An der Holstenstraße steht der nächste große Bauabschnitt bevor. Sechs Hilfsbrücken sollen die seit Monaten unterbrochene S-Bahn-Verbindung wiederherstellen. Zuvor müssen sich Autofahrer jedoch auf erhebliche Sperrungen einstellen.

Eine Karte der Deutschen Bahn zeigt vier zentrale Bahn-Baustellen in Hamburg: den neuen Bahnhof Altona sowie Arbeiten an der Eisenbahnbrücke Holstenstraße, der Sternbrücke und der Eisenbahnbrücke Schanzenstraße.

Die Deutsche Bahn bündelt mehrere Bauprojekte im Hamburger Bahnnetz. An der Eisenbahnbrücke Holstenstraße laufen die Vorbereitungen für den Einbau der Hilfsbrücken, während zugleich am neuen Bahnhof Altona, an der Sternbrücke und an der Eisenbahnbrücke Schanzenstraße gearbeitet wird. / © Foto: Deutsche Bahn AG

© Titelbild: Wikimedia Commons, Hinnerk11, CC BY-SA 4.0

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Nach dem Abriss mehrerer beschädigter Brückenabschnitte nimmt die Deutsche Bahn an der Holstenstraße in Hamburg-Altona nun den Wiederaufbau der S-Bahn-Verbindung in Angriff. Ende Oktober beginnt der Einbau von sechs Hilfsbrücken. Damit rückt auch die Rückkehr der S2 auf ihren früheren Linienweg näher.

  • Bezirk: Hamburg-Altona
  • Projektstatus: Instandsetzung und Einbau von Hilfsbrücken
  • Einhub Hilfsbrücken: Ende Oktober bis Anfang November 2026
  • Wiederaufnahme S2: geplant zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026

An der Holstenstraße arbeitet DB InfraGO seit Jahresbeginn an einem Bauwerk, dessen Schäden den S-Bahn-Verkehr schon deutlich länger beeinträchtigen. Bei turnusmäßigen Inspektionen hatte die Bahn im Juli 2025 Mängel festgestellt. Daraufhin sperrte sie das Gleis von Holstenstraße nach Altona. Untersuchungen ergaben später, dass für einen sicheren Betrieb teilweise ein Neubau der eingleisigen Überführungen erforderlich ist.

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S-Bahn-Brücke Holstenstraße: Sechs Hilfsbrücken werden eingesetzt

Die Übergangslösung fällt dabei deutlich umfangreicher aus, als der Begriff „Hilfsbrücke“ vermuten lässt. Das Bauwerk auf der S-Bahn-Strecke zwischen Holstenstraße und Altona bestand in diesem Bereich aus fünf aufeinanderfolgenden Brückenabschnitten. Seit Februar ließ die Bahn fünf Stahlbetonbrücken zurückbauen. Zusammen waren sie rund 165 Meter lang und wogen etwa 1.850 Tonnen.

Inzwischen laufen die Arbeiten an den tragenden Pfeilern. Dort sollen die sechs Hilfsbrücken künftig aufliegen. Zwölf Tonnen schwere Portalriegel sind nach Angaben der Deutschen Bahn bereits montiert. Ende Oktober beginnt dann der Einhub der einzelnen Brückenteile in die Eisenbahnüberführung und das dazugehörige Kreuzungsbauwerk. Die Arbeiten sollen bis Anfang November dauern.

S2 nach Altona: Fahrplan soll sich am 13. Dezember normalisieren

Mit dem Einheben allein ist die Strecke allerdings noch nicht betriebsbereit. Anschließend verlegt die Bahn Schienen, Schwellen und Schotter. Außerdem montiert sie die seitlich neben dem Gleis verlaufende Stromschiene, über die die Hamburger S-Bahn ihre elektrische Energie erhält. Danach folgt die Leit- und Sicherungstechnik. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten können wieder regulär S-Bahnen über das Bauwerk fahren.

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Für Fahrgäste nennt die Bahn inzwischen ein konkretes Ziel. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 soll die Bergedorfer S-Bahn wieder durchgehend als S2 von Aumühle beziehungsweise Bergedorf über Hauptbahnhof, Dammtor und Holstenstraße nach Altona fahren. Die wegen der Brückensperrung eingeführte Linienbezeichnung S7 soll dann wieder verschwinden.

Holstenstraße wird für den Brückeneinbau vollständig gesperrt

Die S7 war erst im Dezember 2025 als Folge der veränderten Linienführung eingeführt worden. Richtung Altona fahren diese Züge derzeit ab Hauptbahnhof durch den Citytunnel. In Gegenrichtung führt ihr Weg von Altona über Holstenstraße, Sternschanze und Dammtor. Die Zahl der Züge und die Taktung hatte die Bahn mit der neuen Bezeichnung nicht verändert.

Bevor die S2 zurückkehren kann, treffen die Arbeiten nun vor allem den Straßenverkehr. Die Holstenstraße wird stadtauswärts in Richtung Kieler Straße vom 6. Oktober um 5 Uhr bis zum 8. Oktober um 22 Uhr gesperrt. Vom 22. Oktober um 5 Uhr bis zum 2. November um 5 Uhr plant die Bahn dann sogar eine Vollsperrung der Holstenstraße.

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Neubau der eingleisigen Überführungen nicht terminiert

Hinzu kommt eine längerfristige Einschränkung an der Stresemannstraße. Der Rechtsabbieger bleibt nach aktueller DB-Planung bis zum 1. Februar 2027 um 5 Uhr gesperrt.

Für die Holstenstraße bedeutet der Einbau der Hilfsbrücken allerdings noch nicht das Ende des Projekts. Die Deutsche Bahn hatte bereits Ende 2025 mitgeteilt, dass teilweise neue eingleisige Überführungen erforderlich seien. Dieser dauerhafte Neubau befindet sich weiterhin in Planung. Einen belastbaren Termin für dessen Bau und Fertigstellung hat die Bahn bisher nicht genannt.

S-Bahn-Brücke Holstenstraße
DB InfraGO setzt Ende Oktober bis Anfang November 2026 sechs Hilfsbrücken an der Eisenbahnüberführung Holstenstraße ein. Die S2 soll ab 13. Dezember wieder nach Altona fahren.

 

Quellen: Deutsche Bahn, Hamburger Abendblatt

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