Schienen, Straßen und Seeweg: All das kommt im Frankfurter Osthafen zusammen. Deshalb dient der Standort als verbindender, infrastruktureller Knotenpunkt. Nun soll die historische Franziusstraße, die sich in diesem Gebiet befindet, grundlegend saniert und umgestaltet werden.

Die Franziusstraße im Frankfurter Osthafen zählt zu den wichtigsten, infrastrukturellen Knotenpunkten Frankfurts. Die 1,4 km lange Uferstraße soll nun grundlegend saniert werden. In diesem Zuge werden auch Flächen für Fußgänger und Radfahrer ergänzt. / © Foto: Wikimedia Commons, GeorgDerReisende, CC BY-SA 4.0
© Titelbild: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler
Im Frankfurter Osthafen haben die Bauarbeiten für die Erneuerung der Franziusstraße begonnen. Die Straße liegt im Stadtteil Bornheim und gilt als wichtige Verkehrsachse im Hafengebiet. Sie verbindet die Osthafen- und Honsellbrücke mit der weiter östlich gelegenen Kaiserleibrücke und spielt eine zentrale Rolle für den innerstädtischen Verkehr und den Wirtschaftsstandort Osthafen.
Mit einem offiziellen Spatenstich am Mittwoch, dem 23. Juli 2025, fiel der Startschuss für die umfangreiche Maßnahme. Geplant ist eine grundlegende Erneuerung und Modernisierung der rund 1,4 Kilometer langen Industriestraße, um sie an die heutigen Anforderungen an Infrastruktur und Verkehrssicherheit anzupassen.
Spatenstich im Frankfurter Osthafen: Was in der Franziusstraße geplant ist
Die stark beanspruchte Uferstraße soll grundlegend erneuert und umgestaltet werden. Hierbei spielen neben funktionalen und gestalterischen Aspekten vor allem die technischen Faktoren eine wichtige Rolle: Die Zulieferungsstraße wird hauptsächlich durch oft tonnenschwere Lastkraftwagen befahren. Um ein sicheres Befahren zu gewährleisten, muss die Fahrbahn erneuert und statisch abgesichert werden.
Bei der Umgestaltung der Industrieachse sollen jedoch auch Fußgänger und Radfahrer berücksichtigt werden, für die bislang keinerlei Angebote bestehen. Auf der Südseite der Straße sollen entsprechende Flächen ergänzt werden. Diese Ergänzung sei elementar, besonders weil sich der Osthaften in den letzten Jahren zu einem zunehmend attraktiven Ort für Kreativwirtschaft, Gastronomie und Events entwickelt hat. Zusätzlich sollen gegliederte Lade- und Parkzonen integriert werden.
Franziusstraße in Frankfurt Bornheim: Historische Industriestraße wird grunderneuert
Der Osthafen 1 im Frankfurter Stadtteil Bornheim wurde 1925 fertiggestellt und gilt als ältester Abschnitt des städtischen Hafens. Die Franziusstraße entstand in den 1920er-Jahren als zentrale Zufahrtsstraße und wurde nach dem Wasserbauingenieur Ludwig Franzius benannt. Sie war von Beginn an für den Güterverkehr konzipiert und verband den Hafen mit dem Bahn- und Straßennetz. Trotz mehrfacher Überbauung in den 1960er- und 1970er-Jahren blieb eine umfassende Erneuerung bisher aus.
Die nun gestartete Erneuerung der Franziusstraße ist Teil des städtischen Industriestraßenprogramms, das bereits 2017 vom Magistrat beschlossen wurde. Ziel des Maßnahmenpakets ist es, besonders stark belastete Verkehrsachsen im Stadtgebiet grundlegend zu modernisieren. Für die Sanierung der 1,4 Kilometer langen Franziusstraße sind Investitionen in Höhe von 8,7 Millionen Euro vorgesehen. Einen Teil der Kosten übernimmt das Land Hessen, das das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von 2,76 Millionen Euro unterstützt.
Generalüberholung der Franziusstraße: Diese Folgen entstehen für den Osthafen
Bereits im Sommer 2024 haben das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) sowie die StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH (SRM) erste vorbereitende Arbeiten abgeschlossen. Die eigentliche Sanierung der Franziusstraße soll in insgesamt elf Bauphasen erfolgen. Der Baubeginn ist bewusst auf die Sommerferien gelegt worden, um betriebliche Einschränkungen für die ansässigen Unternehmen möglichst gering zu halten. Während der gesamten Bauzeit bleibt die Straße nutzbar, sie wird jedoch als richtungswechselnde Einbahnstraße geführt.
Die umfassende Erneuerung der Franziusstraße ist ein notwendiger Schritt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Frankfurt. Der Osthafen gilt dabei als wichtiges und „starkes Rückgrat“, beschreibt Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert. Mit seiner „trimodalen Anbindung an Wasser, Schiene und Straße“ spiele er eine wichtige Rolle für die städtische Logistik. Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert unterstreicht, dass eine leistungsfähige Infrastruktur wie die Franziusstraße entscheidend für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsverkehr sei.
Quellen: Stadt Frankfurt
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