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Der modernisierte S-Bahnhof Gehrenseestraße in Alt-Hohenschönhausen ist seit Ende 2024 wieder in Betrieb. Fahrgäste profitieren nun von Aufzug, neuer Beleuchtung und verbesserter Ausstattung. Doch die geplante Treppe zur Gehrenseebrücke bleibt vorerst gesperrt, ihre Freigabe verzögert sich bis November 2025.
Aufzug an der S-Bahnstation Gehrenseestraße.

Barrierefrei und modern präsentiert sich der umgebaute S-Bahnhof Geerenseestraße in Alt-Hohenschönhausen. Im Dezember 2024 wurde die neue Station feierlich eingeweiht. Nun muss noch die Treppe an der Station freigegeben werden. / © Foto: Deutsche Bahn AG

© Fotos: Deutsche Bahn AG

 

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Nach anderthalb Jahren Bauzeit wurde der S-Bahnhof Gehrenseestraße im Dezember 2024 feierlich wiedereröffnet. Fahrgäste können seitdem den modernisierten Bahnsteig nutzen, der nun über einen Aufzug, neue Beleuchtung und eine verbesserte Ausstattung verfügt. Damit zählt die Station im Lichtenberger Ortsteil Alt-Hohenschönhausen zu den inzwischen 161 barrierefreien S-Bahnstationen Berlins.

Die Deutsche Bahn investierte gemeinsam mit Bund und Land Berlin über 13 Millionen Euro in die Modernisierung. Neben dem Aufzug wurden eine taktile Wegeleitung, neue Monitore und Lautsprecher sowie ein energiesparendes LED-System installiert. Auch Dach, Sitzmöglichkeiten und Bodenbeläge wurden erneuert, um Aufenthaltsqualität und Sicherheit zu verbessern. Die Sanierung und der barrierefreie Ausbau der Station galten als lange überfällig, da der Bahnhof, der Mitte der 1980er Jahre in Betrieb genommen wurde, baulich stark in die Jahre gekommen war. Die Bauarbeiten begannen im Juni 2023, wurden jedoch durch schwierige Bodenverhältnisse und andere Herausforderungen verzögert.

Neue Treppe zur Gehrenseebrücke: Fertiggestellt, aber erst ab November nutzbar

Trotz dieser Fortschritte fehlt den Reisenden bislang ein zentraler Zugang. Die neue Treppe zur Gehrenseebrücke wurde bereits im Juni 2025 eingebaut, inklusive Handläufen, Lichtbügeln und Geländern. Eigentlich könnten Fahrgäste die Verbindung längst nutzen. Doch Restarbeiten am Graffitischutz und beim Aufstiegsschutz verhindern die Freigabe.

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Nach Angaben der Deutschen Bahn soll die Treppe erst Mitte November 2025 für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Ein früherer Termin sei „aus Kapazitätsgründen“ nicht möglich. Beobachterinnen und Beobachter zeigen sich irritiert über die Verzögerung, da der bauliche Hauptteil seit Monaten fertiggestellt ist.

Lob für Barrierefreiheit, Kritik an Verzögerungen beim Bauablauf an der S-Bahnstation Gehrenseestraße

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn, betonte bei der Eröffnung, dass die Modernisierung vor allem mobilitätseingeschränkten Fahrgästen zugutekomme. Verkehrssenatorin Ute Bonde hob die Bedeutung der Förderprogramme hervor, mit denen Berlin den barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen unterstütze.

Dennoch bleibt der Eindruck, dass Bauabläufe nicht optimal aufeinander abgestimmt wurden. Während der Bahnhof bereits seit Monaten in Betrieb ist, warten Reisende weiterhin auf den vollständigen Zugang. Die Situation verdeutlicht, dass auch bei vergleichsweise kleinen Infrastrukturmaßnahmen Verzögerungen im Detail spürbare Folgen für die Nutzerinnen und Nutzer haben.

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Die Gleise an der modernisierten Station Gehrenseestraße.

© Foto: Deutsche Bahn AG

Quellen: Deutsche Bahn AG, S-Bahn Berlin, rbb24

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