Wegen umfangreicher Bauarbeiten fährt die S-Bahn in Hamburg mehrere Wochen nicht zwischen Sternschanze und Altona. Fahrgäste müssen mit Ersatzbussen, Umleitungen und längeren Fahrzeiten rechnen.

Die Grafik zeigt eine Übersicht der Bauarbeiten im Hamburger Bahnknoten. Markiert sind die Baustellen an der Sternbrücke, der Eisenbahnbrücke Holstenstraße, der Eisenbahnbrücke Schanzenstraße sowie am neuen Bahnhof Altona. Die Bauarbeiten sind Teil der umfangreichen Maßnahmen für die S-Bahn in Hamburg.

Mehrere Bauprojekte laufen während der Bauarbeiten im Hamburger Bahnknoten parallel. Dazu gehören die neue Sternbrücke, die Eisenbahnbrücken an der Holstenstraße und Schanzenstraße sowie Arbeiten am neuen Bahnhof Altona. / © Grafik: Deutsche Bahn AG

© Titelbild: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

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Zwischen Sternschanze und Altona steht eine der wichtigsten S-Bahn-Verbindungen Hamburgs mehrere Wochen nicht zur Verfügung. Mehrere Linien ändern ihre Strecke, Fahrgäste aus Bergedorf müssen sich neu orientieren und auch am Berliner Tor gelten zeitweise besondere Regeln.

  • Bezirk: Altona
  • Streckenabschnitt: S-Bahn-Station Sternschanze bis Bahnhof Hamburg-Altona
  • Beginn der Sperrung: Juli 2026, Betriebsbeginn
  • Ende der Sperrung: August 2026, Betriebsschluss
  • Betroffene Linien: S2, S5 und S7 sowie zeitweise S1

Vom 17. Juli bis zum Betriebsschluss am 30. August 2026 fahren keine S-Bahnen in Hamburg zwischen den Stationen Sternschanze und Altona. Die Deutsche Bahn richtet für den gesperrten Abschnitt einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Diese können allerdings nicht den direkten Weg über das Umfeld der Sternbrücke nehmen.

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Wegen der dortigen Straßensperrungen führt ihre Route über die Eimsbütteler Chaussee und die Alsenstraße. Der Stationsaushang der Bahn weist zudem darauf hin, dass sich die Reisezeit um bis zu 20 Minuten verlängern kann.

Die Sperrung hängt mit mehreren gleichzeitig laufenden Bauarbeiten im Hamburger Bahnknoten zusammen. Die Bahn ersetzt die alte Sternbrücke, arbeitet an der Eisenbahnüberführung Holstenstraße und errichtet im Umfeld der Schanzenstraße neue Stützwände. Parallel laufen Arbeiten am neuen Bahnhof Altona am Diebsteich, an der Leit- und Sicherungstechnik sowie an Oberleitungen und Stellwerken.

Die Infografik zeigt die Sperrung der S-Bahn zwischen Sternschanze und Altona in Hamburg vom 17. Juli bis 30. August. Dargestellt sind der Ersatzverkehr mit Bussen sowie die Umleitungen der S-Bahn-Linien S2, S5 und S7 während der Bauarbeiten.

Während der Bauarbeiten zwischen Sternschanze und Altona fahren Ersatzbusse statt der S-Bahn. Die Grafik zeigt die geänderten Linienführungen der S2, S5 und S7 sowie den gesperrten Streckenabschnitt. / © Grafik: Deutsche Bahn AG

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S-Bahn in Hamburg: S2 und S5 fahren während der Bauarbeiten anders

Besonders deutlich ändert sich der Verkehr auf der Bergedorfer Strecke. Die dort verkehrenden Züge fahren während der Bauarbeiten nicht wie gewohnt durch den Citytunnel. Stattdessen verkehren sie unter der Linienbezeichnung S2 über den Hauptbahnhof, Dammtor und die Verbindungsbahn bis Sternschanze. Dort endet die Fahrt. Montags bis freitags verstärkt die S-Bahn das Angebot in den Hauptverkehrszeiten zwischen Bergedorf und Sternschanze auf einen Fünf-Minuten-Takt.

