Der Mühlenradbrunnen in Neu-Hohenschönhausen soll nach erneuter Reparatur wieder in Betrieb gehen. Zum 40. Jubiläum rückt damit vor allem seine Bedeutung für das Quartier in den Fokus.

Die Gesamtanlage verbindet im Mühlengrund Kunst, Wasser und Aufenthaltsflächen zu einem zentralen Ort im Quartier. / © Foto: Wikimedia Commons, Lotse, CC BY-SA 3.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Angela M. Arnold, Berlin, CC BY-SA 3.0
Im Wohngebiet Mühlengrund in Neu-Hohenschönhausen steht ein prägendes Element des Quartiers vor der Rückkehr: Der Mühlenradbrunnen soll Mitte April nach längerer Reparatur wieder in Betrieb gehen. Damit wird eine Anlage reaktiviert, die seit Jahrzehnten als identitätsstiftender Ort im Kiez gilt.
Der Brunnen, gelegen im Karree zwischen Rotkamp, Matenzeile und Rüdickenstraße, war zuletzt aufgrund von Vandalismusschäden außer Betrieb. In den vergangenen Monaten wurde die Anlage instand gesetzt, sodass sie nun pünktlich zum 40. Jahrestag ihrer Erstinbetriebnahme wieder Wasser führen kann.
Neu-Hohenschönhausen: Kunstwerk und Aufenthaltsort zwischen Plattenbauten
Entworfen wurde der Brunnen vom Metallbildhauer Achim Kühn und 1986 im Zuge der Entwicklung des Neubaugebiets errichtet. Die Anlage kombiniert skulpturale Elemente mit einer technischen Wasserführung: Ein metallenes Fabelwesen speist mehrere kaskadenartige Schalen, deren Wasserfluss ein Schaufelrad antreibt. Der anschließende steinerne Wasserlauf ist Teil des Gesamtkonzepts.
Von Beginn an war der Brunnen nicht nur als Kunstwerk gedacht, sondern auch als begehbarer Aufenthaltsort. Gerade in einem von Plattenbauten geprägten Umfeld übernimmt er damit eine wichtige Funktion für die Freiraumqualität.
Mühlenradbrunnen: Wiederkehr nach mehrfachen Stilllegungen
Die Geschichte der Anlage ist von Unterbrechungen geprägt. Nach einer Stilllegung in den späten 1990er-Jahren konnte der Brunnen erst 2014 nach umfassender Sanierung wieder eröffnet werden. Auch damals waren Fördermittel und das Engagement verschiedener Akteure entscheidend.
Die aktuelle Reparatur wurde aus dem Programm „Stärkung Berliner Großsiedlungen“ finanziert. Beteiligt waren unter anderem das Straßen- und Grünflächenamt, die Berliner Wasserbetriebe sowie externe Fachfirmen. Die Koordination lag beim Bezirksamt Lichtenberg.
Zum 40. Jubiläum des Mühlenradbrunnens ist im April eine Festwoche geplant: Am 14. April 2026 um 14 Uhr wird die Anlage feierlich wieder in Betrieb genommen, gefolgt von einem Brunnenfest am 17. April von 15 bis 18 Uhr.
Mühlenradbrunnen
Quellen: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Wikipedia
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