Die neue Hamburger Sternbrücke ist für den Zugverkehr freigegeben. Nach einer mehrwöchigen Sperrung rollen wieder Fern-, Regional- und S-Bahnen zwischen Altona und Hauptbahnhof. Die Straßen unter der Brücke bleiben vorerst noch gesperrt.

Weißer ICE fährt über die neue Sternbrücke in Hamburg, im Hintergrund steht der Heinrich-Hertz-Turm.

Auch der Fernverkehr ist auf die Hamburger Verbindungsbahn zurückgekehrt. Als erster Fernzug passierte der ICE 103 von Hamburg-Altona nach Basel die neue Sternbrücke. / © Foto: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

© Fotos: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

ANZEIGE

 

Die neue Sternbrücke in Hamburg ist in Betrieb. Seit dem frühen Montagmorgen fahren wieder Fern-, Regional- und S-Bahnen über die wichtige Verbindungsbahn zwischen Altona und Hauptbahnhof. Damit endet eine mehrwöchige Sperrung, während der die neue Brücke eingehoben und in das bestehende Schienennetz integriert wurde.

  • Lage: Altona, Kreuzung Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee
  • Strecke: Verbindungsbahn zwischen Altona und Hauptbahnhof
  • Brückenlänge: 108 Meter
  • Gewicht: rund 3.700 Tonnen
  • Gleise: vier
  • Projektstatus: für den Zugverkehr freigegeben

Als erster Zug passierte gegen 4.15 Uhr der Regionalexpress RE 70 aus Kiel das neue Bauwerk. Wenig später folgte der ICE 103 von Hamburg-Altona nach Basel. Gegen 4.35 Uhr rollte mit der S5 Richtung Hauptbahnhof auch die erste S-Bahn über die viergleisige Brücke, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

ANZEIGE

Hamburg-Altona: Rund 1.000 Züge können wieder über die Sternbrücke fahren

Nach Angaben der Deutschen Bahn können nun täglich wieder rund 1.000 Fern-, Regional- und S-Bahn-Züge die Strecke nutzen. Die Verbindungsbahn gehört zu den wichtigsten Schienenachsen Norddeutschlands und ist zugleich Teil einer internationalen Nord-Süd-Verbindung.

In den vergangenen Wochen arbeiteten die Deutsche Bahn und die beteiligten Bauunternehmen rund um die Uhr an der Einbindung des Neubaus. Rund vier Kilometer Schienen, etwa 3.000 Schwellen und rund 8.000 Tonnen Schotter wurden verlegt. Hinzu kamen Arbeiten an den Oberleitungen sowie an der Leit- und Sicherungstechnik.

Rote Hamburger S-Bahn auf einem der vier Gleise innerhalb der Stahlkonstruktion der neuen Sternbrücke.

Eine Hamburger S-Bahn passiert die neue Sternbrücke. Seit der Wiederinbetriebnahme können Fern-, Regional- und S-Bahn-Züge wieder auf vier Gleisen zwischen Altona und Hauptbahnhof verkehren. / © Foto: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

ANZEIGE

Hamburger Mammutprojekt: Neue Sternbrücke wurde Ende Juli eingehoben

Der Einbau der 108 Meter langen und rund 3.700 Tonnen schweren Konstruktion war Ende Juli erfolgt. Dafür wurde die Brücke etwa 500 Meter von ihrem Montageplatz bis zum Bahndamm transportiert. An einigen Stellen betrug der Abstand zu den angrenzenden Gebäuden lediglich rund 40 Zentimeter. Tausende Menschen verfolgten den aufwendigen Transport.

Die neue Konstruktion ersetzt die 1926 errichtete Vorgängerbrücke. Deren Zustand und die gestiegenen Anforderungen des heutigen Bahnverkehrs hatten nach Angaben der Deutschen Bahn einen Neubau notwendig gemacht. Das deutlich größere Bauwerk bleibt im angrenzenden Quartier allerdings umstritten.

Straßen unter der Sternbrücke bleiben vorerst gesperrt

Während der Bahnverkehr wieder planmäßig läuft, sind die Arbeiten unterhalb der Brücke noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Stresemannstraße soll voraussichtlich am 7. September wieder freigegeben werden, die Max-Brauer-Allee zu einem späteren Zeitpunkt.

ANZEIGE

Die Sperrpause war zuvor um rund zwei Wochen verlängert worden. Neben Problemen an der Oberleitungsanlage musste die Bahn am Bahndamm etwa 10.000 Tonnen mehr Boden austauschen als ursprünglich vorgesehen.

Mit der Wiederinbetriebnahme ist dennoch der wichtigste Bauabschnitt abgeschlossen. Die neue Sternbrücke soll die Leistungsfähigkeit der Verbindungsbahn sichern und zugleich eine Voraussetzung für die geplante Verlagerung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona nach Diebsteich schaffen.

Luftaufnahme der neuen Hamburger Sternbrücke mit einem ICE und einer roten S-Bahn auf den vier Gleisen.

Ein ICE und eine S-Bahn begegnen sich auf der neuen Sternbrücke. Die 108 Meter lange und rund 3.700 Tonnen schwere Konstruktion überspannt die Kreuzung von Stresemannstraße und Max-Brauer-Allee. / © Foto: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

Quellen: Deutsche Bahn AG, NDR

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.