Eine Ausnahme gilt vom 10. bis 14. August. In diesem Zeitraum enden die zusätzlichen Verstärkerzüge am Nachmittag bereits am Berliner Tor.

Auch die S5 erhält eine andere Linienführung. Sie fährt während der Sperrung durch den Citytunnel über Jungfernstieg und wird bis Elbgaustraße geführt. Der übliche Weg über Dammtor, Sternschanze und Holstenstraße entfällt.

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Die S3 fährt nach Angaben der Deutschen Bahn ohne Einschränkungen. Sie bietet damit weiterhin eine durchgehende Verbindung durch den Citytunnel und über Altona. Wer zwischen Hauptbahnhof und Altona unterwegs ist, kann die gesperrte Verbindungsbahn auf diesem Weg umgehen.

Bauarbeiten am Berliner Tor verändern zusätzlich die S1

Unabhängig von der Sperrung zwischen Sternschanze und Altona beeinflussen weitere Bauarbeiten am Berliner Tor den Betrieb der S1. Vom 9. Juli bis einschließlich 19. August fährt die Linie in zwei getrennten Abschnitten: zwischen Wedel und Berliner Tor sowie zwischen Berliner Tor und Airport beziehungsweise Poppenbüttel. Fahrgäste müssen am Berliner Tor umsteigen.

Die S-Bahn organisiert den Wechsel nach eigenen Angaben am selben Bahnsteig, um die Wege kurz zu halten. Dennoch verlängert sich die Fahrzeit. Außerdem entfällt während dieser Phase der Fünf-Minuten-Takt auf der S1. Ab dem 20. August soll die Linie wieder durchgehend und ohne diese Einschränkungen fahren.

Der Ersatzbus zwischen Altona und Sternschanze hält laut dem veröffentlichten Übersichtsplan im Umfeld der Holstenstraße. An der Station Sternschanze ist der Übergang zwischen Ersatzbus und S-Bahn nicht barrierefrei möglich. Fahrgäste mit Rollstuhl, Kinderwagen oder schwerem Gepäck sollten daher vorab eine geeignete Alternativroute über die digitalen Fahrplanauskünfte prüfen.

Warum die S-Bahn-Sperrung in Hamburg länger dauert

Ursprünglich wollte die Deutsche Bahn die Verbindungsbahn bereits Mitte August wieder freigeben. Anfang Juli teilte das Unternehmen jedoch mit, dass die Sperrung bis zum 30. August verlängert werden müsse. Als Gründe nennt die Bahn zusätzliche technische und bauliche Anforderungen nach dem Einhub der neuen Sternbrücke.

Unter anderem musste die Planung der Oberleitungsanlage wegen statischer Anforderungen angepasst werden. Nun sind zusätzliche Oberleitungsmasten und neue Gründungsarbeiten erforderlich. Zugleich unterscheiden sich die tatsächlich vorgefundenen Bodenverhältnisse laut Bahn von den Ergebnissen vorheriger Untersuchungen. Wegen der engen Abstände zwischen den Gleisen kann die S-Bahn während dieser Arbeiten nicht fahren.

Die alte Sternbrücke soll ab dem 17. Juli zurückgebaut und in Einzelteilen abtransportiert werden. Transport und Einhub des neuen Bauwerks sollen wie vorgesehen ab dem 30. Juli stattfinden. Nach dem Einhub folgen Arbeiten an Gleisen, Oberleitungen und weiterer Bahntechnik. Da einzelne Arbeitsschritte nicht gleichzeitig ausgeführt werden können, benötigt die Bahn für die Wiederinbetriebnahme mehr Zeit.

 

Quelle: Deutsche Bahn

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