Das „Kalle Neukölln“ entwickelt sich weiter zu einem Ort, an dem Arbeiten, Kultur und Freizeit ineinandergreifen. Mit neuen Angeboten wie Sauna, Pool, einem Rooftop-Restaurant und einer Music Hall wächst das multifunktionale Ensemble an der Karl-Marx-Straße weiter.

Die neue Dachsauna des „Kalle Neukölln“ eröffnet durch seine großzügige Glasfront einen weiten Bick über die Hauptstadt. / © Foto: MREI
© Foto Titelbild: Sebastian Rost
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Seit Mitte November 2025 ist das „Kalle Neukölln“ um zwei Attraktionen reicher. Auf dem Dach des Gebäudes stehen nun Sauna und Pool der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das 17 Meter lange Becken ist ganzjährig geöffnet und wird mit Fernwärme beheizt. Damit wächst das Areal, das einst ein Kaufhaus beherbergte, weiter zu einem vielfältig genutzten Ort im Süden Berlins.
Hans Stier, Partner beim Projektentwickler MREI, erklärte, das Ensemble sei nie als reiner Bürostandort geplant gewesen, sondern als ein Haus, das von morgens bis abends belebt sei und Arbeiten, Essen, Kultur, Feiern und Erholung unter einem Dach vereine.
„Kalle Neukölln“: Paradox Music Hall und smartvillage ziehen ein
Ein weiterer Bestandteil der neuen Nutzung ist die Paradox Music Hall, die am 5. Dezember 2025 ihren Betrieb aufnehmen soll. Sie entsteht in Kooperation mit dem Neuköllner Kulturcafé Prachtwerk, das dort künftig Konzerte veranstalten wird. Die Halle bietet Platz für 600 Steh- oder 300 Sitzplätze und kann durch einen angrenzenden Wintergarten erweitert werden.
Unter der Woche nutzt der Anbieter smartvillage die Räumlichkeiten für Firmenveranstaltungen. Damit vereint das Gebäude künftig kulturelle und wirtschaftliche Nutzungen unter einem Dach und stärkt seine Rolle als multifunktionaler Standort im Bezirk.
Rooftop-Gastronomie: The Dawn eröffnet neuen Standort in Neukölln
Neben neuen Veranstaltungsflächen soll im Frühjahr 2026 ein weiterer Mieter auf dem Dach einziehen. Das Frühstücksrestaurant „The Dawn“ zieht auf das Dach des Gebäudes. Auf rund 800 Quadratmetern entstehen über 200 Sitzplätze, davon mehr als 100 auf der Terrasse mit Blick über Neukölln.
Neben internationaler Küche plant der Betreiber auch kleinere kulturelle Formate. Das Restaurant eröffnet damit seinen zweiten Standort in Berlin. Bisher ist das „The Dawn“ bekannt aus dem Bikini Berlin.
Flexible Arbeitsformen: Kiez Büro im „Kalle Neukölln“
Seit Oktober 2025 ist zudem der Coworking-Anbieter Kiez Büro vertreten. Auf 2.700 Quadratmetern entstanden rund 400 flexible Arbeitsplätze, verteilt auf 25 Räume. Das Angebot richtet sich an Freiberuflerinnen und Freiberuflern, kleine Unternehmen sowie Start-ups. Neben Büros gibt es Gemeinschaftsbereiche, Küchen und Rückzugszonen, die moderne Arbeitsformen unterstützen.
Die Einbindung des Coworking-Space ergänzt den bestehenden Nutzungsmix und fördert den Austausch zwischen kreativen, wirtschaftlichen und sozialen Akteuren. Durch Mieter wie den Delta Campus oder die CODE University entsteht ein Netzwerk, das auf Kooperation und Innovation setzt.
„Kalle Neukölln“ vereint Arbeiten, Essen, Kultur, Feiern und Erholung
Das Konzept des Gebäudes zielt auf eine enge Verzahnung unterschiedlicher Nutzungen. Neben Büroflächen finden sich dort kulturelle Einrichtungen, Gastronomie, Veranstaltungsräume und gemeinschaftlich nutzbare Bereiche. Zu den Mietern gehören außerdem eine Edeka-Filiale im Untergeschoss sowie die „Kalle Halle“, eine Food Hall mit internationalem Street-Food-Angebot im Erdgeschoss.
Der Umbau des „Kalle Neukölln“ ist Teil einer größeren städtebaulichen Entwicklung entlang der Karl-Marx-Straße. Mit den neuen Freizeit- und Gastronomieangeboten entwickelt sich das Projekt stetig weiter und festigt seine Rolle als lebendiger Treffpunkt mitten in Neukölln.

Der Dachpool befand sich bis vor wenigen Monaten noch in der Bauphase. Seit November 2025 ist er nun offiziell eröffnet. / © Foto: Sebastian Rost

Die Dachsauna des „Kalle Neukölln“ ist als kompakte Fasssauna gestaltet und fügt sich dezent in das architektonische Gesamtbild der Dachlandschaft ein. / © Foto: MREI
Quellen: Kalle Neukölln, smartvillage, Architektur Urbanistik Berlin, Code University, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel, Deutsches Architektur Forum
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