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An der Koloniestraße in Gesundbrunnen wächst der Neubau eines Büro- und Gewerbegebäudes sichtbar in die Höhe. Der Rohbau ist inzwischen deutlich erkennbar, auch wenn Fenster und Fassadenelemente noch fehlen. Die Entwicklung verändert derzeit das Umfeld an einer zentralen Achse zwischen Mitte und Reinickendorf.

Büroprojekt Koloniestraße

Aktuell befindet sich das Bauprojekt im Rohbau. Während im April noch bauvorbereitende Maßnahmen liefen, ist das Gebäude inzwischen deutlich in die Höhe gewachsen; als nächster Schritt sollen Fenster eingesetzt und die Außenfassade hergestellt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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In der Koloniestraße 3–4 ist der Rohbau eines neuen Büro- und Gewerbegebäudes inzwischen deutlich sichtbar. Der Baukörper ragt mittlerweile mehrere Geschosse in die Höhe, und die Struktur der späteren Geschosse lässt sich gut erkennen. Obwohl Fenster, Fassadenelemente und der endgültige Ausbau noch fehlen, vermittelt der Rohbau bereits einen ersten Eindruck von der Dimension des Projekts.

Gleichzeitig laufen auf der Baustelle weitere grundlegende Arbeiten. Überall sind Baustellencontainer, Gerüste und Materialtanks platziert, die die verschiedenen Bauphasen sichtbar machen. Zudem wird nicht nur am Neubau gearbeitet, sondern auch am angrenzenden Bestandsgebäude, das später in das Ensemble eingebunden werden soll. Dadurch entsteht ein komplexer Bauablauf, bei dem mehrere Gewerke parallel voranschreiten.

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JAAS bindet Bestandsgebäude ein und entwickelt 6.300 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche

Das Vorhaben nutzt eine der letzten noch unbebauten Flächen der Koloniestraße und schließt damit eine städtebauliche Lücke im Quartier. Entwickelt wird es vom Berliner Unternehmen JAAS, das auf rund 2.000 Quadratmetern Grundstücksfläche ein Gewerbeensemble aus mehreren Bauteilen plant. Neben einem straßenseitigen Neubau gehören dazu ein bestehendes Loftgebäude sowie eine rückwärtige Remise. Beide Bestandsbauten sollen durch einen Verbindungsbau stärker mit dem Neubau verknüpft werden, um ein zusammenhängendes Ensemble zu schaffen.

Die architektonische Planung verantwortet das Büro KSP Engel Architekten. Vorgesehen sind insgesamt rund 6.300 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche, die sich über mehrere Etagen erstrecken sollen. Während im Erdgeschoss Räume für gewerbliche Nutzungen entstehen, sind in den oberen Geschossen vor allem Büroflächen geplant. Auf diese Weise entsteht ein gemischt nutzbares Gebäude, das unterschiedlich große Einheiten aufnehmen kann und sich funktional in die Umgebung einfügen soll.

Montagearbeiten schreiten sichtbar voran, aber keine Angaben zum Abschluss in Gesundbrunnen

Der Turmdrehkran kommt inzwischen regelmäßig für die Montage einzelner Bauteile zum Einsatz. Betonierarbeiten und das Einziehen weiterer Deckenelemente bestimmen derzeit den Baufortschritt. Gleichzeitig bereiten Fachfirmen die bestehende Bausubstanz so vor, dass später eine stabile Verbindung zwischen Alt- und Neubau möglich wird. Dadurch greifen mehrere Arbeitsschritte ineinander und verlängern die Phase, in der schwere Geräte und Baulogistik den Ablauf bestimmen.

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Zudem bleibt die Baustelle ein prägender Eingriff in den umliegenden Straßenraum. Immer wieder müssen Wege umgeleitet oder Bereiche abgesperrt werden, was sowohl den Verkehr als auch den Fußverkehr spürbar beeinflusst. Wie lange die Hochbauphase noch dauern wird, ist bislang nicht bekannt. Ebenso offen bleibt, wann die ersten Gewerbe- und Büroflächen bezugsfertig sein könnten und zu welchen Mietkonditionen sie letztlich angeboten werden.

Neubau und Bestand bilden ein gemeinsames Gewerbeensemble an der Koloniestraße

Laut Entwickler JAAS soll das Ensemble sowohl Neubau als auch Bestand integrieren. Ziel ist eine funktionale und räumliche Ergänzung im bestehenden Straßenbild, wobei eine DGNB-Vorzertifizierung in Platin bereits vorliegt. Diese bezieht sich auf ökologische und energetische Standards, sagt jedoch noch wenig über die spätere Nutzung aus.

Wie sich das neue Büro- und Gewerbegebäude langfristig auf das Quartier auswirken wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass ein weiterer Abschnitt der Koloniestraße baulich verdichtet wird und damit einen neuen Impuls im ohnehin dynamischen Umfeld setzt.

Bürogebäude Koloniestraße in Gesundbrunnen

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: JAAS, KSP Engel Architekten, Deal Magazin

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