In Berlin-Wilmersdorf schreitet die Sanierung des Hauptstandorts der Deutschen Rentenversicherung Bund sichtbar voran. Knapp zehn Monate nach dem offiziellen Spatenstich ist die erste Baustufe im Stadtbild deutlich erkennbar.

Zunächst konzentriert sich die Modernisierung auf das sogenannte Yorck-Haus entlang der Westfälischen Straße sowie einen angrenzenden Verbindungsbau. Erste Arbeiten sind bereits deutlich erkennbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Das Bauprojekt der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) in Berlin-Wilmersdorf schreitet sichtlich voran. Knapp zehn Monate nach dem offiziellen Spatenstich sind auf dem Gelände zwischen Ruhrstraße und Westfälischer Straße erste Veränderungen deutlich zu erkennen.
Das Areal ist mittlerweile durch einen Bauzaun gesichert, dahinter befinden sich mehrere Container, Lagerflächen für Baumaterialien. Eines der Gebäude ist derzeit vollständig eingerüstet und von Planen und provisorischen Bauinstallationen umgeben.
Modernisierung des Deutschen Rentenversicherung-Areals: Yorck-Haus als erster Schwerpunkt der Bauarbeiten
Zunächst konzentriert sich die Modernisierung auf das sogenannte Yorck-Haus entlang der Westfälischen Straße sowie einen angrenzenden Verbindungsbau. Beide Gebäudeteile umfassen eine Bruttogeschossfläche von rund 33.000 Quadratmetern. Die geplante Dauer für diesen ersten Bauabschnitt beträgt vier Jahre, bevor sich die Sanierung auf den südlichen Teil des Areals ausweitet.
Der Gebäudekomplex, der in Teilen unter Denkmalschutz steht, soll bis 2032 umfassend modernisiert werden. Im Fokus stehen dabei sowohl energetische Verbesserungen als auch eine neue Flächenaufteilung für moderne Arbeitswelten. Die Zahl der Arbeitsplätze am Standort soll von derzeit 2.800 auf 3.500 steigen.
Bauarbeiten an der Westfälischen Straße: Historische Substanz trifft moderne Nutzungskonzepte
Besonderes Augenmerk liegt auf dem denkmalgerechten Umgang mit den historischen Bauten. Das Gelände der DRV umfasst unter anderem das 1923 errichtete Stammhaus sowie ein frühes Berliner Hochhaus mit expressiver Backsteinfassade. Neben dem Erhalt historischer Elemente soll auch die Aufenthaltsqualität im Innenbereich gesteigert werden. Innenhöfe werden neu gestaltet und begrünt.
Zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks plant die DRV die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern und ein Konzept zur Regenwassernutzung. Ziel ist eine Nachhaltigkeitszertifizierung in der Kategorie Silber.
Fertigstellung bis 2032: Zentralisierung und neue Eingangsbereiche geplant
Im Zuge der Umbauten soll auch ein neuer Eingangsbereich entstehen, der verschiedene zentrale Funktionen wie Kantine, Bibliothek und Beratungsstelle bündelt. Damit werden zentrale Einrichtungen des Standorts an einem neuen Ort zusammengeführt. Die Deutsche Rentenversicherung Bund verfolgt das Ziel, nicht nur technisch und energetisch zu modernisieren, sondern auch funktional auf veränderte Arbeitsanforderungen zu reagieren.
Nach eigenen Angaben handelt es sich um das größte Bauprojekt der DRV in den vergangenen 50 Jahren. Der Zeitrahmen bis 2032 zeigt, dass der Umbau langfristig geplant und etappenweise realisiert wird. Die sichtbaren Veränderungen im Straßenbild markieren nun den konkreten Einstieg in diese umfassende Modernisierung.

Neben dem Erhalt historischer Elemente soll auch die Aufenthaltsqualität im Innenbereich gesteigert werden. Innenhöfe werden künftig neu gestaltet und begrünt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Zuerst wird der Bereich nördlich der Westfälischen Straße entkernt und modernisiert. Erst nach Abschluss der Arbeiten im ersten Bauabschnitt soll dann die Sanierung des südlichen Abschnittes beginnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

In den ersten vier Jahren des Großprojektes werden das sogenannte Yorck-Haus entlang der Westfälischen Straße und ein Verbindungsbau saniert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: DRV Bund, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, RKW Architektur + Rhode Kellermann Wawrowsky GmbH
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