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Das Schadow-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf wird in den kommenden Jahren grundlegend umgebaut und erweitert. Ziel ist ein moderner Schulcampus, der denkmalgeschützte Substanz bewahrt und zugleich neue Lernformen ermöglicht. Erste Planungen zeigen, wie Lernen, Sport und Aufenthalt künftig räumlich zusammenfinden sollen.

Visualisierung vom Schadow Gymnasium aus Sicht der Anhaltiner Straße

Das Schadow Gymnasium in Zehlendorf soll bis 2033 umfassend saniert und durch einen Neubau mit Mensa, Sporthalle und zusätzlichen Klassenräumen erweitert werden. / © Visualisierung: Rendertaxi GmbH

© Visualisierungen: Rendertaxi GmbH
© Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett (Peter Kuley), CC BY-SA 3.0

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Das Schadow-Gymnasium liegt unweit des S-Bahnhofs Zehlendorf und zählt zu den ältesten Gymnasien im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Auf dem Campus befinden sich mehrere denkmalgeschützte Gebäude, darunter das Hauptgebäude aus dem Jahr 1914 sowie das ehemalige Schulgebäude der Beucke-Schule von 1905. Hinzu kommen eine frühere Direktorenvilla und eine Sporthalle mit zwei Hallenteilen. Ziel der kommenden Baumaßnahmen ist es, diese historische Bausubstanz zu erhalten und zugleich an heutige pädagogische Anforderungen anzupassen.

Grundlage der Planung ist ein mehrjähriger Partizipationsprozess mit der Schulgemeinschaft. Auf dessen Basis wurde die Vorplanung abgeschlossen. Künftig soll das Gymnasium bis zu 950 Schülerinnen und Schüler aufnehmen können. Die Zügigkeit reicht je nach Jahrgang von zwei bis fünf Klassen. Der Umbau ist Teil der Berliner Schulbauoffensive.

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Lern- und Teamhauskonzept: Neue Raumstruktur für Unterricht und Selbstlernen am Schadow-Gymnasium

Das architektonische Leitbild orientiert sich am Berliner Lern- und Teamhauskonzept. Unterrichtsräume werden dabei zu klar gegliederten Jahrgangsbereichen zusammengefasst und durch Teamräume für Lehrkräfte ergänzt. Ziel ist eine übersichtliche Struktur mit kurzen Wegen und einer stärkeren Verzahnung von Lernen, Zusammenarbeit und Selbststudium.

Im Bestandsgebäude des Schadow-Gymnasiums sollen künftig unter anderem die Jahrgangsstufen 5 und 6, die Sekundarstufe II, Verwaltungsbereiche sowie Inklusionsräume untergebracht werden. Die bestehende Aula wird zu einem zonierten Selbstlernbereich mit angeschlossener Bibliothek umgestaltet. Dadurch verändert sich der Charakter des Hauses deutlich, vom klassischen Flur-Schulbau hin zu einem offenen Lernort.

Ergänzungsbau ergänzt Denkmalbestand um dringend benötigte Schulflächen in Zehlendorf

Da der vorhandene Gebäudebestand den Flächenbedarf nicht vollständig abdecken kann, ist ein zusätzlicher Ergänzungsbau geplant. In diesem Neubau sollen eine neue Dreifeld-Sporthalle, eine zeitgemäße Mensa, Fachräume für Naturwissenschaften sowie die Jahrgangsstufe 10 untergebracht werden. Die bestehende Sporthalle wird im Zuge der Arbeiten zurückgebaut.

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Der neue Baukörper soll das Campusgefüge ergänzen, ohne die historischen Gebäude zu dominieren. Geplant ist außerdem ein Dachgarten auf dem ersten Obergeschoss des Neubaus, der als ruhiger Aufenthaltsbereich genutzt werden kann. Damit entstehen zusätzliche Freiräume auf dem ansonsten dicht genutzten Schulgelände.

Schadow-Gymnasium Zehlendorf: Ergänzungsbau mit Dreifeld-Sporthalle und Mensa

Die Haupterschließung des Schulgeländes bleibt an der Beuckestraße bestehen. Zusätzlich entsteht ein weiterer Zugang von Süden über die Anhaltiner Straße, in unmittelbarer Nähe des Neubaus. Die barrierefreie Erschließung orientiert sich zur Campusmitte und soll den Alltag für alle Nutzerinnen und Nutzer erleichtern.

Auch die Außenanlagen werden umfassend neu gestaltet. Sportflächen werden künftig an der Neuen Straße gebündelt, Fahrradstellplätze bleiben überwiegend im Norden des Campus erhalten und werden ergänzt. Pkw-Stellplätze werden neu organisiert und begrünt. Ein Großteil der Schulhofflächen erhält damit ein neues Gesicht.

Berlin-Zehlendorf: Mehrphasiger Umbau des Schadow-Gymnasiums bis 2033

Die Baustelleneinrichtung hat bereits 2025 begonnen und das Bauende ist für 2033 geplant. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Phasen, damit der Schulbetrieb weitgehend aufrechterhalten werden kann. Zunächst entsteht der Neubau, anschließend werden die denkmalgeschützten Bestandsgebäude saniert, barrierefrei erschlossen und technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Nach Abschluss der Maßnahmen soll ein moderner Schulcampus entstehen, der historische Architektur, zeitgemäße Lernkonzepte und neue Freiräume verbindet. Das Schadow-Gymnasium wird damit nicht nur baulich erneuert, sondern auch strukturell neu aufgestellt, als langfristige Investition in den Bildungsstandort Zehlendorf.

Schadow Gymnasium in Zehlendorf

© Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett (Peter Kuley), CC BY-SA 3.0

Quellen: HOWOGE, Planungsgemeinschaft Hausmann Architektur, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Berlin/ Berliner Schulbauoffensive

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