Mit der Eröffnung der neuen Dreifeld-Sporthalle erreicht der Umbau des Rosa-Luxembburg-Gymnasiums in Pankow einen zentralen Meilenstein. Der Neubau am Kissingenstadion verbessert nicht nur die Bedingungen für den Schul- und Vereinssport, sondern markiert zugleich den Auftakt einer langfristigen Erweiterung des Schulstandorts. Die weiteren Bauabschnitte sind bereits in Planung – ihre Umsetzung wird sich jedoch noch bis Ende des Jahrzehnts erstrecken.

Die neue Dreifeld-Sporthalle des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums ist in drei Hallenteile aufgeteilt, um moderne Bedingungen für den Sportunterricht zu schaffen, v. l. n. r.: Torsten Kühne, Ralf Treptow, Jörn Pasternack, Steffen Wiegleb (Reg. Schulaufsicht). / © Foto: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
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Am Retzbacher Weg in Pankow wurde am 29. Januar 2026 die neue Dreifeld-Sporthalle des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums feierlich eröffnet. Der Neubau ist der erste von insgesamt vier Bauabschnitten zur umfassenden Erweiterung und Umgestaltung des Schulstandorts. Errichtet wurde die Halle auf dem Gelände des nahegelegenen Kissingenstadions, wo nun moderne Sportflächen für Schule und Vereine zur Verfügung stehen.
Mit der Fertigstellung der Sporthalle ist ein Projekt abgeschlossen, das bereits vor mehr als einem Jahrzehnt erstmals angemeldet wurde. Der Baubeginn erfolgte im April 2022, die Abnahme inklusive der Außenanlagen im Dezember 2025. Die Kosten für die Sporthalle belaufen sich auf rund acht Millionen Euro, das Gesamtprojekt schlägt mit etwa 28 Millionen Euro zu Buche.
Rosa-Luxemburg-Gymnasium: Dreifeldhalle mit Tribüne für Schul- und Vereinssport
Die neue Sporthalle ist als zweigeschossiger Bau mit einem Hallenteil und einem angeschlossenen Sozialtrakt konzipiert. Sie bietet drei Hallenteile, mehrere Geräteräume sowie einen separaten Sporttheorieraum für bis zu 26 Personen. Ergänzt wird das Raumprogramm durch eine Empore mit mobilen Tribünen, die Platz für rund 180 Sitzplätze bietet und insgesamt bis zu 200 Zuschauerinnen und Zuschauer aufnehmen kann.
Nutzbar ist die Halle werktags tagsüber für den Schulsport, am späten Nachmittag, abends und am Wochenende für den Vereins- und Wettkampfbetrieb. Damit wird der Neubau zu einer gemeinsam genutzten Infrastruktur für Schule und Stadtteil. Auch Sportarten wie Tischtennis sind ausdrücklich vorgesehen, wofür zusätzliche Funktionsräume eingeplant wurden.
Retzbacher Weg 31: Neue 3-Feld-Sporthalle setzt auf vollständige Barrierefreiheit
Der Neubau wurde konsequent nach dem Prinzip „Design for All“ realisiert. Sämtliche Bereiche sind barrierefrei zugänglich, einschließlich eines separaten Zuschauerzugangs im Obergeschoss. Außenanlagen mit Rampen, barrierefreien Stellplätzen und mehr als 80 Fahrradabstellmöglichkeiten ergänzen das Gebäude. Der Vorplatz ist als Aufenthalts- und Begegnungsort gestaltet.
Bezirksstadtrat Jörn Pasternack betonte, dass die Halle nicht nur den Bedarf des Gymnasiums decke, sondern zusätzliche Spielräume für modernen Schul- und Vereinssport eröffne. Auch die inklusive Ausrichtung des Neubaus setze Maßstäbe für die weitere Entwicklung des Standorts.
Berliner Schulbauoffensive: Sporthallenneubau als Grundlage für die Erweiterung des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums bis 2029
Auch aus Sicht des Landes ist die neue Sporthalle ein wichtiger Baustein der Berliner Schulbauoffensive. Der Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung hob hervor, dass mit dem Neubau nicht nur zusätzliche Sportflächen entstehen, sondern auch Orte für Begegnung und Teilhabe im Kiez geschaffen würden. Besonders der integrierte Sporttheorieraum ermögliche es, Theorie und Praxis an einem Ort zu verbinden.
Langfristig soll das Rosa-Luxemburg-Gymnasium als fünfzügiges Gymnasium mit drei grundständigen Zügen organisiert werden. Die Sporthalle bildet dafür die infrastrukturelle Grundlage. Die weiteren Bauabschnitte zur Erweiterung des Schulgebäudes befinden sich derzeit in Prüfung und Planung; eine Fertigstellung wird frühestens für Juli 2029 erwartet.
Quellen: Bezirksamt Pankow, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, mein.berlin.de, Berliner Woche, Pankower Allgemeine Zeitung
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