In Köpenick liegt jetzt der Zeitplan für die Instandsetzung der Köpenicker-Allee-Brücke vor. Die Rudolf-Rühl-Allee soll 2027 für sechs Wochen voll gesperrt werden.

Ein seitlicher Blick auf die Köpenicker-Allee-Brücke an der Rudolf-Rühl-Allee zeigt das Bauwerk im Umfeld des Bahnhofs Wuhlheide. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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In Köpenick wird die Instandsetzung der Köpenicker-Allee-Brücke konkreter. Nach Angaben der Senatsverwaltung soll die Baumaßnahme zwischen März und Mai 2027 laufen. Für den motorisierten Verkehr ist eine sechswöchige Vollsperrung der Rudolf-Rühl-Allee vorgesehen.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Lage: Rudolf-Rühl-Allee am S-Bahnhof Wuhlheide
- Bauzeit: März bis Mai 2027
- Vollsperrung: sechs Wochen für den motorisierten Verkehr
Die Köpenicker-Allee-Brücke führt die Rudolf-Rühl-Allee am Bahnhof Wuhlheide über mehrere Gleisanlagen. Dazu gehören jeweils zweigleisige Strecken der S-Bahn und der Fernbahn, außerdem die Parkeisenbahn und der Zugang zum FEZ-Berlin. Die Brücke liegt damit an einem engen und verkehrlich sensiblen Punkt in Köpenick. Genau diese Lage bestimmt den Ablauf der Instandsetzung der Köpenicker-Allee-Brücke.
Köpenick: Zeitplan für Vollsperrung der Rudolf-Rühl-Allee steht
Die Senatsverwaltung plant die Arbeiten in zwei Hauptphasen. In der ersten Phase sollen Maßnahmen unterhalb der Brücke laufen. Dafür nutzt Berlin Sperrpausen der Deutschen Bahn. Im Mittelpunkt stehen Stahlbauarbeiten und Korrosionsschutz am Überbau. Laut Projektseite wurden dafür bereits Sperrpausen für S- und Fernbahn im März 2027 angemeldet.
In der zweiten Bauphase folgt der Eingriff auf der Brücke selbst. Dann wird die Rudolf-Rühl-Allee für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die Sperrung soll sechs Wochen dauern. In dieser Zeit erneuern die Fachleute die Fahrbahn, die Abdichtung, die Übergangskonstruktion und die Geländer. Die Arbeiten sollen im Mehrschichtbetrieb laufen. Zusätzlich sollen gezielte Bauverfahren die Bauzeit verkürzen.

Der Bereich unter der Köpenicker-Allee-Brücke an der Rudolf-Rühl-Allee dient als Zugang zum S-Bahnhof Wuhlheide und zum FEZ-Berlin. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Warum die Köpenicker-Allee-Brücke instandgesetzt wird
Der Zustand der Brücke macht die Arbeiten notwendig. Das Bauwerk ist auf 12 Tonnen lastbeschränkt. Die letzte Brückenprüfung ergab die Zustandsnote 2,9. Damit liegt die Köpenicker-Allee-Brücke noch im Bereich eines ausreichenden Zustands. Bei der nächsten Hauptprüfung rechnet die Verwaltung jedoch mit einer weiteren Verschlechterung. Ohne Instandsetzung könnten zusätzliche Einschränkungen bis hin zur Vollsperrung drohen. Zuletzt wurde in Treptow-Köpenick die Wuhlheide-Brücke wegen ähnlicher Probleme von heute auf morgen vollgesperrt und dann sogar ersatzlos abgerissen.
Die Brücke stammt aus dem Jahr 1900. Sie entstand zunächst als dreifeldrige Stahlkonstruktion über Anlagen der S- und Fernbahn. Mitte der 1920er Jahre wurde die Brücke auf der Südseite um ein weiteres Feld erweitert. Heute misst die Gesamtstützweite 36,07 Meter. Der Überbau besteht aus einem Stahlträgerrost mit Buckelblechen.

Die Köpenicker-Allee-Brücke an der Rudolf-Rühl-Allee in Köpenick überspannt am S-Bahnhof Wuhlheide mehrere Gleisanlagen und zeigt ihre historische Stahlkonstruktion. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Vollsperrung in Köpenick: Umleitung über die Treskowallee geplant
Das Umleitungskonzept für den motorisierten Verkehr befindet sich noch in Abstimmung. Nach aktuellem Stand soll die Umleitung über die Treskowallee führen. Für Fußgänger und Radfahrer geht die Verwaltung derzeit davon aus, dass die Verbindung über die Brücke weitgehend erhalten bleibt.
Beim Radverkehr kann es jedoch punktuell Einschränkungen geben. Dort, wo der Fußverkehr gesichert werden muss, kann eine Absteige- und Schiebeanordnung nötig werden. Die Vollsperrung betrifft nach bisherigem Stand vor allem den Kfz-Verkehr auf der Rudolf-Rühl-Allee.
Die Maßnahme soll die Nutzungsdauer des Bauwerks bis zu einem späteren Ersatzneubau verlängern. Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes.
Köpenicker-Allee-Brücke
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/26174, Berlin.de
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