Für die umfassende Modernisierung der Ernst-Reuter-Schulen in der Nordweststadt ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nach jahrelanger Vorbereitung hat die Stadt nun den Beginn der Bauarbeiten angekündigt.
© Titelbild: Wikimedia Commons, Nadi2018, CC BY-SA 4.0
Ein Schulbau-Großprojekt tritt in die nächste Phase ein: Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat Ende März die Umsetzung des ersten Bauabschnitts an den Ernst-Reuter-Schulen in der Frankfurter Nordweststadt beschlossen. Da das Vorhaben Teil der priorisierten Schulbauoffensive ist, ist zudem kein weiterer Beschluss der Stadtverordnetenversammlung erforderlich. Die Maßnahme kann damit unmittelbar vorbereitet werden.
Bildungsdezernentin Sylvia Weber bezeichnet das Projekt als das größte und wichtigste Sanierungsvorhaben innerhalb der Schulbauoffensive. Planung und Abstimmungen seien besonders umfangreich gewesen. Mit dem Beschluss sei nun der Zeitpunkt erreicht, an dem die bauliche Umsetzung beginnen könne.
Startschuss für Sporthallen & Schwimmbad: Ernst-Reuter-Schulen müssen Flächen zunächst auslagern
Der erste Bauabschnitt konzentriert sich auf den Sportbereich und die Fachräume beider Schulen. Vorgesehen sind die Sanierung mehrerer Sporthallen, darunter drei Einfeld- und eine Dreifeldhalle, sowie die Modernisierung der Schwimmhalle und zudem sämtlicher Fachräume.
Bereits im Laufe dieses Jahres beginnt die Auslagerung von zwei Sporthallen auf eine nahegelegene Fläche. Danach folgt der eigentliche Baubeginn in den Sport- und Fachbereichen, dieser ist für das Jahr 2027 geplant. Nach den rund drei Jahren Bauzeit sollen die provisorischen Sportanlagen dann wieder zurückgebaut werden.
Umbau der Ernst-Reuter-Schulen: Sanierungsarbeiten sollen bis 2036 bei laufendem Betrieb stattfinden
Das Gesamtprojekt ist in drei Bauabschnitte gegliedert, um den Schulbetrieb während der Bauzeit aufrechterhalten zu können. Nach dem ersten Abschnitt folgt ab 2030 die Sanierung der integrierten Gesamtschule. Anschließend wird auch die Oberstufe modernisiert.
Der Abschluss der gesamten Sanierungsarbeiten ist für das Jahr 2036 vorgesehen. Neben der baulichen Erneuerung liegt außerdem ein besonderer Fokus auf dem Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles. Die bestehenden Gebäude sollen dabei behutsam angepasst sowie gleichzeitig funktional erweitert werden.
Zwei Schulen, ein Standort: In der Nordweststadt lernen rund 1.700 Schülerinnen und Schüler
Der Schulstandort in der Nordweststadt vereint zwei unterschiedliche Einrichtungen. Die Ernst-Reuter-Schule I fungiert als Oberstufengymnasium mit rund 500 Schülerinnen und Schülern, die aus zahlreichen Frankfurter Schulen in die Einführungsphase wechseln.
Die Ernst-Reuter-Schule II ist eine integrierte Gesamtschule mit etwa 1.200 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge fünf bis zehn. Ergänzt wird das Angebot außerdem durch Intensiv- und Berufsorientierungsklassen, die den Standort damit zu einem wichtigen Baustein der Frankfurter Bildungslandschaft machen.
Schulbauoffensive zeigt Wirkung: Wie Frankfurt dem wachsenden Bedarf an Bildungsstandorten begegnet
Die Frankfurter Schulbauoffensive zeigt bereits an mehreren Standorten Wirkung. Projekte wie das Gymnasium Römerhof, die Johanna-Tesch-Schule oder die Umnutzung ehemaliger Bürogebäude zu Schulstandorten verdeutlichen die Bandbreite der Maßnahmen.
Mit insgesamt 30 priorisierten Vorhaben, darunter Neubauten, Sanierungen und Umnutzungen, will die Stadt systematisch auf den steigenden Bedarf an Schulplätzen reagieren. Die Schulbauoffensive unterstützt dabei, Bauprozesse zu beschleunigen und damit auch langfristig moderne Lernorte für eine wachsende Stadt zu schaffen.
Quellen: Stadt Frankfurt, Wikipedia, Ernst-Reuter-Schulen, CSZ-Bauphysik
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