In der Ruschestraße entsteht der neue Sitz des Gesundheitsamtes Lichtenberg. Dafür wird ein denkmalgeschütztes Gebäude für mehr als 100 Beschäftigte umgebaut. Dauerhaft soll die Behörde dort allerdings nicht bleiben.

Bei einer Besichtigung des neuen Gesundheitsamtes Lichtenberg in der Ruschestraße 104 informierten sich Beteiligte über den Stand der laufenden Umbauarbeiten. / © Foto: Bezirksamt Lichtenberg
© Titelbild: BA Lichtenberg
Das Gesundheitsamt im Berliner Bezirk Lichtenberg steht vor einem größeren Standortwechsel. Nach Jahren in der Alfred-Kowalke-Straße soll die Behörde Ende 2026 neue Räume in der Ruschestraße 104 beziehen. Inzwischen lässt sich genauer erkennen, wie der künftige Dienstsitz aussehen soll und welche Rolle er in der langfristigen Planung des Bezirks spielt.
- Bezirk: Lichtenberg
- Adresse: Ruschestraße 104, 10365 Berlin
- Projektstatus: Umbau und Sanierung laufen
- Fertigstellung: voraussichtlich Ende 2026
- Mietvertrag: zunächst bis 2036
Auf neun Etagen entstehen derzeit knapp 3.900 Quadratmeter für das Gesundheitsamt. Vorgesehen sind Büros und Besprechungsräume sowie Räume für Untersuchungen und Behandlungen. Mehr als 100 Beschäftigte sollen dort arbeiten.
Denkmal-Gebäude für das Gesundheitsamt Lichtenberg
Das Gebäude selbst steht seit 2021 unter Denkmalschutz. Deshalb müssen Teile des Umbaus denkmalgerecht erfolgen. Gleichzeitig lässt der Eigentümer Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen umsetzen.
Der Standortwechsel ist schon länger vorbereitet. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses stimmte der Anmietung im Januar 2025 zu, im April desselben Jahres unterzeichneten die ARIS Immobiliengesellschaft als Eigentümerin und das Bezirksamt den Mietvertrag. Seitdem laufen unter anderem der Innenausbau, technische Abstimmungen und die Vorbereitung des Umzugs.

Im Inneren der Ruschestraße 104 laufen die Arbeiten für das neue Gesundheitsamt Lichtenberg. Auf neun Etagen entstehen Räume für mehr als 100 Beschäftigte. / © Foto: Bezirksamt Lichtenberg
Gesundheitsamt Lichtenberg: Barrierefreier Ausbau in der Ruschestraße
Beim Umbau spielt die Barrierefreiheit eine zentrale Rolle. Geplant sind Aufzüge, besonders breite Türen für elektrische Rollstühle und ein Blindenleitsystem. Auch der künftige Haupteingang an der Ruschestraße soll barrierefrei erreichbar sein. Direkt am Areal liegt zudem der U-Bahnhof Magdalenenstraße der Linie U5.
Damit ändern sich die Bedingungen gegenüber dem bisherigen Hauptstandort in der Alfred-Kowalke-Straße 24. Das dortige Gebäude stammt aus den frühen 1980er Jahren. Nach Angaben des Bezirksamtes verschlechterte sich sein baulicher Zustand über Jahre. Laufende Instandsetzungen reichten demnach nicht mehr aus, um die Anforderungen an eine moderne Verwaltung zu erfüllen.
Der neue Dienstsitz hat zugleich eine besondere Geschichte. Die Ruschestraße 104 gehört zum früheren Dienstkomplex der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Teile des Ensembles an Ruschestraße, Normannenstraße und Magdalenenstraße stehen unter Denkmalschutz. Heute entwickelt sich das Gelände als „Campus für Demokratie“ weiter.
Neuer Standort ist für das Gesundheitsamt nur eine Zwischenlösung
Ein bislang weniger sichtbarer Aspekt relativiert allerdings den Eindruck eines dauerhaften neuen Hauptsitzes. Nach einem Bericht der Senatsverwaltung für Finanzen vom Februar 2026 dient die Ruschestraße 104 ausdrücklich als Interimslösung. Das Gesundheitsamt soll Ende 2026 aus der Alfred-Kowalke-Straße ausziehen und zunächst in der Ruschestraße untergebracht werden. Der Mietvertrag läuft nach aktueller Angabe bis 2036.
Bis Ende 2036 will das Land Voraussetzungen schaffen, um das Gesundheitsamt wieder in einem landeseigenen Gebäude unterzubringen. Als Möglichkeit nennt die Finanzverwaltung den Verwaltungsstandort Alt-Friedrichsfelde 60, lässt aber ausdrücklich auch einen anderen Standort im Landesbestand offen. Wo das Gesundheitsamt langfristig seinen Sitz haben wird, steht damit noch nicht fest. Zunächst richtet sich der Blick auf die Ruschestraße: Die modernisierten Räume sollen voraussichtlich Ende 2026 fertiggestellt und übergeben werden.
Neues Gesundheitsamt Lichtenberg
Quellen: Bezirksamt Lichtenberg, Senatsverwaltung für Finanzen
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Na klar lieber Wohnungen die sind wichtiger.