Die S25 soll im Berliner Norden deutlich häufiger fahren. Das Ziel steht schon seit Jahren fest, doch ausgerechnet im Zentrum von Tegel gibt es ein ungelöstes Problem. Zwei SPD-Politiker bringen nun drei Varianten ins Spiel.

Der geschlossene Bahnübergang Gorkistraße in Berlin-Tegel mit Schranken, Andreaskreuz und rotem Signal. Der Übergang spielt eine zentrale Rolle beim geplanten 10-Minuten-Takt der S25.

Der Bahnübergang Gorkistraße in Tegel gilt als Knackpunkt für den geplanten 10-Minuten-Takt der S25. Diskutiert werden derzeit verschiedene Lösungen für den Auto-, Bus-, Fuß- und Radverkehr. / © Foto: Wikimedia Commons, Lukas Beck, CC BY-SA 4.0

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Die S25 verbindet den Berliner Norden mit der Innenstadt und Brandenburg. Zwischen Schönholz und Hennigsdorf soll sie langfristig im 10-Minuten-Takt verkehren. Das Vorhaben ist Teil des Infrastrukturprogramms i2030. Doch bevor mehr Züge fahren können, muss die Strecke ausgebaut werden. Besonders kompliziert ist die Situation am Bahnübergang Gorkistraße in Tegel.

  • Bezirk: Reinickendorf
  • Strecke: S25 Nord zwischen Berlin-Schönholz und Hennigsdorf
  • Ziel: 10-Minuten-Takt bis Hennigsdorf
  • Projektstatus: Vorbereitung der Vorplanung

Der Bahnübergang an der Gorkistraße liegt unmittelbar nördlich des S-Bahnhofs Tegel. Hier kreuzen nicht nur Autos, Radfahrer und Fußgänger die Gleise. Auch mehrere Buslinien nutzen die Verbindung. Schon frühere Untersuchungen des Senats machten deshalb deutlich, dass ein dichterer S-Bahn-Verkehr Auswirkungen auf den Bahnübergang und möglicherweise auch auf Lage und Zugänglichkeit des Bahnhofs Tegel haben könnte.

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S25 in Tegel: SPD fordert Untersuchung von drei Varianten

Die SPD-Politiker Sven Meyer und Samuel Märkt wollen das Thema nun stärker auf die politische Agenda setzen. Märkt kandidiert bei der Abgeordnetenhauswahl 2026 im Wahlkreis Reinickendorf 3. Beide fordern nach eigenen Angaben eine Machbarkeitsstudie, die drei Varianten für die Gorkistraße vergleichen soll.

Eine Möglichkeit wäre eine Überführung für den Autoverkehr, finanziert durch das Land Berlin. Als zweite Variante schlagen Meyer und Märkt vor, den Bahnübergang dauerhaft für Autos und Busse zu schließen. Der Verkehr müsste dann über umliegende Straßen geführt werden. In einer dritten Variante bliebe die Querung zumindest für Busse geöffnet. Nach Angaben der beiden SPD-Politiker müsste dann allerdings genau untersucht werden, wie sich die längeren Schließzeiten der Schranken auf die Buslinien 124, 125 und 222 auswirken.

10-Minuten-Takt der S25 ist bereits Teil der i2030-Planung

Die Diskussion kommt nicht aus dem Nichts. Bereits am 31. August 2026 hatten Meyer und Märkt das Thema bei einer öffentlichen Veranstaltung in Tegel diskutiert. Eingeladen waren auch der Verkehrsexperte Horst Mentz sowie Angela Budweg von der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf. Im Mittelpunkt standen schon dort mögliche Umleitungen, Lösungen für Fuß- und Radverkehr sowie die Folgen für Busse und Rettungsfahrzeuge.

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Der 10-Minuten-Takt zwischen Schönholz und Hennigsdorf gehört bereits zum offiziellen Zielkonzept des Infrastrukturprojekts i2030. Vorgesehen ist nach Möglichkeit ein vollständig zweigleisiger Ausbau der S25. Außerdem soll in Borsigwalde eine neue Station entstehen. Der Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik soll in Richtung Ollenhauerstraße verlegt werden, um den Umstieg zur U8 zu verbessern. Auch längere Bahnsteige für S-Bahn-Züge mit bis zu acht Wagen gehören zum Konzept.

Blick auf den S-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Reinickendorf.

Der S-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik soll künftig näher an die Ollenhauerstraße rücken und bessere Umsteigemöglichkeiten zur U8 bieten. / © Foto: Wikimedia Commons, IngolfBLN, CC BY-SA 2.0

Machbarkeitsstudie für 10-Minuten-Takt der S25?

Berlin und Brandenburg hatten bereits 2023 gemeinsam mit der Deutschen Bahn eine Finanzierungsvereinbarung über rund 27 Millionen Euro für die Vorplanung mehrerer Maßnahmen im Korridor Prignitz-Express/Velten abgeschlossen. Dazu gehören der Ausbau der S25 Nord sowie weitere Planungen im Regionalverkehr. Aktuell führt i2030 den S-Bahn-Ausbau Schönholz–Hennigsdorf als Projekt in Vorbereitung der Vorplanung. Die Grundlagenermittlung ist abgeschlossen, ein Planungsbüro wurde gebunden. Einen verbindlichen Termin für Bau und Inbetriebnahme nennt i2030 derzeit nicht.

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Ob die von Meyer und Märkt vorgeschlagene zusätzliche Machbarkeitsstudie tatsächlich kommt und welche Variante Berlin anschließend verfolgen würde, ist derzeit offen. Fest steht lediglich das übergeordnete Ziel: Der 10-Minuten-Takt auf der S25 bis Hennigsdorf bleibt Bestandteil der offiziellen i2030-Planungen. Wann Fahrgäste tatsächlich davon profitieren, lässt sich nach dem derzeitigen Planungsstand noch nicht seriös bestimmen.

S25: 10-Minuten-Takt in Berlin-Tegel
Der geplante 10-Minuten-Takt der S25 bis Hennigsdorf stellt die Verkehrsplanung am Bahnübergang Gorkistraße vor besondere Herausforderungen.

 

Quellen: Pressemitteilung Samuel Märkt, i2030, Deutsche Bahn, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

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One Comment

  1. Yvonne Hagel 18. September 2026 at 09:59 - Reply

    Warum nicht einfach eine Buslinie, die nach Hennigsdorf führt. Deutlich weniger Kosten u Aufwand?

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