In Karlshorst beginnt die Sanierung des „KAHO“. Das frühere Theater Karlshorst soll bis Ende 2028 als offener Ort für Kultur, Begegnung und Veranstaltungen entwickelt werden.

Das ehemalige Theater in Karlshorst gilt als erstes Nachkriegstheater Deutschlands und hat eine lange, wechselvolle Geschichte. Nach einer Zeit des Leerstands wird es nun saniert, um 2028 wieder als moderner Kulturort zu öffnen. / © Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F088845-0018 / Thurn, Joachim F. / CC-BY-SA 3.0
© Titelbild: Klaus Dombrowsky / HOWOGE
Im ehemaligen Theater „KAHO“ in Karlshorst beginnt die Sanierung. Das Haus steht im Herzen von Karlshorst und zählt zu den markanten Gebäuden des Lichtenberger Ortsteils. Die Stiftung Stadtkultur der landeseigenen HOWOGE will das denkmalgeschützte ehemalige Theater zu einem offenen Ort für Kultur, Begegnung und Veranstaltungen entwickeln. Parallel sucht sie Ankermieter für den künftigen Betrieb.
- Bezirk: Lichtenberg
- Adresse: Ehrenfelsstraße 3, 10318 Berlin
- Baujahr: 1948/49
- Status: denkmalgeschützt
- Geplante Fertigstellung: bis Ende 2028
Das Gebäude entstand 1948/49 und gilt als erstes Nachkriegstheater Deutschlands. Zunächst nutzte die sowjetische Armee das Haus als „Haus der Offiziere“. Später öffnete es sich auch für die Berliner Bevölkerung.
Nach der Wiedervereinigung diente es als Privattheater. Seit vielen Jahren stehen zentrale Bereiche wie Theatersaal, Foyer und Bühnenturm leer. Mit dem Start der Sanierung soll dieser historische Ort nun schrittweise wieder öffentlich nutzbar werden.
Neues „KAHO“ in Karlshorst seit 2018 in der Entwicklung
Die Entwicklung des „KAHO“ in Karlshorst läuft bereits seit mehreren Jahren in Etappen. Nach der Übertragung des Gebäudes an die Stiftung Stadtkultur im Jahr 2018 startete ein längerer Planungsprozess. In Werkstattgesprächen mit Fachleuten aus Kultur, Stadtplanung und Denkmalschutz prüften die Beteiligten die baulichen Anforderungen und mögliche Nutzungskonzepte.
Parallel testete ein Interimsprogramm in den Jahren 2021 und 2022 mit rund 100 Veranstaltungen die Nachfrage und die praktischen Möglichkeiten vor Ort. Die Zwischennutzung lieferte wichtige Erkenntnisse für die Sanierung und die spätere Nutzung des „KAHO“.
Sanierung des „KAHO“ in Karlshorst hat begonnen – finaler Ausbau bis 2028
Im Mittelpunkt der Sanierung stehen die früheren Theaterräume. Fachfirmen sollen sie denkmalgerecht instand setzen und für einen zeitgemäßen Veranstaltungsbetrieb vorbereiten. Dazu gehören die Entfernung bauzeittypisch belasteter Materialien, die Sicherung und Restaurierung historischer Bauteile sowie die Modernisierung technischer Anlagen.
Die bauvorbereitenden Maßnahmen sollen nach Angaben der HOWOGE bis zum dritten Quartal 2026 weitgehend abgeschlossen sein. Danach beginnt die Grundinstandsetzung. Den finalen Ausbau plant die Stiftung bis Ende 2028.
Pläne fürs „KAHO“: Konzerte, Lesungen, Ausstellungen
Das künftige „KAHO“ soll flexibel nutzbar sein. Vorgesehen sind verschiedene Raumkonstellationen für Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Performances, Konferenzen und Veranstaltungen für die Nachbarschaft.
Die Stiftung Stadtkultur sucht parallel zur Sanierung Ankermieter. Sie sollen die spätere Nutzung mitentwickeln und ein tragfähiges Betriebsmodell unterstützen. Petra Grampe, Vorständin der Stiftung Stadtkultur, erklärt dazu, man suche Partner, die den Standort gemeinsam mit der Stiftung ausgestalten.
„KAHO“ soll Kulturort für Karlshorst und Berlin werden
Die HOWOGE verbindet das Projekt mit der Entwicklung lebendiger Quartiere. Geschäftsführerin Inga Stein-Barthelmes erklärt, Kulturorte stärkten Nachbarschaften und verbesserten die Lebensqualität im Wohnumfeld. Mit dem „KAHO“ investiere das Unternehmen deshalb nicht nur in ein Gebäude, sondern auch in die Zukunft des Stadtteils. Die Lage nahe dem S-Bahnhof Karlshorst soll den Standort sowohl für den Kiez als auch für Besucherinnen und Besucher aus ganz Berlin erreichbar machen.
Auch während der Bauzeit soll das „KAHO“ sichtbar bleiben. Die Stiftung plant unter dem Titel „KAHO im Kiez“ kulturelle Formate an wechselnden Orten in Karlshorst.
KAHO in Karlshorst
Quellen: HOWOGE, Stiftung Stadtkultur, KAHO. Raum für Kultur
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Hätte ich jetzt nicht geglaubt, dass man das Teil nochmal in der hier dargebrachten Form erleben wird…Bin gespannt.