Ende 2026 soll der Hauptsitz der Landwirtschaftlichen Rentenbank nach umfassender Sanierung wieder bezogen werden. Die Modernisierung verbindet denkmalgeschützte Strukturen der 1950er Jahre mit zeitgemäßer Büro- und Gebäudetechnik.

Die geplanten Umbauarbeiten sowie die Aufstockung des hinteren Gebäudeteils sollen bis Ende 2026 abgeschlossen werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Noch in diesem Jahr soll die Sanierung der Landwirtschaftlichen Rentenbank abgeschlossen werden und der modernisierte Hauptsitz an der Hochstraße wieder bezogen werden. Der Gebäudekomplex aus den frühen 1950er Jahren wird derzeit umfassend instand gesetzt und zugleich erweitert. Ziel der Sanierung ist es, die denkmalgeschützte Architektur der Nachkriegsmoderne zu bewahren und den Standort funktional an die heutigen Anforderungen einer bundesweit tätigen Förderbank anzupassen.
Das Frankfurter Architekturbüro Jourdan und Müller Steinhauser Architekten PAS übernimmt die Planung und Umsetzung des Umbaus. Während der Bauarbeiten hat die Landwirtschaftliche Rentenbank ihren Geschäftsbetrieb vollständig in das „Goldene Haus“ an der Theodor-Heuss-Allee 80 verlagert.
Architektur der 1950er Jahre prägt den Standort und bestimmt die Leitlinien der Sanierung
Das Ensemble setzt sich aus drei miteinander verbundenen Gebäudeteilen zusammen. An der Ecke Hochstraße und Eschenheimertor steht ein eingeschossiger Pavillon, an den sich ein sechsgeschossiger Mittelbau sowie ein neungeschossiges Hochhaus anschließen. Alle Bauteile entstanden zwischen 1954 und 1956 und stehen unter Denkmalschutz. Die Sanierung folgt dem Anspruch, die charakteristische Formensprache der Entstehungszeit zu erhalten und zugleich neue Nutzungsspielräume zu eröffnen.
Einen zentralen Schwerpunkt bildet der Erhalt prägender architektonischer Elemente. Das markante Flugdach bleibt ebenso bestehen wie die denkmalgeschützte Fassadengestaltung. Auch im Inneren bewahrt die Rentenbank wesentliche Zeugnisse der Bauzeit. Das ursprüngliche Treppenhaus sowie das Wandgemälde im ehemaligen Casino bleiben erhalten und fließen in das zukünftige Nutzungskonzept ein.
Erweiterung des mittleren Gebäudeteils und technische Erneuerung als Antwort auf steigenden Raumbedarf
Parallel zur Instandsetzung erweitert die Rentenbank den Gebäudekomplex. Auslöser ist die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Zahl der Beschäftigten. Um den zusätzlichen Raumbedarf zu decken, stockt die Bank den mittleren Gebäudeteil um vier Geschosse auf. Mit dieser Maßnahme greift das Projekt eine ursprüngliche Entwurfsidee der Architekten William Rohrer und Werner Dierschke in Zusammenarbeit mit Rudolf Letocha auf, die in der Nachkriegszeit nicht realisiert worden war. Insgesamt entstehen rund 3.200 Quadratmeter zusätzliche Bürofläche.
Einen weiteren wesentlichen Bestandteil des Projekts bildet die vollständige Erneuerung der technischen Infrastruktur. Die Rentenbank modernisiert sämtliche haustechnischen Anlagen und ersetzt Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik. Zusätzlich erneuert sie im gesamten Gebäude alle Fenster.
Freigelegte Stadtmauer und abschließende Bauarbeiten schaffen Verbindung von Geschichte und Gegenwart
Im Zuge der Tiefbauarbeiten traten archäologische Funde zutage. Teile der Frankfurter Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert wurden im Baugrund freigelegt. Die Landwirtschaftliche Rentenbank unterstützte das Denkmalamt bei der wissenschaftlichen Untersuchung der Relikte. Vorgesehen ist, ausgewählte Mauerreste künftig im neu gestalteten Innenhof sichtbar zu belassen und damit die historische Entwicklung des Standorts im heutigen Stadtbild nachvollziehbar zu machen.
Die Aufstockung des mittleren Gebäudeteils sowie die Errichtung der Technikzentrale auf dem Dach wurden im Jahr 2025 abgeschlossen. Für das Jahr 2026 sind die Fertigstellung der Außenanlagen, die Möblierung der Büroräume sowie der Wiedereinzug vorgesehen. Mit der Rückkehr von rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an die Hochstraße schafft die Landwirtschaftliche Rentenbank die baulichen Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Verwaltung.

Einen zentralen Schwerpunkt der Sanierung bildet der Erhalt prägender architektonischer Elemente. Das markante Flugdach bleibt ebenso bestehen wie die denkmalgeschützte Fassadengestaltung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Rentenbank, Skyline Atlas
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