Am Holzwurmhaus in Neu-Hohenschönhausen laufen die Bauarbeiten. Der Jugendklub wird saniert, modernisiert und bis Ende 2026 fertiggestellt. Auch eine Erweiterung ist geplant.

Ein Bauschild informiert über die nachhaltige Erneuerung des Holzwurmhauses in der Falkenberger Chaussee in Berlin-Neu-Hohenschönhausen. Das Projekt umfasst die Sanierung der Jugendfreizeiteinrichtung und wird im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Erneuerung umgesetzt.

Das Bauschild informiert über die Sanierung des Holzwurmhauses. Die Bauarbeiten an der Jugendfreizeiteinrichtung werden im Rahmen des Programms „Nachhaltige Erneuerung“ gefördert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am Holzwurmhaus an der Falkenberger Chaussee sind die Bauarbeiten deutlich sichtbar. Gerüste umgeben die Jugendfreizeiteinrichtung, große Teile des Daches sind bereits neu abgedichtet. Am oberen Gebäudeteil liegt die Holzkonstruktion noch offen. Bis Ende 2026 soll der Jugendklub umfassend saniert und wieder nutzbar sein.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Adresse: Falkenberger Chaussee 141, 13059 Berlin
  • Fertigstellung Jugendklub: Ende 2026
  • Gesamtprojekt: voraussichtlich bis 2029

Auf der Baustelle lagern verpackte Holzbauteile und weitere Materialien. Zimmerleute und Dachdecker arbeiten an mehreren Bereichen gleichzeitig. Besonders weit fortgeschritten wirkt die Dachsanierung. Gleichzeitig zeigt der freigelegte obere Aufbau, wie tief die Arbeiten in die vorhandene Gebäudestruktur eingreifen.

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Bauarbeiten am Holzwurmhaus betreffen die gesamte Konstruktion

Das Holzwurmhaus wurde 1996 als Niedrigenergiehaus in Holzbauweise errichtet. Das L-förmige Gebäude mit einem zweigeschossigen Turm, einer Holzfassade und einem begrünten Dach liegt am Rand des Landschaftsraums Wartenberger-Falkenberger Luch. Untersuchungen hatten Schäden durch holzzerstörende Insekten, Hausschwamm und weitere Schadstellen ergeben. Deshalb wurde der Bestandsbau weitgehend bis auf seine tragfähige Konstruktion zurückgebaut. 

Fassaden- und Tragwerksteile wurden und werden einzeln geprüft, ersetzt oder wenn möglich weiterverwendet. Dach und Fenster entstehen vollständig neu. Die künftige Fassade erhält eine hinterlüftete Holzverschalung. Vorgefertigte Bauelemente sollen die Montage beschleunigen. Der eigentliche Baubeginn erfolgte nach Angaben des Förderprogramms im Januar 2026.

Die Bauarbeiten am Holzwurmhaus in Neu-Hohenschönhausen sind in vollem Gange. Das Dach des Jugendklubs ist bereits neu abgedichtet, während am markanten Turm die neue Holzkonstruktion sichtbar ist. Vor dem Gebäude stehen Baumaterialien, Gerüste und Baufahrzeuge.

Am Holzwurmhaus in Neu-Hohenschönhausen schreiten die Bauarbeiten sichtbar voran. Während das Dach bereits weitgehend erneuert wurde, laufen am charakteristischen Turm die Arbeiten an der Holzkonstruktion. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Jugendklub in Neu-Hohenschönhausen erhält größere Fenster

Mit der Sanierung verändert sich auch die Raumaufteilung. Die Treppe zum Turm wird aus dem Zentrum des großen Mehrzweckraums versetzt. Dadurch entsteht dort mehr zusammenhängende Nutzfläche. Größere Fenster sollen mehr Tageslicht in die Räume bringen. Zusätzlich sind neue Lager-, Büro- und Besprechungsflächen, ein barrierefreies WC sowie akustisch wirksame Decken vorgesehen. Der Musikaufnahmeraum und Bereiche für Billard, Kicker und weitere Freizeitangebote bleiben erhalten. 

Auch die Gebäudetechnik wird erneuert. Geplant sind eine Wärmepumpe, Solarthermie und eine ergänzende Photovoltaikanlage. Das Abwasser soll künftig über eine Pflanzen- beziehungsweise Schilfrohrkläranlage auf dem Gelände gereinigt und teilweise zur Bewässerung genutzt werden. Bei den Bauarbeiten müssen zugleich ökologische Anforderungen berücksichtigt werden. Dazu zählen der Schutz des Lebensraums der Knoblauchkröte und Nisthilfen für Singvögel. 

Holzwurmhaus bleibt ein offener Jugendklub

Der von der SozDia Stiftung Berlin betriebene Jugendklub richtet sich mit offener Kinder- und Jugendarbeit an junge Menschen aus dem Stadtteil. Zum bisherigen Angebot gehören Sport, Kochen, kreative und mediale Aktivitäten sowie ein großes Außengelände mit Abenteuerspielplatz, Gemüsegarten, Beachvolleyballfeld, Bühne und Hüttenbau. Während der Bauarbeiten nutzt das Holzwurmhaus nach Angaben des Trägers einen Ausweichstandort in der Zingster Straße 4. 

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Die Sanierung kostet rund 2,484 Millionen Euro. Davon stammen etwa 2,237 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm Nachhaltige Erneuerung. Weitere Mittel bringt der Träger ein. Nach Abschluss des Jugendklubs soll auf dem Grundstück ein dreigeschossiger Neubau mit Familienzentrum und zwei Wohngruppen für queere Jugendliche entstehen. Das gesamte Vorhaben ist bis 2029 angesetzt. 

Holzwurmhaus

 

Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Programm Nachhaltige Erneuerung, SozDia Stiftung Berlin, Bezirksamt Lichtenberg

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