Damit soll bis 2033 ein moderner und funktionsgerechter Schulcampus entstehen.

Das Schadow Gymnasium in Zehlendorf soll bis 2033 umfassend saniert und durch einen Neubau mit Mensa, Sporthalle und zusätzlichen Klassenräumen erweitert werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett (Peter Kuley), CC BY-SA 3.0
© Titelbild: Wikimedia Common, Fridolin freudenfett (Peter Kuley), CC BY-SA 3.0
Das Berliner Abgeordnetenhaus hat einen Erbbaupachtvertrag mit der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge abgeschlossen, um mit der Sanierung des Schadow-Gymnasiums beginnen zu können. Die Kosten für die Sanierung und den Neubau liegen bei rund 137 Millionen Euro. Die Howoge trägt die Finanzierung mit Eigenmitteln. Der Erbbauvertrag endet Ende 2067. Danach wird das Areal wieder an den Bezirk übergehen.
Ab 2029 mietet der Bezirk die Gebäude zurück. Die monatlichen Zahlungen beginnen bei etwa 449.900 Euro und steigen bis 2033 auf über eine Million Euro an. Nach Angaben der Finanzverwaltung entstehen dem Bezirk dadurch keine Nachteile, da Ausgleichszahlungen vorgesehen sind. Der gesamte Bau soll laut aktuellen Planungen im Jahr 2033 abgeschlossen werden.
Erste Arbeiten auf dem Schulgelände: Einrichtung der Baustelle und Rückbau der Sporthalle
Die Baustelleneinrichtung hat bereits begonnen. Teile des Schulhofs wurden abgesperrt, damit die Arbeiten sicher durchgeführt werden können. Auch am Sportplatz sind erste Bagger im Einsatz. Für die Sommerferien ist der Rückbau der bestehenden Sporthalle vorgesehen.
Bis Ende 2028 soll der Neubau mit neuer Sporthalle und Mensa stehen. Erst danach beginnen die Sanierungen an den historischen Gebäuden. Die Arbeiten erfolgen schrittweise, damit der Schulbetrieb weiterlaufen kann. Ab 2029 werden die Altbauten instand gesetzt. Das Gesamtprojekt endet nach Plan im Jahr 2033.
Sanierung der Altbauten des Schadow-Gymnasiums: Denkmalgerechte Modernisierung und Raumvergrößerung
Die beiden Schulgebäude aus dem Jahr 1914 stehen unter Denkmalschutz. Sie werden nacheinander saniert und erhalten eine neue Raumstruktur. Damit soll die Fläche besser genutzt und an die heutigen Anforderungen angepasst werden.
Neben der Sanierung wird auch ein Neubau entstehen. Er ersetzt die bisherige Turnhalle und die kleine Mensa. Das neue Gebäude soll vier Geschosse haben und neben einer Sporthalle auch eine große Mensa und zusätzliche Klassenräume aufnehmen.
Neubau der Sporthalle und der Mensa: Mängel der alten Gebäude und steigender Platzbedarf
Die bestehende Turnhalle ist seit 2011 von statischen Problemen betroffen und verfügt nicht über die nötigen Geräteräume. Die Mensa reicht für die mehr als 1.100 Schülerinnen und Schüler nicht aus. Deshalb ist ein Neubau notwendig.
Auch die Altbauten sind in einem schlechten Zustand. Über viele Jahre hat sich ein erheblicher Sanierungsstau gebildet. Gleichzeitig steigt der Platzbedarf durch die wachsende Zahl an Schülerinnen und Schülern. Die geplanten Maßnahmen sollen diese Probleme langfristig lösen.
Interimslösungen: Provisorische Räume und Ausweichmöglichkeiten während der Bauzeit
Während der Arbeiten werden verschiedene Übergangslösungen genutzt. Der Sportunterricht findet teilweise in kleineren Hallen statt. Außerdem werden die Onkel Tom Halle und die Leistikow Halle einbezogen. Eine provisorische Mensa entsteht auf dem Schulhof an der Neuen Straße.
Ab 2027 sind zusätzliche Interimslösungen vorgesehen. An der Neuen Straße wird ein dreigeschossiger Modulbau mit zwölf Räumen errichtet. An der Anhaltiner Straße entsteht ein zweigeschossiger Bau mit sieben Räumen. Beide Provisorien sollen vier Jahre genutzt und nach 2033 zurückgebaut werden.
Quellen: Tagesspiegel, HOWOGE, Hausmann Architektur, Berlin/ Berliner Schulbauoffensive
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