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Das Kino International an der Karl-Marx-Allee kehrt früher als erwartet in den Berliner Kinobetrieb zurück. Nach rund 18 Monaten Bauzeit öffnet das denkmalgeschützte Haus bereits am 26. Februar 2026 wieder und damit noch im Umfeld der Berlinale. Die umfassende Sanierung wurde schneller abgeschlossen als ursprünglich geplant.

Kino International, Berlin-Mitte

Seit dem 14. Mai 2024 ist das „Kino International“ geschlossen. Bereits am darauffolgenden Tag begannen die ersten Maßnahmen der geplanten Generalsanierung. Nach 18 Monaten soll das Kino vorzeitig im Februar wiedereröffnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Das Kino International in Berlin-Mitte steht kurz vor seiner Wiedereröffnung und das deutlich früher als erwartet. Bereits am 26. Februar 2026 soll das traditionsreiche Haus wieder für das Publikum öffnen, wie die Berliner Morgenpost mitteilt. Ursprünglich war eine Wiederaufnahme des Betriebs erst für das Frühjahr vorgesehen.

Bereits wenige Tage zuvor, am 23. Februar, ist eine erste Vorführung im Rahmen eines Pre-Openings geplant. Diese richtet sich zunächst an Mitglieder der Yorck-Kinogruppe und markiert den sanften Übergang zurück in den regulären Spielbetrieb.

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Kino International Berlin: Sanierung an der Karl-Marx-Allee früher abgeschlossen als geplant

Die denkmalgerechte Generalsanierung des Gebäudes an der Karl-Marx-Allee wird damit nach rund 18 Monaten abgeschlossen sein rund zwei Monate früher als ursprünglich kalkuliert. Das Kino war seit Mai 2024 geschlossen, um sowohl technische als auch bauliche Defizite grundlegend zu beheben.

Schon im Herbst 2025 hatten sich deutliche Fortschritte abgezeichnet. Damals wurden die Gerüste schrittweise zurückgebaut, die sanierte Fassade sichtbar und das prägende DDR-Relief an der Nordseite wieder freigelegt. Die Wiedereröffnung zur Berlinale 2026 galt zu diesem Zeitpunkt bereits als realistisch.

Technik erneuert, Denkmal bewahrt: Umfassende Sanierung des Innenraums im Kino International

Im Zuge der Sanierung wurde ein erheblicher Teil der technischen Infrastruktur des Hauses erneuert. Nach Angaben der Betreiber umfasste dies nicht nur Leitungen und Steuerungssysteme, sondern auch zentrale Komponenten der gesamten Gebäudetechnik. Gleichzeitig wurden denkmalgeschützte Bauteile sorgfältig restauriert und in enger Abstimmung mit der zuständigen Denkmalpflege instand gesetzt.

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Darüber hinaus erfuhr auch der Innenraum eine umfassende Überarbeitung. So wurden Sitzreihen, Holzlamellen sowie Teile der Lichttechnik ausgebaut, aufgearbeitet oder vollständig ersetzt, um heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Historisches Mobiliar wurde während der Bauphase eingelagert und soll nach Abschluss der Arbeiten wieder in das architektonische und gestalterische Gesamtkonzept des Kinos integriert werden.

Ikone der DDR-Moderne: Kino International als prägender Kulturort an der Karl-Marx-Allee

Das 1963 eröffnete Kino International gilt als Ikone der DDR-Nachkriegsmoderne. Entworfen von Josef Kaiser und Heinz Aust, war es bis 1990 das zentrale Premierenkino der DDR und ist bis heute ein prägendes Bauwerk der Karl-Marx-Allee. Auch nach der Wiedervereinigung blieb das Haus ein fester Bestandteil der Berliner Kinolandschaft.

Mit der vorgezogenen Wiedereröffnung kehrt nicht nur ein bedeutender Kulturort früher als erwartet zurück, sondern auch ein Stück Berliner Stadt- und Filmgeschichte. Das Kino International setzt damit seine Rolle als Schnittstelle zwischen Architektur, Filmkultur und öffentlichem Stadtraum fort nun technisch erneuert und zugleich seiner historischen Identität verpflichtet.

Kino International, Berlin-Mitte

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Kino International

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Quellen: Yorck-Kino, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel, Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement – KoSP GmbH, Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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